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Der Zahnfee-Mythos Hier lesen Sie mehr

Antihaftbeschichtung für Zahnpastatuben Hier lesen Sie mehr

Mit geraden Zähnen sicher auf den Beinen Hier lesen Sie mehr

Bundeskabinett verabschiedet neue AppO-Z Hier lesen Sie mehr

Zi erweitert Panel-Angebot auf Zahnärzte Hier lesen Sie mehr

Abrechnung bei Zahnersatz: Mithilfe gefragt! Hier lesen Sie mehr

 

Der Zahnfee-Mythos

Belohnung für ausgefallene Wackelzähne

Kennen Sie schon den Mythos von der Zahnfee, die sich nachts in die Kinderzimmer schleicht, die ausgefallenen Milchzähne mitnimmt, die die Kinder vor dem Schlafengehen extra unter das Kopfkissen gelegt haben, und dafür eine Goldmünze zurücklässt? Wenn der erste Milchzahn anfängt, wackelig zu werden, wird Kindern häufig diese Geschichte von der guten Zahnfee erzählt. Natürlich sind es dann die Eltern oder Großeltern, die zwar keine Goldmünze mehr, dafür aber etwas Geld in moderner Währung oder andere kleine Geschenke unter dem Kopfkissen verstecken.

Urspünge des Zahnfee-Mythos

Die Legende von der Zahnfee stammt ursprünglich aus dem britisch-amerikanischen Raum. In den Ländern des romanischen Sprachraums kennt man die Zahnmaus (la Petite Souris). Seit den 1980er-Jahren wird immer am 22. August der Tag der Zahnfee („Tooth Fairy Day“) begangen. Der Brauch rund um den Wechsel von den Milchzähnen zum bleibenden Gebiss stammt wahrscheinlich ursprünglich aus Zeiten, in denen wie so vieles auch der Übergang vom Kind zum Jugendlichen von magischen Ritualen begleitet und der „richtige“ Umgang mit den ausgefallenen Zähnen sehr wichtig war. Rituale zum Zahnwechsel gab und gibt es in etlichen Kulturen. In Europa kam es irgendwann einmal zu einer Verschmelzung von Zahnwechselritual und Feenmythos – vielleicht weil Feen hier seit langer Zeit Gestalten der Mythen- und Sagenwelt sind und Eingang in viele Märchen gefunden haben, die man Kindern erzählt. Oder weil viele „unerklärliche“ Vorgänge bzw. Geschehnisse seit alters her gerne dem Eingreifen mythischer Wesen zugeschrieben werden, wie sie Feen oder Kobolde darstellen.

Zahnfee-Boom seit Mitte des 20. Jahrhunderts

Der Zahnfee-Mythos ist seit Anfang des 19. Jahrhunderts bezeugt. Mit „The Tooth Fairy“ von Esther Watkins Arnold erschien 1927 dann zum ersten Mal ein kleines Schauspiel für Kinder über die Zahnfee. 1949 schrieb Lee Rogow die erste Zahnfee-Geschichte (auch hier lautete der Titel „The Tooth Fairy“). Dies löste in England und Amerika einen Zahnfee-Boom aus, der sich auch in Büchern und Comics niederschlug. Schließlich fand der Zahnfee-Mythos seinen Weg auch nach Deutschland.

Mit der Zahnfee Kinder bei Zahnbehandlungen motivieren

In einem Gespräch mit zm-online erklärt Kinderzahnärztin Dr. Andrea Thumeyer, wie Eltern und Zahnärzte mithilfe der Zahnfee Kindern die Angst vor dem Ausfallen ihrer Milchzähne und vor Behandlungen in der Zahnarztpraxis nehmen können. Die Zahnfee ist eine schöne und kindgerechte Geschichte, die die Angst vor den wackelnden Zähnen und das Verlustgefühl durch die Freude über den Tausch überwinden kann. Das bestärkt Kinder darin, stolz auf den Zahnwechsel zu sein, der ja ein Zeichen für ihr Wachsen und Großwerden ist. Eltern müssen jetzt wissen, dass die ersten bleibenden Zähne (z. B. der 6-Jahr-Molar als erster Zahn des neuen Gebisses) als solche erkannt und von Anfang an sorgfältig geputzt werden müssen, um zu verhindern, dass sie an Karies erkranken. Auch Zahnärzte, die Kinder in dieser Phase des Übergangs zum bleibenden Gebiss behandeln, können die Geschichte der Zahnfee nutzen, um ihren kleinen Patienten bei Behandlungen die Angst zu nehmen und sie zur „Mitarbeit“ zu motivieren.

