Der Zahnarzt war der Täter!

Foto: © Tony Hegewald / pixelio.de

Zahnarzt und Patient tot: Sie haben den mörderischen Kriminalfall aus dem Rheinischen Zahnärzteblatt 2/2017, S. 133, gelöst?

Dann brauchen Sie nicht weiterzulesen. Für alle anderen:

Der Täter war natürlich der Zahnarzt Dr. Pentecost, der unter extremer Kurzsichtigkeit litt. Seine neue Brille war nicht geliefert worden, und eitel wie er war, ging er lieber ganz ohne Sehhilfe aus dem Haus als mit einem veralteten Gestell, obwohl ihm bereits das Anziehen der Socken Probleme bereitet hatte. Ohne Brille fast blind, betäubte er später in der Praxis erst versehentlich seinen Patienten und richtete bei der anschließenden Behandlung ein Blutbad an. Anschließend stürzte er in Panik aus dem Raum – allerdings nicht durch die Tür, sondern durch das Fenster.

War Dr. Pentecosts Sehvermögen wirklich so stark beeinträchtigt? Carter sah da – im Gegensatz zu dem bedauernswerten Dentisten – ganz klar: Ein Golfspieler, der 300 Schläge für eine Runde benötigt??? Der Mann musste blind wie ein Maulwurf gewesen sein.

 

(Entnommen dem Buch von Linus Höke, Peter Gitzinger, Roger Schmelzer, Ari Plikat: Das böse Buch für Zahnärzte, Lappan 2015, ISBN 978-3830343363, S. 59 ff.)