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Aktuell: Nachrichten, Trends und Neuerungen

+++ Gesundheit bei Kindern hoch in Kurs +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Deutsche schätzen ihren Zahnarzt +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Roboter als Zahnarztpatient +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Parodontitis Ursache von Anämie +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Ursprung von Zahn- und Kieferfehlstellungen +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Drogen schaden den Zähnen +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Zahnfleischerkrankungen und Lungenkrankheit +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Teufelskreislauf Diabetes – Parodontitis +++ hier lesen Sie mehr +++

+++ Auslaufmodell Diskette: in Zukunft online +++ hier lesen Sie mehr +++

Gesundheit bei Kindern hoch in Kurs

Foto: Dr. Best

Die Kindergesundheitsstudie 2011/2012 des Deutschen Kinderschutzbundes hat gezeigt, dass Kinder sehr wissbegierig sind, wenn es um das Thema Gesundheit geht.

Die Ergebnisse der in Zusammenarbeit mit dem Sozialforschungsinstitut Prokids und dem Essener Schuhhersteller Elefanten entstandenen Studie lenken den Blick jedoch vor allem auch auf die Verpflichtung von Eltern, Ärzten und Lehrern, Kinder in ihrem Wunsch nach Gesundheitsaufklärung und Gesundheitsvorsorge umfassend zu unterstützen und anzuleiten. 

Die größte und bundesweit einzige Studie dieser Art, bei der in einer für Deutschland repräsentativen Stichprobe fast 5.000 Grundschüler im Alter zwischen 7 und 9 Jahren befragt wurden, brachte das ausgeprägte Gesundheitsbewusstsein dieser Altersgruppe zum Vorschein. Neben dem Wunsch, gesund zu sein und zu bleiben, ist bei den Kleinen auch ganz deutlich die Bereitschaft vorhanden, selbst etwas dafür zu tun.

Für 83 % der Kinder ist Gesundheit demnach „sehr wichtig“. Als beste Voraussetzungen für Gesundheit werden von 62 % der Kinder dabei eine gesunde Ernährung, von 34 % Sport und Bewegung und an dritter Stelle Aspekte wie „Spaß haben“ oder „keine Angst haben“ angeführt. Die Mehrheit der Kinder weiß auch, dass ihr eigenes Verhalten mit ihrer Gesundheit zusammenhängt. Die Aussage "Wenn ich gesund bleiben will, muss ich auf bestimmte Dinge achten" bejahen immerhin 68 Prozent mit "stimmt sehr". 78 Prozent der befragten Sieben- bis Neunjährigen geben außerdem an, mehr über Gesundheitsförderung und Prävention wissen zu wollen.

Verpflichtung zur Aufklärung und Anleitung

Dieser ausgeprägte Wissensdurst und die Bereitschaft, aktiv für die eigene Gesundheit vorzusorgen, bieten eine große Chance, die Kinder entsprechend anzuleiten und sie möglichst früh an einen gesundheitsorientierten Lebensstil heranzuführen. Das Ergebnis der Studie verpflichtet somit Eltern, Ärzte und Lehrer, sich noch weit mehr als bisher dafür zu engagieren, den Wunsch der Kinder nach gesunder Ernährung, ausreichender Bewegung und Stressbewältigung in die Tat umzusetzen. Gerade angesichts der von der Studie nachgewiesenen Unsicherheit vieler Grundschüler, was sie für ihre Gesundheit tun können, ist die Erwachsenenwelt gefragt. Denn Kinder bevorzugen es generell, Informationen von ihren nächsten Bezugspersonen wie ihren Eltern oder von Autoritätspersonen aus ihrem Umfeld wie Ärzten und Lehrern zu erhalten. Fehlt von dieser Seite eine ausreichende Unterstützung, ist die Neigung groß, sich an Werbung, Fernsehen und Internet zu orientieren.

Dabei fühlen sich die Kinder umso wohler und glücklicher, je mehr sie ihr Wissen eben von Eltern, Ärzten oder Lehrern vermittelt bekommen, während Kinder, die sich überwiegend über die Medien informieren, ein niedrigeres körperliches Wohlbefinden haben. Erschreckend in diesem Zusammenhang: Ein Drittel der befragten Grundschüler gibt an, dass das Thema Gesundheit im Unterricht nicht oder nur wenig vorkommt. Die Studie beweist somit einmal mehr, dass es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, eine Aufgabe für Elternhaus, Kindergarten und Schule und auch der Medien werden muss, Kindern frühzeitig eine umfassende Gesundheitsaufklärung und -förderung zuteilwerden zu lassen sowie mehr kindgerechte Angebote zu schaffen, um dem Einfluss der Werbung seriöse Information entgegenzusetzen.

elefanten.de / Ärzte Zeitung online

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Deutsche schätzen ihren Zahnarzt

Foto: proDente e. V.

