Schrift größerSchriftart kleinerSchriftart vergrößernDruckenDrucken

Aktuell: Nachrichten, Trends und Neuerungen

+++ HEALTH 3.0 in Düsseldorf +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Alleskönner Zahnbürste +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Hohe Gesundheitsrisiken bei Parodontitis +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Abrechnung bei Zahnersatz: Mithilfe gefragt! +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ ZE: Neue moderne Therapie jetzt GKV-Leistung +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Hohe Gesundheitsrisiken bei Parodontitis +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Kartenterminal: Austausch erforderlich +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Prüfpflicht für Arztbewertungsportale +++ hier lesen Sie mehr +++

HEALTH 3.0 in Düsseldorf

Foto: © S. Hofschläger / pixelio.de

Am 1. und 2. Dezember 2016 findet in der Landeshauptstadt Düsseldorf zum wiederholten Mal die HEALTH 3.0 statt. Für Gesundheitswissenschaftler, Mediziner, Politiker und Unternehmer bietet sich hier eine Plattform zum Austausch von Meinungen und Gedanken zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit sowie Versorgungsqualität unseres Gesundheitssystems.

Die HEALTH 3.0 vermittelt einen Einblick auf die aktuellen Veränderungen im Gesundheitswesen, stellt angesichts der stetig fortschreitenden Digitalisierung dessen Elastizität und Flexibilität auf den Prüfstand, gibt Anregungen für die wissenschaftliche Entwicklung auf diesem Sektor und verschafft Forderungen nach geeigneten politischen Rahmenbedingungen Gehör (ein Beispiel ist hier die Qualitätssicherung im Netz).

Die Digitalisierung wird Gesundheitswesen und Gesundheitsmarkt in den kommenden Jahren stark verändern. Dies betrifft die Beziehung zwischen Patienten und medizinischen Leistungserbringern (Ärzten/Krankenhäuser) oder Apothekern und anderen Gesundheitsdienstleistern ebenso wie die Medizintechnik. Gesundheits-Apps, Diagnosen per PC, permanente Vitalparametermessung mit direktem fachlichen Reponse, schnelle Arzneimittellieferung und persönliche Dosierung, digitales Krankenhausmanagement und Patientenmanagement werden mehr und mehr Wirklichkeit.

Die Folgen sind veränderte Versorgungsstrukturen, Wertschöpfungsketten, Unternehmensstrategien und Berufsbilder. Die HEALTH 3.0 bietet ihren Teilnehmern die Möglichkeit zur Analyse, Beurteilung und Diskussion dieser Auswirkungen moderner Technologien auf den Gesundheitssektor.

Veranstaltungsbroschüre mit Programm:
Broschüre zur Health 3.0. (PDF)

Es besteht die Möglichkeit, sich online anzumelden.

Zurück zum Seitenanfang

Alleskönner Zahnbürste

Foto: © Tim Reckmann / pixelio.de

Der Bericht einer Frauenzeitschrift hat es ans Licht gebracht: Zahnbürsten können universeller eingesetzt werden, als vielen bislang bekannt war. Findige Hausfrauen (und -männer) greifen für das Putzen schwer zugänglicher und kniffliger Stellen oft und gerne auf eine Zahnbürste zurück. Und auch im Arbeitsalltag kann der Alleskönner Zahnbürste beim Reinigen der Bürogerätschaften zum Einsatz kommen, z. B. wenn es gilt, schnell und gründlich die Tastatur zu reinigen.

Sie ist handlich, schmal und trotzdem in der Lage, Druck auszuüben: Das sind die Eigenschaften, durch die eine Zahnbürste auch als Universal-Haushaltshilfe reüssiert. Bei der Auflistung der Frauenzeitschrift „Brigitte“, an welchen Stellen sich überall im Haushalt mit großem Putzerfolg eine Zahnbürste einsetzen lässt, gerät man leicht ins Staunen.