Bild Startseite: Crissy Pauley / freeimages.com

Antihaftbeschichtung für Zahnpastatuben

Wie auch der letzte Rest aus der Tube kommt

Was tun, wenn wieder einmal ein nicht unerklecklicher Rest an Zahnpasta in der Tube bleibt? Bis zu 14 Prozent der Creme lassen sich bei allem Bemühen nicht aus der Zahnpastatube quetschen. US-amerikanische Tüftler vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben jetzt bei ihrem Versuch, die Eisbildung auf Flugzeugoberflächen zu verhindern, mit „LiquiGlide“ eine revolutionäre Antihaftbeschichtung entwickelt, die auch bei Zahncremetuben funktioniert. Die Beschichtung lässt den auch letzten Rest Zahnpasta leicht aus der Tube gleiten. Selbst Substanzen wie Ketchup oder Klebstoff, die dem Verbraucher das Leben schwer machen, wenn er sie aus dem Glas oder der Tube herausbefördern will, können mit „LiquiGlide“ im wahrsten Sinne des Wortes flott gemacht werden.

Wie bei zm-online.de zu lesen ist, ist „LiquiGlide“ eine flüssige Beschichtung, die zwischen der rauen Oberfläche einer Tube oder eines anderen Behälters und ihrem jeweiligen Inhalt eine Barriere bildet. So wird das Anhaften des Inhalts an der Oberfläche verhindert. Da die Beschichtung aus verschiedenen Materialien hergestellt werden kann, ist auch eine Sorte denkbar, die beim Verzehr bzw. Verschlucken völlig unbedenklich ist.

Ein Unternehmen aus den Staaten möchte die vielseitige Antihaftbeschichtung jetzt auch zum Markterfolg machen. Wann „LiquiGlide“ jedoch für Zahnpastatuben verwendet wird, steht noch in den Sternen, denn die Beschichtung wird vermutlich erst einmal bei industriellen Fertigungsprozessen zum Einsatz kommen. Trotzdem dürfte diese Neuerung den Verbrauchern von Zahnpasta, Ketchup und Co. Grund zur Hoffnung geben.

Bild Startseite: proDente e. V. / Dirk Kropp

Mit geraden Zähnen sicher auf den Beinen

Schlechter Biss bedeutet schlechtere Körperkontrolle

Gerade Zähne sehen nicht nur gut aus, sie haben noch einen überraschenden Nebeneffekt, wie Wissenschaftler der Universitäten von Barcelona und Innsbruck jetzt herausgefunden haben – sie wirken sich positiv auf den Gleichgewichtssinn und die Körperhaltung aus. Die in der Zeitschrift „Neuroscience“ veröffentlichte Studie zeigt: Wer gerade Zähne hat, kann gut die Balance halten und hat in der Regel eine gute Körperkontrolle. Wer dagegen einen Über-, Unter- oder Kreuzbiss, zu eng stehende Zähne, deutliche Lücken zwischen den Zähnen oder gar fehlende Zähne hat, kann schlechter die Balance halten und ist entsprechend unsicherer auf den Beinen.

Dies macht sich meist nicht unter Alltagsbedingungen, sondern erst dann bemerkbar, wenn man müde ist oder zum Beispiel durch eine Adipositas die Stabilität und Haltung des Körpers ohnehin verschlechtert ist. Bei Leistungssportlern mit schiefem Biss oder unregelmäßigen Zahnreihen können bei einer Ermüdung sehr schnell Verstauchungen, Zerrungen und Brüche auftreten. Umso wichtiger ist nach Aussage der Forscher eine Korrektur von Zahnstellung und Biss, um Balance und Stabilität zu verbessern und Stürze zu vermeiden.

Welche Gründe kann dieser Zusammenhang zwischen dem „Biss“ eines Menschen und seiner Fähigkeit zur Körperbalance haben? Nach Ansicht der Wissenschaftler gibt es eine Verbindung zwischen unserem stomatognathen System, also den Körperorganen und -regionen, die uns das Sprechen, Essen, Kauen, Schlucken und auch das Lächeln ermöglichen, und unserer Körperhaltung. Diese liegt darin, dass der Hauptnerv für das Kauen, der Trigeminus, eng mit dem Vestibular Nucleus bzw. der Gehirnregion verbunden ist, von der nicht nur die Kontrolle über die Körperhaltung, sondern auch über die Nackenmuskulatur und Kiefermuskeln ausgeht.