Deutschen schätzen die Kompetenz ihres Zahnarztes und bleiben ihm langfristig treu: Rund 91 Prozent sind mit ihrem Zahnarzt „zufrieden“ bzw. „sehr zufrieden“.

Das ist die zentrale Aussage einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach (IfD) in Zusammenarbeit mit dem Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ), deren Ergebnisse heute veröffentlicht wurden.

„Die Zahnarztbindung in der Bevölkerung ist außerordentlich hoch, 90 Prozent der Patienten gehen immer zu dem selben Zahnarzt“, zitiert der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Peter Engel, die Studie. „In Bezug zu früheren Studien (2002 und 1995) ist die Bindung damit sogar noch etwas stärker geworden, dies ist eine Bestätigung für die solide Arbeit der Kollegen“, so Engel.
 
Für den Vorstandsvorsitzenden der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Jürgen Fedderwitz, sind die Umfragewerte ein Indikator für die tatsächliche zahnmedizinische Versorgungssituation: „Die Ergebnisse sind ein Indiz dafür, dass die Qualität der Behandlung und der Service in den Praxen stimmen. Schließlich können Versicherte eine ganze Reihe von Versorgungsparametern gut einschätzen, z.B. schnelle Terminvergabe und geringe Wartezeit, freundliches Personal, ausführliche Beratung, schmerzfreie Behandlung und eine dauerhafte Beschwerdefreiheit danach.“
 
Von den knapp 1800 repräsentativ ausgewählten Befragten haben 90 Prozent die Qualität der Behandlung positiv bewertet. 87 Prozent haben angegeben, ‚großes Vertrauen‘ in ihren Zahnarzt zu haben. 84 Prozent haben die zahnärztliche Versorgung in Deutschland generell als ‚gut‘ eingestuft. Die Ergebnisse bestätigen, dass die Zahnärzteschaft in der Bevölkerung insgesamt über ein sehr positives Ansehen verfügt.
 
Hintergrund:
Die Studienergebnisse über „Einstellungen und Bewertungen der Bevölkerung zur zahnärztlichen Versorgung in Deutschland“ stützen sich auf die Befragung von 1.788 Personen, die einen repräsentativen Querschnitt der erwachsenen deutschen Wohnbevölkerung in der Bundesrepublik bilden. Die Erhebung wurde im April/Mai 2011 vom Institut für Demoskopie Allensbach in Zusammenarbeit mit dem IDZ durchgeführt.
 
Infografik zum Download:
www.bzaek.de/presse/medienarchiv/patientenzufriedenheit.html  

BZÄK / KZBV, gemeinsame Pressemitteilung vom 23. Januar 2012

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Roboter als Zahnarztpatient

Foto: © Kokoro Co. Ltd

„Simroid“, eine neue Version des Schulungsroboters, den japanische Wissenschaftler am Nippon Dental University Hospital in Tokio entwickelt haben, ist darauf programmiert, sich wie ein menschlicher Patient zu verhalten, und zeigt zum Beispiel Schmerzreaktionen oder reagiert auf Sprachkommandos.

Der Roboter dient im Rahmen eines umfassenden dentalen Ausbildungsprogrammes dazu, möglichst realistische Bedingungen für das praktische Training angehender Zahnmediziner im Umgang mit Patienten herzustellen.

„Simroid“, übrigens eine „Sie“, ist eine von Roboterspezialisten des japanischen Unternehmens Kokoro in Zusammenarbeit mit Dr. Naotake Shibui vom Nippon Dental University Hospital in Tokio entwickelte „künstliche Patientin“, die nicht nur mit vielen Hightech-Instrumenten ausgestattet ist, sondern auch mit beweglichen Augen, einer elastischen Silikon-Haut, 32 sensorbestückten Zähnen und zahlreichen weiteren Sensoren im Mund und auf der Haut beeindrucken kann, die es ihr erlauben, menschliches Verhalten realistisch nachzuahmen.