Wie rückt man Verkalkungen und Schmutz im Bad zu Leibe? Richtig: Indem man Armaturenränder, den Abfluss von Waschbecken oder Badewanne, den Duschkopf, die Fugen und Ritzen der Duschkabine, sogar die Haarbürste, den elektrischen Rasierer und den Ventilator des Föhns mit der Zahnbürste schrubbt.

Und wie macht man Verschmutzungen, hartnäckigen Ablagerungen und Flecken in der Küche den Garaus? Auch das ist mit einer Zahnbürste als Allzweckwaffe kein Problem. Sie putzt Siebe, Gegenstände mit Gittern, Käsereiben, Scheiben und Messer von Mixern sowie Besteck und Geschirr aller Art blitzblank, zeigt sich hervorragend geeignet für schmale Gläser und Flaschen mit kleinen Öffnungen, schmirgelt den Toaster und andere Küchengeräte von innen sauber und kommt bestens um Herd- und Schubladenknöpfe herum. Und im Büro kennt sie absolut kein Pardon bei Verschmutzungen von Tastaturen, Smartphonehüllen, Fernbedienungen und Kopfhörern.

Beim Reinigen von Tür-, Fenster- und Bilderrahmen, Schubladen oder der Gummilippen an Kühlschrank und Waschmaschine ist sie ebenfalls eine große Hilfe. Und last, but not least ist ihre Putzeffizienz auch bei Schmuck aller Art (bei Silberschmuck gerne in Kombination mit Zahnpasta!) unübertroffen. Manche kommen sogar auf die Idee, ihre Schuhsohlen, besonders die mit starkem Profil, mit der Zahnbürste zu reinigen – die Bürste dann aber bitte nach Gebrauch unbedingt entsorgen!

Bleibt nur zu hoffen, dass all die fleißigen Hausfrauen und -männer, die regelmäßig mit der Zahnbürste fast den gesamten Haushalt wienern, ihre Zähne mit ebenso großem Putzeifer rundum und strahlend sauber halten.

Zurück zum Seitenanfang

Hohe Gesundheitsrisiken bei Parodontitis

Foto: Dr. Uwe Neddermeyer

Mehrere aktuelle Studien weisen einen Zusammenhang von Parodontitis und dem Entstehen von Speiseröhrenkrebs und sogar Brustkrebs nach. Außerdem erhöht eine Parodontitis die Sterblichkeitsrate bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz.

In der Zeitschrift Infectious Agents and Cancer haben Forscher aus den USA und China bei einer Untersuchung von 100 Patienten mit Speiseröhrenkrebs und 30 gesunden Menschen bei 61 Prozent der von den Krebspatienten entnommenen Gewebeproben das Bakterium Porphyromonas gingivalis nachgewiesen. Die Gewebeproben der Probanden ohne Krebserkrankung enthielten diesen Keim dagegen nicht.

Zwar sind die genauen Zusammenhänge zwischen Porphyromonas gingivalis und dieser Krebsart noch unbekannt. Die Forschungen könnten sich jedoch als ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur erfolgreichen Bekämpfung von Speiseröhrenkrebs erweisen, der besonders im Frühstadium nur schwer erkennbar ist und sehr schnell streut.

Im Journal Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention wurden außerdem die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und dem Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, nachweist. US-amerikanische Wissenschaftler der Universität von Buffalo werteten die Daten von 73.737 Teilnehmerinnen an der Women‘s Health Initiative Observational Study aus, die sich alle in der Postmenopause befanden und noch nicht an Brustkrebs erkrankt waren. 26,1 Prozent von ihnen, also mehr als ein Viertel der Frauen, wies eine Parodontitis auf.