Bild Startseite: Rainer Sturm / pixelio.de

Bundeskabinett verabschiedet neue AppO-Z

Bundeszahnärztekammer fordert schnelle Implementierung

Das Bundeskabinett hat die Novelle der zahnärztlichen Approbationsordnung (AppO-Z) beschlossen. Damit stehen die jungen Zahnärztinnen und Zahnärzte kurz davor, nach über 60 Jahren endlich eine AppO-Z zu erhalten, die den aktuellen wissenschaftlichen Anforderungen des Versorgungsgeschehens entspricht. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) appelliert eindringlich an den Bundesrat und damit an die Bundesländer, mit einem schellen Beschluss nun endgültig den Weg für eine moderne Approbationsordnung frei zu machen.

„Junge Zahnärzte benötigen wegen der steigenden wissenschaftlichen Anforderungen der Zahnmedizin eine Approbationsordnung, die diesen Anforderungen gerecht wird. Mit einem 60 Jahre alten Auto lässt sich auch kein Formel-Eins-Rennen gewinnen. Die BZÄK hat sich laufend aktiv in die Diskussionen eingebracht. Im Interesse unserer Patienten und der nachwachsenden Zahnärztegeneration fordern wir, nun endlich zu einem Abschluss zu kommen, um die qualitativ hochwertige zahnmedizinische Versorgung nicht zu gefährden“, so BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel. 

Eine hochwertige und qualitätsgesicherte Zahnmedizin erfordert einen Ausbildungsstandard nach aktuellem Stand der Wissenschaft und entsprechende Rahmenbedingungen für die Hochschulen. Entsprechende Berechnungen zeigen, dass eine kostenneutrale Umsetzung der AppO-Z allerdings nicht möglich ist. Die Politik ist damit in der Pflicht, sowohl die Ausbildungsbedingungen der angehenden Zahnärzte als auch die damit verbundenen finanziellen Rahmenbedingungen laufend an die steigenden Versorgungsanforderungen anzupassen.

Pressemitteilung der Bundeszahnärztekammer vom 2. August 2017

Bild Startseite: proDente e. V.

Zi erweitert Panel-Angebot auf Zahnärzte

Entscheidende Unterstützung bei Honorarverhandlungen

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) weitet seine jährlichen Erhebungen auf Zahnarztpraxen aus und unterstützt auch diese Berufsgruppe mit fundamentalen Daten bei den Honorarverhandlungen. Für das Zahnärzte-Praxis-Panel ZäPP hat das Zi nun eine Vereinbarung mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein (KZVNR) geschlossen. 

„Wir erhoffen uns entscheidende Aussagen zur wirtschaftlichen Lage, zur zahnärztlichen Arbeitszeit sowie zur Versorgungs- und Leistungsstruktur der Praxen“, erklärt Zi-Geschäftsführer Dr. Dominik von Stillfried. „Die Erweiterung des Praxis-Panels ermöglicht ein noch fundierteres Abbild der Praxen-Landschaft in Deutschland.“ Das Zi-Team um Fachbereichsleiter Markus Leibner habe in den vergangenen Jahren viel Erfahrung mit dem ZiPP im ärztlichen Bereich gesammelt – diese wissenschaftliche Expertise könne es nun für den zahnärztlichen Bereich nutzen. 

KZV-NR-Vize Hendges: Hoher Nutzwert für Teilnehmer
Der stellvertretende KZV-NR-Vorsitzende Martin Hendges hebt den hohen Nutzwert für seine Mitglieder hervor: „Der Ausgang der Vertragsverhandlungen mit den Krankenkassen und damit die zukünftigen Vergütungen für die Vertragszahnärzte hängen ganz entscheidend davon ab, dass KZV Nordrhein und KZBV repräsentative und valide Daten über die wirtschaftliche Situation von Zahnärzten übermittelt bekommen – selbstverständlich anonymisiert. Mittlerweile werden im Lauf der Verhandlungen immer neue und differenziertere Fragestellungen an uns herangetragen, die die ZäPP-Erhebung unerlässlich machen. Vor allem ermöglicht dessen wissenschaftliche Ausrichtung eine belastbare Aussage über die Situation der Mitglieder und deren wirtschaftliche Perspektive.“ 

Eingeladen sind rund 4.500 Zahnarztpraxen aus dem Gebiet Nordrhein; sie haben die Fragebögen im Januar per Post erhalten. Bei den Daten geht es um grundlegende Struktur- und Versorgungsinformationen sowie Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung der Praxen in den Jahren 2014 und 2015. Je mehr Zahnärzte über einen längeren Zeitraum und kontinuierlich teilnehmen, desto aussagekräftiger sind die gewonnenen Zahlen.