„Simroid“ ist aufgrund ihrer Ausstattung in der Lage, mit Bewegungen und Sprache auf Schmerzen zu reagieren und so beispielsweise kurz mit dem Kopf zu zucken, sollte der angehende Zahnarzt ein zu ruppiges Verhalten an den Tag legen. Der Roboter rollt außerdem mit den Augen, zwinkert, verzieht das Gesicht und beklagt sich mit einem „Autsch!“, wenn der übende Zahnmediziner etwa mit dem Bohrer den „Nerv“ eines Zahns berührt hat. Gelangt ein Instrument zu tief in die Mundhöhle, reagiert Simroid sogar mit einem Würgereflex. Die Fähigkeiten der elektronischen Patientin sind damit jedoch noch nicht ausgeschöpft. So kann sie einfache Fragen wie „Ist alles in Ordnung?“ oder „Brauchen Sie mehr Betäubung?“ erkennen und auch beantworten. Mehr noch: Sie folgt ärztlichen Anweisungen und öffnet auf entsprechenden Zuruf hin den Mund oder dreht den Kopf.

Ihre Sensoren erfassen auch unwillkommene Berührungen, so ein versehentliches Anlehnen durch den behandelnden Zahnarzt in spe. Gegenüber der vor vier Jahren präsentierten ersten Version, der die Spracherkennung fehlte und die über deutlich weniger Sensoren verfügte, hat „Simroid“ damit inzwischen erhebliche Fortschritte gemacht. Auch bei den Studenten stößt der Roboter auf große Begeisterung, da für sie das Training mit „Simroid“ lebensecht und im Vergleich zu den Simulationen der Vor-Roboter-Ära auch ausgesprochen spannend ist, wie der Leiter des Nippon Dental University Hospitals, Akiro Hakamura, zu berichten weiß. Die Arbeit mit der künstlichen Patientin wird gefilmt und in Verbindung mit den Daten, die der Roboter aufzeichnet, analysiert und erörtert. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen wiederum eine Optimierung des „Simroid“-Trainingsprogramms. Neben Japanisch und Englisch sollen zukünftig auch weitere Sprachen in das Repertoire des Patienten-Roboters aufgenommen werden.

ndu.ac.jp / DigInfoTV / zm-online

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Parodontitis Ursache von Anämie

Foto: Dr. Uwe Neddermeyer

Eine Parodontitis verursacht häufig eine Reduzierung der roten Blutzellen und des Hämoglobinspiegels, was zu einer Anämie führen kann.

Eine im Journal of Periodontology publizierte Studie untersuchte Probanden mit einer schweren Entzündung des Zahnhalteapparates und kam zu dem Ergebnis, dass mehr als jeder dritte Studienteilnehmer einen deutlich niedrigeren Hämoglobinspiegel und weniger rote Blutkörperchen (Erythrozyten) aufwies, als dies bei gesunden Menschen der Fall ist.

Signifikant war ebenfalls die Verbesserung der Hämoglobin- und Erythrozytenwerte sowie des allgemeinen Blutbildes sechs Monate nach einer parodontologischen Behandlung der Probanden. Die Ergebnisse der Studie legen auch nahe, dass Frauen mit einer Parodontitiserkrankung ein höheres Anämierisiko haben als Männer: Im Vergleich wiesen weniger als drei Männer mit schwerer Zahnfleischentzündung eine Anämie auf, während es bei den Frauen über vier von zehn waren.

Diese Studie bestätigt damit noch einmal die Ergebnisse mehrerer vorangegangener Untersuchungen, die nach Aussage von Dr Nigel Carter, Chief Executive der British Dental Health Foundation, ebenfalls eine Verbindung zwischen Parodontitis und Anämie nachweisen konnten. Die aktuelle Studie zeigt, dass die Produktion von Abwehrstoffen durch den Körper infolge der Entzündungsreaktion einen negativen Einfluss auf die Hämoglobinproduktion bzw. die Produktion der roten Blutkörperchen hat. Ein positives Ergebnis liegt darin, dass sich dieser Effekt durch eine zahnmedizinische Behandlung der Parodontitis über einen relativ kurzen Zeitraum von sechs Monaten hinweg als rückläufig erweist.