Nach 6,7 Jahren waren viele der an Parodontitis erkrankten Frauen auch an Brustkrebs erkrankt. Gegenüber einem 14-prozentigen Gesamtrisiko für diese Erkrankung war das Risiko bei Frauen mit einer Parodontitis, die nicht rauchten, um 6 Prozent erhöht. Bei Raucherinnen mit Parodontitis war die Gefahr, an Brustkrebs zu erkranken, sogar um 36 Prozent höher. Der Verdacht liegt nahe, dass durch die Entzündung im Mundbereich Bakterien leichter in den Kreislauf gelangen und das Brustgewebe befallen können.

Auch für Menschen mit einer chronischen Niereninsuffizienz (CKD) bedeutet eine Parodontitis eine große Gefahr. In einem Artikel im Journal of Clinical Periodontology ist zu lesen, dass CKD-Patienten mit Parodontitis eine höhere Sterblichkeitsrate aufweisen als CKD-Patienten mit guter Mundgesundheit. Britische Wissenschaftler der University of Birmingham ermittelten auf Grundlage einer nationalen Gesundheitsumfrage unter rund 14.000 US-Amerikanern bei CKD-Patienten mit Parodontitis nach 10 Jahren eine Sterblichkeitsrate von 41 Prozent, während die Rate bei den CKD-Patienten ohne Parodontitis nach Ablauf dieses Zeitraums bei 32 Prozent lag.

Zurück zum Seitenanfang

Abrechnung bei Zahnersatz: Ihre Mithilfe ist gefragt!

Foto: © Viktor Mildenberger / pixelio.de

In regelmäßigen Abständen erscheinen in den Medien Berichte über angebliche Intransparenz in Sachen Zahnersatz, vermeintlich falsches Abrechnungsverhalten der Zahnärzte und damit verbundene hohe Kosten für Patienten. Die öffentliche Diskussion wird dabei in der Regel aufgeregt und skandalisiert geführt. Fakten und Hintergründe bleiben häufig völlig auf der Strecke. 

Mit einem neuen Projekt will die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) daher jetzt die Grundlage dafür schaffen, solchen ungerechtfertigten Vorwürfen und Spekulationen öffentlichkeitswirksam entgegentreten zu können. Dafür benötigt die KZBV die breite Unterstützung möglichst vieler Zahnarztpraxen.

Die KZBV hat ein Software-Modul für Praxisverwaltungssysteme (PVS) entwickelt, mit dem sämtliche Daten der Zahnersatzabrechnung einschließlich der GOZ-Daten bei gleich- und andersartigen Versorgungen elektronisch an die KZBV übermittelt werden können – die Zustimmung der Praxisinhaberin oder des Praxisinhabers vorausgesetzt. Diese kann durch Bestätigung per Taste oder Mausklick gegeben und jederzeit rückgängig gemacht werden.

Für die Praxen entsteht durch die Übertragung kein zusätzlicher Zeitaufwand, falls diese die Funktion nutzen wollen. Die Datenerhebung ist freiwillig, funktioniert verschlüsselt und ist vollständig anonymisiert. Das Software-Modul der KZBV erfüllt dabei vollumfänglich alle Anforderungen des Datenschutzes.

Umfangreiche Informationen über die Abrechnung beim Zahnersatz

Die regulär an die KZVen übermittelten Abrechnungsdaten enthalten bislang keine Informationen über die Struktur der GOZ-Rechnungen, also über abgerechnete Leistungen, deren jeweilige Anzahl und den Steigerungsfaktor. Hinsichtlich der andersartigen Versorgungen liegen den KZVen in der Regel überhaupt keine Daten vor. Die neue Erhebung der KZBV schließt nun diese Informationslücke und schafft eine ebenso umfängliche wie solide Datenbasis, um ganz im Interesse der Zahnärzteschaft das Abrechnungsverhalten in den Praxen bei gleich- und andersartige ZE-Versorgung transparent zu machen.