Datenschutz genießt oberste Priorität
Den Teil des Fragebogens zur Praxisorganisation, zu Praxisinhabern und Personal sowie zu den Arbeitszeiten füllen Zahnärzte selbst aus, Angaben zu den erbrachten Leistungen der Praxen können sie aus dem Statistik-Modul der Praxisverwaltungssysteme entnehmen. Für den Teil zu Finanzdaten von Praxen ist der Steuerberater zuständig. Zur vereinfachten Bearbeitung dieser Abfrage steht Steuerberatern ein Software-Tool zur Verfügung, welches vom Zi mitentwickelt wurde und die ZäPP-Fragenstruktur unterstützt. 

Teilnehmer erhalten eine Aufwandsentschädigung. Um Daten bestmöglich zu schützen, ist eine Treuhandstelle eingebunden. Die KZV und alle anderen Beteiligten haben ausschließlich Einblick in vom Zi anonymisierte Daten. Rückschlüsse auf einzelne Praxen sind nicht möglich. 

Zum Hintergrund: Das Zi-Praxis-Panel
Das Zi-Praxis-Panel (ZiPP) ist die einzige repräsentative Erhebung zur jährlichen Entwicklung der wirtschaftlichen Situation von Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten. Das Zi erhebt die Daten im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Kassenärztlichen Vereinigungen. Im vergangenen Jahr nahmen etwa 5.000 Ärzte und Psychotherapeuten am ZiPP teil. 

Ihre Ansprechpartnerin:
Kristina Pezzei, kpezzei@zi.de ,Tel.: 030-4005 2411

Zentralinstitut für kassenärztliche Versorgung (Zi):
Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland ist das Forschungsinstitut der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung in der Rechtsform einer Stiftung des bürgerlichen Rechts. Das Institut wurde im Jahre 1973 gegründet. Es wird finanziert durch jährliche Zuwendungen der Kassenärztlichen Vereinigungen. Die Forschungsarbeiten und Studien des Zentralinstituts beschäftigen sich vorwiegend mit der vertragsärztlichen Versorgung unter Nutzung der von den Trägern dafür zur Verfügung gestellten Routinedaten. 

Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung 
in der Bundesrepublik Deutschland
Herbert-Lewin-Platz 3
10623 Berlin
Tel.: 030-4005 2450
Fax: 030-4005 2490 
E-Mail: zi@zi.de 

Bild Startseite: proDente e. V. / Johann Peter Kierzkowski

Abrechnung bei Zahnersatz: Ihre Mithilfe ist gefragt!

In regelmäßigen Abständen erscheinen in den Medien Berichte über angebliche Intransparenz in Sachen Zahnersatz, vermeintlich falsches Abrechnungsverhalten der Zahnärzte und damit verbundene hohe Kosten für Patienten. Die öffentliche Diskussion wird dabei in der Regel aufgeregt und skandalisiert geführt. Fakten und Hintergründe bleiben häufig völlig auf der Strecke. 

Mit einem neuen Projekt will die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) daher jetzt die Grundlage dafür schaffen, solchen ungerechtfertigten Vorwürfen und Spekulationen öffentlichkeitswirksam entgegentreten zu können. Dafür benötigt die KZBV die breite Unterstützung möglichst vieler Zahnarztpraxen.

Die KZBV hat ein Software-Modul für Praxisverwaltungssysteme (PVS) entwickelt, mit dem sämtliche Daten der Zahnersatzabrechnung einschließlich der GOZ-Daten bei gleich- und andersartigen Versorgungen elektronisch an die KZBV übermittelt werden können – die Zustimmung der Praxisinhaberin oder des Praxisinhabers vorausgesetzt. Diese kann durch Bestätigung per Taste oder Mausklick gegeben und jederzeit rückgängig gemacht werden.

Für die Praxen entsteht durch die Übertragung kein zusätzlicher Zeitaufwand, falls diese die Funktion nutzen wollen. Die Datenerhebung ist freiwillig, funktioniert verschlüsselt und ist vollständig anonymisiert. Das Software-Modul der KZBV erfüllt dabei vollumfänglich alle Anforderungen des Datenschutzes.