Journal of Periodontology/British Dental Health Foundation

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Ursprung von Zahn- und Kieferfehlstellungen

Foto: proDente

Die Kiefer- und Zahnfehlstellungen moderner Menschen könnten womöglich durch die bäuerliche Lebensweise bedingt sein, die der Mensch nach dem Übergang von den Jäger- und Sammlerkulturen zu den Ackerbau- und Viehzuchtgesellschaften annahm. Durch die veränderten Nahrungsgewohnheiten verkürzte und verbreiterte sich der Kieferknochen, wie die Studie einer britischen Wissenschaftlerin ergeben hat.

Die britische Wissenschaftlerin Noreen von Cramon-Taubadel von der University of Kent vermutet, dass die Nahrung der Bauern stärker verarbeitet und gekocht wurde als bei den Jägern und Sammlern und sich auf diese Weise die Belastung der Kiefer reduzierte. Dieses Forschungsergebnis stützt sich auf die Analyse der Kiefer elf früher menschlicher Populationen aus unterschiedlichen Regionen der Welt, die die Wissenschaftlerin in Museen vorgefunden hat.

Weniger Kauen müssen

Sechs hatten eine bäuerliche Lebensweise geführt, fünf waren Jäger-und-Sammler-Gemeinschaften. Die Kiefer der Jäger und Sammler waren länger und schmaler, zudem gab es noch in einigen anderen Merkmalen Unterschiede. Cramon-Taubadel kam zu dem Schluss, dass die Bauern vermutlich weniger lang und intensiv kauen mussten als die Jäger und Sammler und diese nachlassende biomechanische Belastung zur Veränderung der Knochenform geführt hat. Durch die Verkürzung des Kiefers wurde der Platz für die Zähne kleiner und waren letztlich wohl Zahn- und Kieferfehlstellungen, wie sie auch heutzutage häufig beobachtet werden, die Folge.

Ärzte Zeitung / PNAS 2011

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Drogen schaden den Zähnen

Foto: © manwalk / Pixelio

Eine US-amerikanische Studie hat gezeigt, dass Personen, die ein Suchtverhalten aufweisen, eine schlechte Mundgesundheit haben. Insbesondere der Konsum von Opiaten führt teilweise zu einer Verschlechterung der Gesundheit von Mund und Zähnen innerhalb nur eines Jahres.

US-amerikanische Forscher der Fakultät für öffentliche Gesundheit, Zahnmedizin und innere Medizin der Boston University untersuchten die Auswirkungen des Konsums verschiedener Drogensubstanzen, Alkohol, Stimulanzien, Opiate und Marihuana eingeschlossen, auf die Gesundheit des Mundes und der Zähne. Die Gruppe der untersuchten Personen wurde regelmäßig über den Status ihrer Mundgesundheit mittels einer Fünf-Punkte-Skala von schlecht bis hervorragend befragt.

Die statistische Auswertung der Patientenbefragung zeigte keine signifikanten Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten der Drogensubstanzen und dem Status der oralen Gesundheit auf. Die Ergebnisse zeigten jedoch eindeutig, dass 60 Prozent aller befragten Personen von einer lediglich leidlichen oder sogar einer schlechten Mund- und Zahngesundheit berichteten. Bei den Konsumenten von Opiaten zeigte es sich, dass sich ihre orale Gesundheit innerhalb nur eines Jahres verschlechterte.

Dies bestätigt die unter Medizinern verbreitete Annahme, dass die Gesundheit von Zähnen und Zahnfleisch ein signifikantes Gesundheitsproblem von Drogenabhängigen darstellt und Betreuer das Potential oraler Gesundheitsprobleme nicht außer Acht lassen dürfen. Es ist zu wünschen, dass die Untersuchungsergebnisse in Zukunft zu einer Einbeziehung der oralen Gesundheit in die Diskussion über die medizinische Versorgung von Süchtigen führen.

Boston University Medical Center/Journal of Substance Abuse Treatment

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Zahnfleischerkrankungen und Lungenkrankheit

Foto: © Halina Zaremba / Pixelio

Patienten mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) sollten ganz besonders auf eine gute Zahn- und Mundhygiene achten, wie Lungenfachärzte raten.

Die Lungenfachärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) weisen aufgrund von Forschungsergebnissen darauf hin, dass COPD-Patienten ein besonders hohes Risiko haben, Zahnfleischerkrankungen und verfrühten Zahnverlust zu erleiden. Diese Aussage basiert auf einer Studie von Wissenschaftlern der University of New York in Buffalo, an der fast 14.000 Personen teilgenommen haben und die ergeben hat, dass der Zahnhalteapparat von Personen mit der Lungenerkrankung COPD früher Defizite aufweist als der gesunder Personen.