Neben des eingangs genannten Informationsvorsprungs bei medialen Diskussionen gibt es weitere gute Gründe für die statistische Erhebung: Die Krankenkassen verfügen – im Gegensatz zu den KZVen und der KZBV – über umfangreiche Informationen über gleich- und andersartige Versorgungen, wenn die Versicherten ihnen ihre Abrechnungen zur Erstattung vorlegen. Damit die KZBV in der häufig auch öffentlich geführten Auseinandersetzung zu dem Thema mit „gleichlangen Spießen“ die Interessen der Kolleginnen und Kollegen wirksam vertreten kann, müssen dafür adäquate Daten vorliegen, auf die unsere Argumente gestützt werden können.

Auch bei den Punktwertverhandlungen für Zahnersatz zwischen der KZBV und dem GKV-Spitzenverband ist eine qualitativ hochwertige und solide Datenbasis, die das Abrechnungsgeschehen auch bei gleich- und andersartigen Leistungen abbildet, dringend erforderlich. Sowohl von Schiedsämtern, aber auch von Seiten der Rechtsprechung werden zunehmend höhere Anforderungen an die KZBV gestellt, wenn es um nachvollziehbare Strukturberechnungen geht. Die bisher für die KZBV verfügbaren Datengrundlagen werden diesen Ansprüchen nicht mehr gerecht. Es müssen vielmehr bei Bedarf repräsentative Auswertungen zur Leistungs- und Kostenstruktur vorgelegt werden können.

Für einen Erfolg dieses ambitionierten Projekts ist die KZBV auf die aktive Mitarbeit möglichst vieler Praxen angewiesen. Nur mit dieser Unterstützung kann die KZBV die Interessen der Vertragszahnärzteschaft glaubwürdig, wirksam und faktengestützt vertreten. Daher bitten wir um eine rege Teilnahme! Praxen können sich unabhängig von ihrem verwendeten PVS-System an der Zahnersatz-Statistikerhebung der KZBV beteiligen.

Allerdings sollten sich teilnehmende Praxen vorab beim Hersteller ihres Systems informieren, ob dieser das KZBV-ZE-Software Modul kostenlos zur Verfügung stellt. Einige Entwickler - aber eben nicht alle - verlangen von Zahnärztinnen und Zahnärzten eine Nutzungsgebühr. Bei allen technischen Fragen zur Übermittlung der ZE-Statistikdaten an die KZBV oder sonstigem Hilfebedarf sollten sich Praxen in erster Linie an ihren Software-Hersteller wenden. Für darüber hinausgehende Fragen, die der Software-Hersteller nicht beantworten kann, steht auch die KZBV als Ansprechpartner zur Verfügung (E-Mail: statistik@kzbv.de).

Zurück zum Seitenanfang

ZE: Neue moderne Therapie jetzt GKV-Leistung

Foto: proDente

Ein- oder zweiflüglige einspannige Adhäsivbrücken mit Metallgerüst zum Ersatz eines Schneidezahnes stehen ab 1. Juli jedem gesetzlich Versicherten als Regelversorgung zur Verfügung. Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte können die Leistung ab dem genannten Zeitpunkt mit gesetzlichen Krankenkassen abrechnen, teilt die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) mit. Bislang war die Verwendung dieser Brücken als GKV-Leistung grundsätzlich nur bei Versicherten im Alter zwischen 14 und 20 Jahren möglich.

Bereits im Februar hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) - das oberste Beschlussgremium der GKV - eine entsprechende Anpassung der Zahnersatz-Richtlinie verabschiedet. Diese war im Mai in Kraft getreten. Nachdem die KZBV als stimmberechtigte Trägerorganisation an den Beratungen des G-BA mitgewirkt hatte, musste die Richtlinienänderung anschließend noch im Einheitlichen Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen (BEMA) nachvollzogen werden. Die Umsetzung der Leistung geht auf eine entsprechende Einigung von KZBV und GKV-Spitzenverband (GKV-SV) zurück.

