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Fachkräftemangel bei ZFA hat sich nicht grundlegend verbessert

Wie der aktuelle Fachkräftereport März 2026 des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, belastet die anhaltend schwache Konjunktur weiter den Arbeitsmarkt. Obwohl die Zahl qualifizierter Kräfte ohne Beschäftigung gestiegen und das Angebot an offenen Stellen gesunken ist, kommt es weiterhin zu Fachkräfteengpässen. Das gilt auch für Zahnmedizinische Fachangestellte.
Von Öffentlichkeitsarbeit (sk)
Erstellt am 06.07.2026
Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft
Eine Zahnmedizinische Fachangestellte legt einen Mundschutz an. © Kierzkowski – proDente e. V.

Verfügbare Arbeitskräfte passen oft nicht zu konkreten Stellenprofilen

Die für März 2026 ermittelte Zahl qualifizierter Arbeitsloser hat im Vergleich zum vergangenen Jahr zugenommen. Damit ist die Zahl der arbeitssuchenden Fachkräfte bereits das vierte Jahr in Folge angestiegen. Demgegenüber hat sich die Zahl offener Stellen wie in den vorangegangenen zwei Jahren verringert. Während im März 2026 mehr als 1,3 Millionen qualifizierte Kräfte arbeitslos waren, was einem Plus von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht, verzeichneten Unternehmen etwa 1,1 Millionen offene Stellen – 4,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl qualifizierter Arbeitskräfte ohne Beschäftigung lag also deutlich über der Anzahl offener Stellen.

Dennoch erwies sich die Stellenbesetzung für Unternehmen 2026 ähnlich schwierig wie im Vorjahr. Grund dafür ist, dass die von Unternehmen erwünschten Qualifikationen nicht immer mit den Profilen von Arbeitssuchenden übereinstimmen. Auch wenn der Fachkräfteengpass im März 2026 aufgrund der schwachen Konjunktur um 7,8 Prozent geringer war als im März 2025, konnten rund 357.000 offene Stellen nicht mit passend qualifizierten Fachkräften besetzt werden. Damit ist es für Unternehmen immer noch kein leichtes Unterfangen, für konkrete Stellenprofile ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte zu finden.

Auch der rechnerische Fachkräfteengpass bei den Zahnmedizinischen Fachangestellten ist im Vergleich zum letzten Jahr gesunken – zwischen März 2025 und März 2026 um 1.913 auf 4.240 Stellen. Der Rückgang der Fachkräftelücke in diesem Bereich ist laut IW-Fachkräftereport jedoch ebenfalls das Ergebnis der aktuellen Arbeitsmarktsituation und bedeutet nicht, dass es für Zahnarztpraxen wesentlich leichter geworden ist, Stellen mit passenden Bewerberinnen und Bewerbern zu besetzen. Die Fachkräfteversorgung hat sich für Praxen demnach nicht grundlegend verbessert. Im März 2026 waren in ganz Deutschland 9.063 ZFA-Stellen offen. Für Zahnarztpraxen besteht damit aktuell eine Stellenüberhangsquote von 46,8 Prozent.

Angesichts des weiter bestehenden Fachkräftemangels in der deutschen Wirtschaft lautet die Empfehlung der Studienautoren für kleine und mittlere Unternehmen, offene Stellenprofile einer Prüfung zu unterziehen und zwingend erforderliche Anforderungen von Qualifikationen zu unterscheiden, die auch durch Einarbeitung oder Weiterbildung erworben werden können. Außerdem sollten Unternehmen schon frühzeitig durch Ausbildung, Teilqualifizierung oder strukturierte Einarbeitung von Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern für den Nachwuchs an Fachkräften sorgen.

   

Fachkräftereport März 2026

Bei Zahnarztpraxen weiterhin Fachkräftemangel

Der Fachkräftereport März 2026 des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) wurde als Studie im Rahmen des Projekts „Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung“ (KOFA) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) erstellt und kann auf der IW-Website heruntergeladen werden.