Umgekehrt neigen Menschen mit überdurchschnittlich frühem Zahnverlust anscheindend auch eher dazu, an COPD zu erkranken. Nach Ansicht der Forscher ist die Ursache hierfür darin zu sehen, dass Bakterien, die zu Parodontitis führen, auch in die Lunge wandern und diese infizieren können. Die mit einer COPD-Erkrankung einhergehenden Entzündungsprozesse in der Lunge werden dadurch wahrscheinlich noch zusätzlich angefacht. Deshalb sollten COPD-Patienten sich nicht nur mehrmals täglich ihre Zähne gründlich putzen, sondern ebenfalls die Zahnzwischenräume mit Zahnseide reinigen und regelmäßig zur Prophylaxe ihren Zahnarzt aufzusuchen.

Weiterführende Informationen zu den Ursachen dieser Lungenkrankheit sowie zu Behandlungs- und Präventionsmaßnahmen bei COPD und anderer Atemwegs- und Lungenerkrankungen erhalten Sie unter www.lungenaerzte-im-netz.de.

Parodontosehilfe / DZW

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Teufelskreislauf Diabetes – Parodontitis

Foto: © Hans-Peter Häge / Pixelio

Patienten mit Diabetes müssen auch zum Zahnarzt geschickt werden. Denn zwischen Diabetes und Parodontitis kann ein Teufelskreislauf entstehen: Diabetes begünstigt die Parodontitis-Progression und die Krankheit des Zahnhalteapparates wiederum erschwert die glykämische Kontrolle. Die Zusammenarbeit von Human- und Zahnmedizinern ist bei Diabetikern daher besonders wichtig.

Das betonen Diabetologen und Parodontologen in einem in „Der Internist“ veröffentlichten Konsensuspapier. Denn bereits mehrere Studien haben belegt, dass im Vergleich zu Nicht-Diabetikern sowohl die Typ-1- als auch die Typ-2-Diabetes bei Betroffenen die Entzündung der Gingiva fördert und die Sondierungstiefe erhöht. Der Knochenabbau ist bei Diabetikern größer und sie verlieren öfter Zähne.

Diabetiker mit Parodontitis haben darüber hinaus eine schlechtere glykämische Einstellung als parodontal gesunde Diabetiker. Dass die Erkrankung des Zahnhalteapparates den Blutzuckerspiegel erhöht, deutet eine bevölkerungsbasierte Studie an: Je stärker die Parodontitis binnen fünf Jahren fortschritt, desto schlechter war der HbA1C-Wert.

Erhöhtes Sterberisiko

Für Diabetiker besonders relevant ist die erhöhte Sterberate. Bei fortgeschrittener Parodontitis ist das Risiko für kardiovaskulären Tod 2,3-fach und für Tod durch Nierenerkrankung 8,5-fach höher als bei Diabetikern mit keiner oder leichter Parodontitis.

Eine nicht-chirurgische Parodontitis-Therapie besserte in mehreren Studien bei Typ-2-Diabetes die Stoffwechselkontrolle. Je nach Metaanalyse sank der HbA1C-Wert um 0,4 bis 0,8 Prozentpunkte.

Fazit: Human- und Zahnmediziner sollten bei der Betreuung von Diabetikern eng zusammenarbeiten.

Ärzte Zeitung

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Softdrinks schaden Gesundheit

Foto: © motograf / Pixelio

Der Konsum von sogenannten Soft- oder Energydrinks schadet nicht nur den Zähnen, sondern erhöht auch den Blutzuckerspiegel, führt zu Gewichtzunahme und kann auf Dauer zu Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Eine aktuelle ernährungswissenschaftliche Studie hat den Zusammenhang zwischen dem Konsum von mit Fructose gesüßten Softdrinks und deutlich erhöhtem Gesundheitsrisiko erstmals nachgewiesen.