Schonung der Zahnsubstanz - ästhetisch überzeugendes Ergebnis

„Adhäsivbrücken mit Metallgerüst sind seit Jahren eine wissenschaftlich anerkannte Therapiemethode, mit der insbesondere Lücken im Schneidezahnbereich unter Schonung der Zahnsubstanz mit einem ästhetisch überzeugenden Ergebnis versorgt werden können. Die KZBV überprüft im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrages regelmäßig den Katalog prothetischer Leistungen. Mit diesen Brücken haben wir jetzt allen GKV-Versicherten ein hochmodernes und minimalinvasives Verfahren zu Lasten der Kassen zugänglich gemacht. Damit entspricht die Regelversorgung im Bereich Zahnersatz wieder dem aktuellen Stand zahnmedizinischer Erkenntnisse“, sagte Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV. Zugleich werde damit dem Anspruch der Versicherten auf eine optisch ansprechende Versorgung Rechnung getragen.

Die neuen Bestimmungen sehen vor, dass bei Versicherten, die das 14., noch nicht aber das 21. Lebensjahr vollendet haben, nun auch der adhäsive Ersatz von zwei nebeneinander fehlenden Schneidezähnen möglich ist. Hierbei können – je nach individuellem Befund – zwei einflügelige Adhäsivbrücken mit je einem Brückenglied oder auch eine zweiflügelige Adhäsivbrücke mit zwei Brückengliedern eingesetzt werden.

Hintergrund – Adhäsivbrücken

Adhäsivbrücken sind festsitzender Zahnersatz, bei dem ein Brückenglied mit einem Klebeflügel an der Schmelzoberfläche der benachbarten Pfeilerzähne adhäsiv (= haftend, ohne mit der Klebefläche zu verschmelzen) verankert wird. Die Brücken dienen dem Ersatz fehlender Schneidezähne. Benachbarte Zähne müssen dafür ausreichend intakten Zahnschmelz aufweisen und dürfen nur kleine Defekte haben. Der besondere Vorteil einer solchen Versorgung ist die Schonung der Zahnhartsubstanz, da die Zähne nur geringfügig beschliffen werden müssen. Der Einsatz von einflügeligen Adhäsivbrücken ist auch möglich, wenn sich der Kiefer noch im Wachstum befindet. Besonders bei jüngeren Patientinnen und Patienten kann eine solche Versorgung daher von Vorteil sein.

Pressmitteilung der KZBV vom 29. Juni 2016

Zurück zum Seitenanfang

Hohe Gesundheitsrisiken bei Parodontitis

Foto: © Paul-Georg Meister / pixelio.de

Mehrere aktuelle Studien weisen einen Zusammenhang von Parodontitis und dem Entstehen von Speiseröhrenkrebs und sogar Brustkrebs nach. Außerdem erhöht eine Parodontitis die Sterblichkeitsrate bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz.

In der Zeitschrift Infectious Agents and Cancer haben Forscher aus den USA und China bei einer Untersuchung von 100 Patienten mit Speiseröhrenkrebs und 30 gesunden Menschen bei 61 Prozent der von den Krebspatienten entnommenen Gewebeproben das Bakterium Porphyromonas gingivalis nachgewiesen. Die Gewebeproben der Probanden ohne Krebserkrankung enthielten diesen Keim dagegen nicht. Zwar sind die genauen Zusammenhänge zwischen Porphyromonas gingivalis und dieser Krebsart noch unbekannt. Die Forschungen könnten sich jedoch als ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur erfolgreichen Bekämpfung von Speiseröhrenkrebs erweisen, der besonders im Frühstadium nur schwer erkennbar ist und sehr schnell streut.