Umfangreiche Informationen über die Abrechnung beim Zahnersatz

Die regulär an die KZVen übermittelten Abrechnungsdaten enthalten bislang keine Informationen über die Struktur der GOZ-Rechnungen, also über abgerechnete Leistungen, deren jeweilige Anzahl und den Steigerungsfaktor. Hinsichtlich der andersartigen Versorgungen liegen den KZVen in der Regel überhaupt keine Daten vor. Die neue Erhebung der KZBV schließt nun diese Informationslücke und schafft eine ebenso umfängliche wie solide Datenbasis, um ganz im Interesse der Zahnärzteschaft das Abrechnungsverhalten in den Praxen bei gleich- und andersartige ZE-Versorgung transparent zu machen.

Neben des eingangs genannten Informationsvorsprungs bei medialen Diskussionen gibt es weitere gute Gründe für die statistische Erhebung: Die Krankenkassen verfügen – im Gegensatz zu den KZVen und der KZBV – über umfangreiche Informationen über gleich- und andersartige Versorgungen, wenn die Versicherten ihnen ihre Abrechnungen zur Erstattung vorlegen. Damit die KZBV in der häufig auch öffentlich geführten Auseinandersetzung zu dem Thema mit „gleichlangen Spießen“ die Interessen der Kolleginnen und Kollegen wirksam vertreten kann, müssen dafür adäquate Daten vorliegen, auf die unsere Argumente gestützt werden können.

Auch bei den Punktwertverhandlungen für Zahnersatz zwischen der KZBV und dem GKV-Spitzenverband ist eine qualitativ hochwertige und solide Datenbasis, die das Abrechnungsgeschehen auch bei gleich- und andersartigen Leistungen abbildet, dringend erforderlich. Sowohl von Schiedsämtern, aber auch von Seiten der Rechtsprechung werden zunehmend höhere Anforderungen an die KZBV gestellt, wenn es um nachvollziehbare Strukturberechnungen geht. Die bisher für die KZBV verfügbaren Datengrundlagen werden diesen Ansprüchen nicht mehr gerecht. Es müssen vielmehr bei Bedarf repräsentative Auswertungen zur Leistungs- und Kostenstruktur vorgelegt werden können.

Für einen Erfolg dieses ambitionierten Projekts ist die KZBV auf die aktive Mitarbeit möglichst vieler Praxen angewiesen. Nur mit dieser Unterstützung kann die KZBV die Interessen der Vertragszahnärzteschaft glaubwürdig, wirksam und faktengestützt vertreten. Daher bitten wir um eine rege Teilnahme! Praxen können sich unabhängig von ihrem verwendeten PVS-System an der Zahnersatz-Statistikerhebung der KZBV beteiligen. 

Allerdings sollten sich teilnehmende Praxen vorab beim Hersteller ihres Systems informieren, ob dieser das KZBV-ZE-Software Modul kostenlos zur Verfügung stellt. Einige Entwickler - aber eben nicht alle - verlangen von Zahnärztinnen und Zahnärzten eine Nutzungsgebühr. Bei allen technischen Fragen zur Übermittlung der ZE-Statistikdaten an die KZBV oder sonstigem Hilfebedarf sollten sich Praxen in erster Linie an ihren Software-Hersteller wenden. Für darüber hinausgehende Fragen, die der Software-Hersteller nicht beantworten kann, steht auch die KZBV als Ansprechpartner zur Verfügung
(E-Mail: statistik(at)kzbv.de).

Übersichtsgrafik Qualitätsförderung

Der zahnärztliche Berufsstand ist bestrebt, in den Praxen vor Ort immer die möglichst beste Versorgungsqualität für Patientinnen und Patienten zu gewährleisten. Eine umfassende Qualitätsförderung ist zentrale kontinuierliche Aufgabe aller Zahnärztinnen und Zahnärzte.

 

Die KZBV stellt dafür eine Übersichtsgrafik mit weiterführenden Erläuterungen zur Verfügung, die anschaulich, leicht verständlich und transparent über die einzelnen Elemente zahnärztlicher Qualitätsförderung informiert und die Sie hier herunterladen können:

KZBV-Übersichtgrafik
Qualitätsförderung (PDF)

PZR-Umfrage-Ergebnisse 2017

Die KZBV hat im April 2017 bei 113 gesetzlichen Krankenkassen eine Umfrage zu den Angeboten der Kassen hinsichtlich der PZR durchgeführt. Gefragt wurde nach der konkreten Leistung der jeweiligen Kasse im Zusammenhang mit einer PZR, nach Absprachen mit KZVen und danach, ob der Zahnarzt frei nach der GOZ abrechnen kann.