Die Werbung für Soft- oder Energy-Drinks verspricht eine Verbesserung der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit. Was hier jedoch verschwiegen wird: Durch den regelmäßigen Konsum solcher vor allem bei Kindern und Jugendlichen beliebten Süßgetränke nimmt man täglich zum Teil weit über 100 Gramm verschiedener Zuckerarten wie Fructose (Fruchtzucker) und Saccharose (Haushaltszucker) zu sich. Schon eine Dose eines gängigen Energy-Drinks enthält zwischen 25 und 30 Gramm Zucker, während zum Beispiel ein Apfel demgegenüber nur etwa sechs Gramm Fructose enthält. Der Fruchtzucker Fructose wird von der Lebensmittelindustrie meist künstlich, d. h. wie andere Zuckerarten aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben gewonnen, dann mit Wasser und Geschmacksmitteln vermischt und als Süßgetränk auf den Markt gebracht.
Durch die Süßgetränke wird dem Körper demnach mehr Fructose zugeführt, als dieser direkt verarbeiten kann. In einer ernährungswissenschaftlichen Studie hat ein Züricher Endokrinologe jetzt nachgewiesen, dass die Aufnahme von Fructose bei einem mäßigem Konsum von Soft- oder Energydrinks bereits in einem Zeitraum von Wochen eine gesundheitsschädliche Wirkung nach sich ziehen kann.

Gewichtszunahme und Atheriosklerose

Fructose kann im Gegensatz zur Glukose nicht im Körper gespeichert werden, sondern wandelt sich zum Teil direkt in Fett um. Die Probanden der Studie, junge, gesunde Männer im Alter von 19 bis 25 Jahren, tranken während drei Wochen dreimal am Tag je zwei Deziliter an Süßgetränken, die entweder Fructose, Glukose oder Saccharose enthielten, und wiesen bereits nach dreißig Tagen nicht nur einen größeren Bauchumfang auf als zuvor, sondern ebenfalls einen höheren Blutzuckerspiegel und schlechtere Cholesterin-Werte. Außerdem bewirkte der Konsum der Süßgetränke das Auftreten von kleineren, dichteren LDL-Partikeln, die ein besonderer Risikofaktor für Atheriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind. Des Weiteren waren die Entzündungsmarker im Blut (hs-CRP) um etwa das Doppelte angestiegen. Trinken Personen also über einen längeren Zeitraum Süßgetränke, kann das Risiko für Gefäßverkalkungen mit allen Folgen wie Herzinfarkt oder Diabetes steigen. Dagegen ist für Saccharose, den Haushaltszucker, eine ähnliche Wirkung auf den Fettstoffwechsel nicht nachzuweisen.

American Journal of Clinical Nutrition / UZH News (Universität Zürich)

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Auslaufmodell Diskette: in Zukunft online

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Mit Sony stellt der marktführende Hersteller Anfang 2011 die Produktion von Disketten ein. Unter anderem deshalb wird es ab dem 1. Juli 2011 nicht mehr möglich sein, die Abrechnungsdaten per Diskette an die KZV Nordrhein zu senden.

Ab 2011 werden den nordrheinischen Vertragszahnärzten alternative Übertragungswege und mit myKZV-Start zudem ein vereinfachter Zugang zum Online-Portal myKZV zur Verfügung gestellt.

Die Diskette, mit der ein großer Teil der nordrheinischen Praxen Daten an die KZV übermittelt, wurde bereits 1981 von der Firma Sony der Öffentlichkeit vorgestellt. In den folgenden dreißig Jahren wurden Generationen von Computern von immer neuen Modellen abgelöst. Wer heute noch ein Diskettenlaufwerk kaufen möchte, stößt daher im Fachhandel auf einiges Befremden. Bei den Geräten, die von der KZV für das automatische Einlesen von Diskettenstapeln verwendet werden, handelt es sich um historische Modelle, die gehegt und gepflegt werden müssen, weil es seit geraumer Zeit auf den Weltmarkt (!) keinen Ersatz mehr gibt. Vor diesem Hintergrund kann nicht verwundern, dass die Weiterverarbeitung der Disketten in der KZV Nordrhein ab dem 1. Juli 2011 nicht mehr möglich sein wird. Zahnarztpraxen, die bislang ihre Abrechnungsdaten per Diskette übermitteln, bietet die KZV Nordrhein verschiedene alternative Übertragungswege an:

Online-Übermittlung über myKZV und myKZV-Start

Das bewährte Abrechnungsportal myKZV wird zurzeit schon von zirka 1 000 Praxen genutzt. Neben der Datenübermittlung werden umfangreiche Funktionen angeboten. Hierzu zählen u. a.

  • der Zugriff auf alle Dokumente, die die KZV Nordrhein den Praxen zur Verfügung stellt,
  • der direkte Zugriff auf Finanzdaten (Kontoauszug) und HVM-Rechner,
  • das Nachrichtencenter,
  • eine Empfangsbestätigung unmittelbar nach der Datenübermittlung und
  • die Quartalsabrechnung.