Im Journal Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention wurden außerdem die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und dem Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, nachweist. US-amerikanische Wissenschaftler der Universität von Buffalo werteten die Daten von 73.737 Teilnehmerinnen an der Women‘s Health Initiative Observational Study aus, die sich alle in der Postmenopause befanden und noch nicht an Brustkrebs erkrankt waren. 26,1 Prozent von ihnen, also mehr als ein Viertel der Frauen, wies eine Parodontitis auf. Nach 6,7 Jahren waren viele der an Parodontitis erkrankten Frauchen auch an Brustkrebs erkrankt. Gegenüber einem 14-prozentigen Gesamtrisiko für diese Erkrankung war das Risiko bei Frauen mit einer Parodontitis, die nicht rauchten, um 6 Prozent erhöht. Bei Raucherinnen mit Parodontitis war die Gefahr, an Brustkrebs zu erkranken, sogar um 36 Prozent höher. Der Verdacht liegt nahe, dass durch die Entzündung im Mundbereich Bakterien leichter in den Kreislauf gelangen und das Brustgewebe befallen können.

Auch für Menschen mit einer chronischen Niereninsuffizienz (CKD) bedeutet eine Parodontitis eine große Gefahr. In einem Artikel im Journal of Clinical Periodontology ist zu lesen, dass CKD-Patienten mit Parodontitis eine höhere Sterblichkeitsrate aufweisen als CKD-Patienten mit guter Mundgesundheit. Britische Wissenschaftler der University of Birmingham ermittelten auf Grundlage einer nationalen Gesundheitsumfrage unter rund 14.000 US-Amerikanern bei CKD-Patienten mit Parodontitis nach 10 Jahren eine Sterblichkeitsrate von 41 Prozent, während die Rate bei den CKD-Patienten ohne Parodontitis nach Ablauf dieses Zeitraums bei 32 Prozent lag.

Zurück zum Seitenanfang

gemalto-Kartenterminal: Austausch erforderlich

Bildnachweis siehe unten

Im Laufe dieses Jahres werden die Krankenkassen elektronische Gesundheitskarten (eGK) der Generation 2 (G2) herausgeben. Diese Gesundheitskarten können vom stationären Kartenterminal GCR 5500-D der Firma gemalto GmbH nicht gelesen werden.

Nach Auskunft der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (gematik) sind etwa 5.000 Kartenterminals bundesweit in den Praxen im Einsatz und müssen nun ausgetauscht werden. Bei der Anschaffung eines neuen Gerätes werden die betroffenen Praxen finanziell in Form einer Pauschale in Höhe von 58,89 € für ein multifunktionales Kartenterminal (MKT+) unterstützt. Das MKT+ Kartenterminal kann bis zum Start der Telematikinfrastruktur genutzt werden, danach wird ein onlinefähiges Kartenterminal benötigt.

Diese Finanzierungslösung wurde zwischen KZBV, KBV, DKG und dem GKV-Spitzenverband festgelegt. Die Kassen zahlen die Pauschale für maximal 5.000 stationäre Kartenterminals. Die gematik hat auf ihrer Internetseite (gematik.de) weitere Informationen bereitgestellt. Durch folgenden Link gelangen Sie zu der entsprechenden Informationsseite der geamtik:
gematik-Informationsseite.

Bitte benutzen Sie das Formular der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), welches auf dieser Informationsseite unter dem Punkt Anträge an dritter Stelle steht, und senden es an die angegebenen Kontaktadressen.

Zahnärzte tragen dort u. a. die Seriennummer des von Ihnen verwendeten stationären Kartenterminals ein und bestätigen so die Berechtigung des Erhalts der Pauschale. Das ausgefüllte Formular senden sie anschließend an die angegebenen Kontaktadressen. Anträge auf Auszahlung der Pauschale können längstens bis zum 31. Juli 2016 eingereicht werden. Wird die Höchstzahl von 5.000 Erstattungen vorher erreicht sein, ist keine weitere Auszahlung mehr möglich.

Die Auszahlung der Pauschale erfolgt durch die KZV. Die KZV erhält von der gematik eine Liste der berechtigten Zahnärzte sowie den Gesamtbetrag der weiterzuleitenden Pauschalen.

