Zahnärzten kommt besondere Rolle bei Früherkennung zu
Sie stellen weltweit eine große Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar und betreffen vor allem Jugendliche und junge Erwachsene: sexuell übertragbare Krankheiten. Einige dieser Erkrankungen hinterlassen auch im Mundraum ihre Spuren. Zahnärztinnen und Zahnärzten sowie ihren Praxisteams kommt daher eine besondere Rolle zu, wenn es um die Früherkennung, eine erste Aufklärung der Patientinnen und Patienten und die Einleitung der Weiterbehandlung durch Überweisung an eine Facharztpraxis oder Klinik geht.
Praktische Orientierungshilfe
Eine nützliche Orientierungshilfe für die Zahnarztpraxis bietet die kürzlich vom Weltverband der Zahnärzte (FDI) veröffentlichte Übersicht „Sexuell übertragbare Krankheiten und die Mundhöhle – ein praktischer Leitfaden für Zahnärzte und zahnärztliche Teams“, die auf dem FDI-Leitfaden „Mundhöhle und sexuell übertragbare Krankheiten“ basiert und die wichtigsten Informationen des Leitfadens auf insgesamt zwei Seiten zusammenfasst. Sowohl die Kurzübersicht als auch der Leitfaden liegen in englischer Sprache vor. Die zweiseitige Kurzübersicht ist außerdem in Französisch und Spanisch verfügbar.
Neben einem Überblick über die wichtigsten sexuell übertragbaren Krankheiten bzw. Erreger, die sich auch auf die Mundhöhle auswirken können – wie etwa Chlamydien, Gonorrhö, Syphilis, Hepatitis, HIV, das Herpes-simplex-Virus und das humane Papillomavirus (HPV) – werden deren orale Symptome aufgeführt, Präventionsstrategien aufgezeigt, die wichtige Rolle der Zahnärzte bei der Früherkennung und Weiterleitung an fachärztliche Behandler beleuchtet sowie weitere Handlungsempfehlungen für zahnärztliche Teams zur Prävention und einem verantwortungsvollen Umgang mit betroffenen Patienten ausgesprochen.
FDI: Kurzübersicht und Leitfaden
Orale Symptome sexuell übertragbarer Krankheiten
Zur neuen FDI-Kurzübersicht „Sexually Transmitted Diseases and the Oral Cavity – a Practical Guide for Dentists and Dental Teams“ sowie zum FDI-Leitfaden „Oral Cavity and Sexually Transmitted Diseases“ gelangen Sie unter nachfolgenden Links.