Um die notwendige Umstellung auf andere Übertragungswege zu erleichtern, wird die KZV ab 2011 einen vereinfachten Zugang zu myKZV eröffnen. myKZV-Start wird durch ein sogenanntes Softzertifikat (eine Datei, die den Praxen von der KZV Nordrhein zur Verfügung gestellt wird) abgesichert. Über myKZV-Start können künftig allerdings ausschließlich Abrechnungsdaten aus der Praxis an die KZV Nordrhein übermittelt werden. Die übrigen komfortablen Funktionen von myKZV stehen nicht zur Verfügung. Beide Online-Varianten bieten darüber hinaus mit doppelter Verschlüsselung der Daten den höchstmöglichen Sicherheitsstandard auch und gerade im Vergleich mit dem Datenversand auf dem Postweg.

Übergangslösungen: CD oder Papier

Von Praxen, die keine Möglichkeit haben, die Daten online zu senden, akzeptiert die KZV Nordrhein ab Frühjahr 2011 die CD als Datenträger. Wegen der empfindlichen Oberfläche, der Bruchgefahr beim Postversand und der aufwendigen Erstellung des Datenträgers stellt die CD allerdings nur eine Übergangstechnologie dar. Außerdem können Abrechnungsdaten weiterhin zu den bekannten Konditionen (zusätzliche Verwaltungskosten) auf Papier eingereicht werden. Die KZV Nordrhein ist jedoch bemüht, den Anteil der Papierabrechner weiter zu reduzieren. Die aufwendige Datenerfassung verursacht hohe Kosten. Darüber hinaus werden durch die zeitintensive Nachbearbeitung Arbeitsprozesse und Rechnungslegungen in der KZV Nordrhein verzögert.

myKZV: das volle Programm nutzen

Für alle Praxen gibt es unabhängig vom Ende der Ära der Diskette weitere gute Gründe, künftig online abzurechen. Die Online-Übertragung der Daten und das Portal myKZV mit seinen umfangreichen komfortablen Funktionen stellen die kostengünstigste und mittelfristig die einzig sinnvolle Übertragungsweise der komplexen Daten dar. Die Online-Abrechnung ist einfach, schnell und bietet das höchste Sicherheitsniveau. Die Nutzung des Online-Portals muss nicht vom Praxisrechner erfolgen, sondern kann von einem privaten PC aus durchgeführt werden.

Von der Online-Datenübertragung profitieren alle Praxen direkt und indirekt – über eine Erleichterung und Beschleunigung der Weiterverarbeitung der Daten in der KZV. Umso mehr gilt das, als im Jahr 2011 auch für die Leistungsarten PAR und KG/KB Abrechnungsmodule bereitgestellt werden, die auch für diese Leistungsarten eine elektronische Übermittlung der Daten von der Praxis zur KZV ermöglichen. Parallel dazu ist es das gemeinsame Ziel aller KZVen, auch bei ZE auf die Papierübermittelung von der Praxis zur KZV zu verzichten. Die KZBV führt darüber bereit erfolgversprechende Verhandlungen mit den Krankenkassen.

Dr. Uwe Neddermeyer

Die nächsten Informationsdienste (ID) werden ausführlich über die neuen Möglichkeiten und die notwendigen Schritte zum Zugang zu myKZV und myKZV-Start informieren.


Weiteres zu myKZV lesen Sie hier.

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Report Tabakprävention

Rauchen und Mundgesundheit –
Bedeutung der Zahnärzte in der Tabakprävention

Der unter diesem Titel vom Deutschen Krebsforschungszentrum und Bundeszahnärztekammer herausgegebene neue Report zum Thema Mundgesundheit und Tabakprävention zeigt, dass Rauchen nicht nur das Risiko für Parodontalerkrankungen und Zahnverlust erhöht, sondern auch Mundhöhlenkrebs verursachen kann, an dem in Deutschland jährlich etwa 10.000 Menschen erkranken und rund 4.500 sterben.

Die beste Vorsorge ist ein konsequenter Rauchstopp. Dieser gelingt besonders gut mit professioneller Unterstützung – gerade auch durch den Zahnarzt. Denn Zahnärzte sehen ihre Patienten zumeist regelmäßig und haben daher gute Chancen, zu einem Rauchstopp zu motivieren. Der Report gibt Zahnärzten für die Raucherberatung Interventionsstrategien an die Hand, die in der Praxis gut umsetzbar sind.

