Forschung & Umfragen

Ärzte und Polizisten bei Vertrauensranking die Spitzenreiter

Ihnen vertrauen die Deutschen am meisten: Ärzten und Polizisten. Bei einer Forsa-Umfrage eroberten die beiden Berufsgruppen den ersten Platz im Hinblick auf das ihnen entgegengebrachte Vertrauen. Einen deutlichen Vertrauenszuwachs kann die Bundeswehr für sich verbuchen. Stark eingebrochen ist demgegenüber das Vertrauen in die Politik und zentrale politische Institutionen.
Von Öffentlichkeitsarbeit (sk)
Erstellt am 27.01.2025
Quelle: zm online | KV RLP
Ein Arzt und ein männlicher Patient schütteln einander die Hand, zu sehen sind die Hände und ein Teil der Arme. © ds17 – stock.adobe.om

Soziale Medien und Werbeagenturen Schlusslichter

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa führte im Dezember 2024 eine repräsentative Umfrage bei insgesamt 4.002 Personen durch. Auftraggeber waren das Wochenmagazin „Stern“ sowie die TV-Sender RTL und n-tv. Gefragt wurde danach, wie hoch das Vertrauen in unterschiedliche Institutionen und Berufsgruppen in Deutschland ist. Dabei hat sich gezeigt, dass Ärztinnen und Ärzte sowie die Polizei das meiste Vertrauen in der Bevölkerung genießen. Mit im Vergleich zur Vorjahresumfrage unveränderten 81 Prozent sind Ärzte und Polizisten damit die Spitzenreiter des aktuellen Forsa-Vertrauensrankings. Mit 74 Prozent und einem Plus von vier Prozent gegenüber dem letzten Jahr folgt das Bundesverfassungsgericht. Auch das Vertrauen in die Universitäten ist weiter ungebrochen (wie im Vorjahr 73 %).

Einen deutlichen Vertrauenszuwachs – plus sieben Prozent – konnte die Bundeswehr für sich verbuchen. 53 Prozent der Umfrageteilnehmer sprechen den Soldaten und Soldatinnen ihr Vertrauen aus – angesichts des in Europa wütenden Ukraine-Krieges vielleicht wenig überraschend. Dagegen haben die Politik und politische Institutionen einen erneuten Vertrauensverlust erlitten. In den Bundeskanzler setzen nur noch 20 Prozent ihr Vertrauen (ein deutliches Minus von 13 Prozent), in die Bundesregierung fast genauso wenig (21 Prozent). Auch das Vertrauen in die politischen Parteien ist auf magere 13 Prozent zurückgegangen (minus vier Prozent). Erschreckenderweise hat zudem das Ansehen des Bundestages gelitten: Dieser zentralen Institution der Demokratie in Deutschland bringen zurzeit 32 Prozent und damit knapp ein Drittel der Bevölkerung noch Vertrauen entgegen (minus fünf Prozent).

Werbeagenturen und die sogenannten sozialen Medien sind mit einem Vertrauenswert von jeweils sage und schreibe drei Prozent die einsamen Schlusslichter des Vertrauensrankings. Etwas besser schneiden noch die klassischen Medien ab. Während das Radio immerhin noch auf einen Vertrauenswert von 50 Prozent gelangt, erwecken TV-Sender deutlich weniger Vertrauen bei ihren Zuschauern und müssen sich mit 27 Prozent zufriedengeben.