 

36 Krankenkassen haben sich mit freiwilligen Selbstauskünften an der Umfrage beteiligt. Die KZBV übernimmt für Inhalt und Vollständigkeit keine Gewähr. Ein Teil der Angebote basiert auf sogenannten Selektivverträgen und hat damit eine Einschränkung der freien Zahnarztwahl zur Folge. 

Hier gelangen Sie zu den 

DMS V-Praxisplakat

Bundeszahnärztekammer und KZBV haben in Zusammenarbeit mit dem Institut der Deutschen Zahnärzte ein Plakat zur Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) zur Verwendung in der Zahnarztpraxis herausgegeben. Es informiert über die positiven Ergebnisse der Studie und fordert die Patienten auf, den nächsten Kontrolltermin zu vereinbaren:


Auf den Seiten der KZBV erhalten Sie außerdem eine 

Bestechlichkeit / Bestechung

Bestechlichkeit / Bestechung
im Gesundheitswesen
KZBV / BZAEK: Info-Broschüre (Rechtsgrundlagen)

Die in der breiten Öffentlichkeit geführte Diskussion um Korruption und Bestechlichkeit im Gesundheitswesen war für den Gesetzgeber Anlass, eine entsprechende neue Strafrechtsnorm zu beschließen. Zudem gewinnen Transparenz und Compliance in der öffentlichen Wahrnehmung zunehmend an Bedeutung.

Die strikte Einhaltung rechtlicher Vorgaben ist daher Ziel und Auftrag jedes einzelnen Zahnarztes sowie des zahnärztlichen Berufsstandes in seiner Gesamtheit. Fragen wie „Was darf ich denn noch?“ und „Was ist verboten?“ sind inzwischen fester Bestandteil des Beratungsalltags von Zahnärztekammern und Kassen-
zahnärztlichen Vereinigungen.

Die Info-Broschüre zu diesem Thema in der Schriftenreihe "Rechtsgrund-
lagen für die Zahnarztpraxis" möchte Antworten geben und helfen, Verunsicherungen abzubauen. 

Qualitätsförderung

BZÄK/KZBV: 
Agenda Qualitätsförderung

 

Mit dieser Agenda legen BZÄK und KZBV ihre überarbeiteten Positionen zur Qualitätsförderung in der Zahnmedizin in Anknüpfung an die gemeinsame Agenda Qualitäts-
förderung aus dem Jahr 2004 vor, zeigen Perspektiven für die Weiterentwicklung durch den Berufsstand und Forderungen an die Gesundheitspolitik für die kommenden Jahre auf.

 

Die Ziele, Grundsätze und Handlungsempfehlungen der Agenda beziehen sich sowohl auf die Patienten als auch auf die in der zahnmedizinischen Versorgung tätigen Zahnärzte und Beschäftigten. Leitbild ist eine Beziehung zwischen Zahnarzt und Patient, die von Vertrauen geprägt ist.

 

Mehr dazu auf den Internetseiten der BZAEK und der KZBV.

Hier geht es zum Download der

Agenda Qualitätsförderung
(PDF)
.

Frühkindliche Kariesprävention

BZÄK-/KZBV-Versorgungskonzept „Frühkindliche Karies vermeiden“

BZÄK und KZBV haben gemeinsam mit dem Bundesverband der Kinderzahnärzte (BuKiZ) und dem Deutschen Hebammenverband (DHV) sowie unter der wissenschaftlichen Begleitung der Universität Greifswald ein Konzeptpapier zur frühkindlichen Kariesprävention unter dem Titel „Frühkindliche Karies vermeiden“ entwickelt.


Sie können das Konzeptpapier im Internet einsehen und herunterladen:

Frühkindliche Karies vermeiden (PDF).

Alters- und Behindertenzahnheilkunde

BZÄK-/KZBV-Versorgungs-
konzept „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter“

 

In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ) und der Arbeitsgemeinschaft für Behindertenbehandlung im Bundesverband Deutscher Oralchirurgen (BDO) entstand unter dem Titel „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter“ ein Konzept, mit dem die Heraus-
forderungen an die zahnmedizinische Versorgung von Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen angegangen werden können.


Das Konzeptpapier kann im Internet eingesehen und heruntergeladen werden:

Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter (PDF).