Der Report kann im Internet unter
www.tabakkontrolle.de
als PDF-Dokument eingesehen und heruntergeladen werden.

Jubiläumsdokumentation

Handbuch der wissenschaftlichen Fachgesellschaften in der DGZMK

Mit diesem jetzt erschienenen Handbuch hat die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde die dreibändige Schriftenreihe zu ihrem 150-jährigen Jubiläum abgeschlossen, von der bereits die beiden Chroniken „Geschichte der DGZMK – 1859–2009“ sowie „Die Geschichte der zahnärztlichen Fachgesellschaften Ostdeutschlands“ vorliegen.

Das Handbuch beschreibt die Fachgesellschaften, Arbeitskreise und weiteren Gruppierungen unter dem Dach der DGZMK in ihrer Historie und ihrem Aufbau. Auch Forschungsprojekte werden behandelt. Außerdem werden die wichtigen Adressen der universitären Zahnheilkunde und verschiedener Verbände innerhalb der Zahnmedizin Deutschlands aufgeführt. Das Handbuch stellt somit sowohl für den niedergelassenen Zahnarzt als auch für den Einsteiger in die Zahnmedizin einen kompakten und informativ gestalteten Leitfaden dar.

Die Bände der Schriftenreihe können einzeln oder komplett über die DGZMK-Geschäftsstelle bezogen werden:

DGZMK
Liesegangstr. 17 a
40211 Düsseldorf
Telefon: 02 11 / 61 01 98 0
Fax: 02 11 / 61 01 98 11
E-Mail: dgzmk@emaildgzmk.de.

Ratgeber Krebsvorsorge

Mundhöhlen-
karzinom –
Mundschleimhaut-
veränderungen
früh erkennen und
behandeln

Jährlich erkranken in Deutschland 10.000 Menschen an einem Mundhöhlenkarzinom. Das frühzeitige Erkennen durch den Zahnarzt ist angesichts dieser Daten und der unverändert schlechten Überlebensraten von besonderer Wichtigkeit.

Die Bundeszahnärztekammer hat zu diesem Thema in Zusammenarbeit u. a. mit der DGZMK und der DGMKG eine von der Deutschen Krebshilfe herausgegebene Ratgeber-Broschüre zum Thema „Erkennung oraler Risikoläsionen in der zahnärztlichen Praxis“ aufgelegt.

Den Ratgeber können Sie
über die Deutsche Krebshilfe beziehen –
telefonisch unter
02 28 / 7 29 90-0
oder per E-Mail unter
deutsche@emailkrebshilfe.de

oder von den Internetseiten der Bundeszahnärztekammer
unter
http://www.bzaek.de/fileadmin/
PDFs/Infos/dkratgeber.pdf

herunterladen.

AD(H)S und Zahngesundheit

Besser verstehen – leichter behandeln:
Praxis-Ratgeber
zu AD(H)S-Patienten

Die IKG/Initiative Kiefergesundheit hat den ersten
Praxis-Ratgeber „AD(H)S-Kinder in der kieferorthopädischen bzw. zahnärztlichen Praxis herausgegeben.

Neuere Studien zeigen, dass Kinder mit AD(H)S zu den Zahngesundheits-Risiko-Kindern gehören – sie haben beispielsweise signifikant mehr Frontzahn-Traumata, höhere gingivale Entzündungsgrade und einen höheren kieferorthopädischen Behandlungsbedarf. Rund 1 Million Kinder in Deutschland haben leichte bis schwere AD(H)S. Insbesondere die Kinder mit Hyperaktivitäts-Anteil an der ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Störung) sind in den Praxen oft schwer behandelbar.

Der Praxis-Ratgeber der IKG gibt auf 40 Seiten eine Übersicht über den derzeitigen Stand des Wissens um die Ursachen der Erkrankung und liefert dazu Informationen rund um die Medikation der Kinder und die Auswirkungen auf die kieferorthopädische/zahnärztliche Behandlung.

Sie können den ADHS-Ratgeber der IKG (Format DIN A 5) zum Selbstkostenpreis von 4,95 Euro zzgl. Versandkosten bestellen

per E-Mail: info@emailikg-online.de,
per Telefax: 0 30 / 24 63 21 34,
per Post: Initiative Kiefergesundheit, Ackerstraße 3, 10115 Berlin.