Ihre
Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein

Bildnachweis: By Lumu [Public domain or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons, erstellt nach einer Vorlage des Bundesministeriums für Gesundheit

Zurück zum Seitenanfang

Prüfpflicht für Arztbewertungsportale

Bild: © Thorben Wengert / pixelio.de

Nach der Klage eines Zahnarztes hat der BGH in einem Grundsatzurteil entschieden, dass ein Portalbetreiber für abgegebene Bewertungen haftet, wenn er zumutbare Prüfpflichten verletzt. Die Prüfpflicht richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls. Bei dem vor dem BGH anhängigen Rechtsstreit hatte der Zahnarzt eine negative Bewertung erhalten und daraufhin einen Nachweis verlangt, dass der Patient tatsächlich in seiner Praxis gewesen sei.

Der Bundesgerichtshof (BGH) verwies das Verfahren zurück an die Vorinstanz zu Neuverhandlung (Az.: VI ZR 34/15). Vor dem Hintergrund der Entscheidung des BGH vom 1. März 2016 zu Arzt- und Zahnarztbewertungsportalen im Internet raten Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und Bundezahnärztekammer (BZÄK) Nutzern zu einem ebenso kritischen wie verantwortungsvollen Umgang mit entsprechenden Online-Plattformen.

Portale können Behandlungsqualität im klinischen Sinne nicht widerspiegeln

Für eine qualitativ hochwertige zahnärztliche Versorgung sind gut informierte Patientinnen und Patienten eine wichtige Voraussetzung. Das Internet kann in bestimmten Fällen durchaus nützlich sein, eine geeignete Zahnärztin oder einen Zahnarzt zu finden. Bewertungsportale können demnach für eine erste, oberflächliche Orientierung hilfreich sein.

Nutzer sollten allerdings nicht zu viel von solchen Plattformen erwarten, denn diese können lediglich subjektive Erfahrungen und Eindrücke von anderen Patienten abbilden und nach den jeweiligen Kriterien des Betreibers bewerten. Die tatsächliche und letztlich entscheidende Behandlungsqualität im klinischen Sinne können Bewertungsportale in der Regel nicht widerspiegeln. Auch die persönliche und häufig langjährige Vertrauensbeziehung zwischen Patient und Behandler kann durch einen Online-Abgleich in keiner Weise ersetzt werden.

Wichtig ist, dass Bewertungsportale gewisse Qualitätsstandards erfüllen. KZBV und BZÄK haben daher für Nutzer und Anbieter den Leitfaden „Gute Praxis Zahnarztbewertungsportale“ erstellt. Die Qualitätskriterien des Leitfadens beziehen sich auf rechtliche, inhaltliche und technische Aspekte. Ebenso wichtig sind Verständlichkeit, Transparenz und die Pflichten des Herausgebers.

KZBV und BZÄK, Gemeinsame Presseerklärung vom 1. März 2016

Zurück zum Seitenanfang

DMS V – Praxisplakat

KZBV / BZAEK: DMS-V-Plakat

Bundeszahnärztekammer und KZBV haben in Zusammenarbeit mit dem Institut der Deutschen Zahnärzte ein Plakat zur Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) zur Verwendung in der Zahnarztpraxis herausgegeben. Es informiert über die positiven Ergebnisse der Studie und fordert die Patienten auf, den nächsten Kontrolltermin zu vereinbaren:
Praxisplakat DIN A4 (PDF)
Praxisplakat DIN A3 (PDF)

Auf den Seiten der KZBV erhalten Sie außerdem eine
Kurzfassung der DMS V (PDF).

PZR – Praxisplakat

KZBV: PZR – Praxisplakat

Die KZBV hat Anfang 2016 bei den 118 gesetzlichen Krankenkassen eine Umfrage zu den Angeboten der Kassen hinsichtlich der PZR durchgeführt. Gefragt wurde nach der konkreten Leistung der jeweiligen Kasse im Zusammenhang mit einer PZR, nach Absprachen mit KZVen und danach, ob der Zahnarzt frei nach der GOZ abrechnen kann. 63 Krankenkassen haben sich mit freiwilligen Selbstauskünften an der Umfrage beteiligt. Die KZBV übernimmt für Inhalt und Vollständigkeit keine Gewähr. Ein Teil der Angebote basiert auf sogenannten Selektivverträgen und hat damit eine Einschränkung der freien Zahnarztwahl zur Folge.

Die KZBV stellt die
Umfrage-Ergebnisse
(Stand Februar 2016)
und ein
Praxisplakat (DIN A4 und DIN A3)

online zur Verfügung.

Bestechlichkeit / Bestechung

Bestechlichkeit / Bestechung
im Gesundheitswesen
KZBV / BZAEK: Info-Broschüre (Rechtsgrundlagen)

Die in der breiten Öffentlichkeit geführte Diskussion um Korruption und Bestechlichkeit im Gesundheitswesen war für den Gesetzgeber Anlass, eine entsprechende neue Strafrechtsnorm zu beschließen. Zudem gewinnen Transparenz und Compliance in der öffentlichen Wahrnehmung zunehmend an Bedeutung. Die strikte Einhaltung rechtlicher Vorgaben ist daher Ziel und Auftrag jedes einzelnen Zahnarztes sowie des zahnärztlichen Berufsstandes in seiner Gesamtheit. Fragen wie „Was darf ich denn noch?“ und „Was ist verboten?“ sind inzwischen fester Bestandteil des Beratungsalltags von Zahnärztekammern und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen. Die Info-Broschüre zu diesem Thema in der Schriftenreihe "Rechtsgrundlagen für die Zahnarztpraxis" möchte Antworten geben und helfen, Verunsicherungen abzubauen.

Rechtsgrundlagen und Hinweise
für die Zahnarztpraxis –
Bestechlichkeit und Bestechung
im Gesundheitswesen
(Info-Broschüre; PDF)

Qualitätsförderung

BZÄK/KZBV:
Agenda
Qualitätsförderung

Mit dieser Agenda legen BZÄK und KZBV ihre überarbeiteten Positionen zur Qualitätsförderung in der Zahnmedizin in Anknüpfung an die gemeinsame Agenda Qualitätsförderung aus dem Jahr 2004 vor, zeigen Perspektiven für die Weiterentwicklung durch den Berufsstand und Forderungen an die Gesundheitspolitik für die kommenden Jahre auf.

Die Ziele, Grundsätze und Handlungsempfehlungen der Agenda beziehen sich sowohl auf die Patienten als auch auf die in der zahnmedizinischen Versorgung tätigen Zahnärzte und Beschäftigten. Leitbild ist eine Beziehung zwischen Zahnarzt und Patient, die von Vertrauen geprägt ist. Mehr dazu auf den Internetseiten der BZAEK und der KZBV.

Download
Agenda Qualitätsförderung (PDF)

Frühkindliche Kariesprävention

BZÄK-/KZBV-
Versorgungs-
konzept
„Frühkindliche Karies
vermeiden“

BZÄK und KZBV haben gemeinsam mit dem Bundesverband der Kinderzahnärzte (BuKiZ) und dem Deutschen Hebammenverband (DHV) sowie unter der wissenschaftlichen Begleitung der Universität Greifswald ein Konzeptpapier zur frühkindlichen Kariesprävention unter dem Titel „Frühkindliche Karies vermeiden“ entwickelt, das Sie im Internet als PDF-Datei einsehen und herunterladen können.

Alters- und Behindertenzahnheilkunde

BZÄK-/KZBV-
Versorgungs-
konzept „Mundgesund
trotz Handicap und
hohem Alter“


In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ) und der Arbeitsgemeinschaft für Behindertenbehandlung im Bundesverband Deutscher Oralchirurgen (BDO) entstand unter dem Titel „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter“ ein Konzept, mit dem die Herausforderungen an die zahnmedizinische Versorgung von Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen angegangen werden können. Das Konzeptpapier kann im Internet als PDF-Datei eingesehen und heruntergeladen werden.