Negative Effekte
Eine deutlich erkennbare Gewichtszunahme und eine höhere Energieaufnahme im Vergleich zum Verzehr von unverarbeiteten Lebensmitteln. Eine randomisierte, offene Crossover-Studie des Universitätsklinikums der Universität Tokio hat die Folgen durch den Verzehr von stark verarbeiteten Lebensmitteln (UPF) an übergewichtigen Männern aufgezeigt. Zudem soll eine reduzierte Kauhäufigkeit pro aufgenommen Kalorien den negativen Effekt noch weiter verstärken.
Die Untersuchung lief so ab, dass die Männer im Verhältnis 1:1 zufällig zu Beginn entweder mit UPF- oder Nicht-UPF-Ernährung versorgt wurden. Jede Ernährungsphase dauerte eine Woche und wurde von einer zweiwöchigen Auswaschphase unterbrochen. Primärer Endpunkt war die Veränderung des Körpergewichts, sekundäre Endpunkte die tägliche Energieaufnahme und die Kauhäufigkeit.
Wirksame Strategie zur Vorbeugung
Insgesamt wurden neun geeignete Studienteilnehmer zufällig den Gruppen zugeteilt, welche alle die Studie abschlossen. Im Durchschnitt nahmen sie in der UPF-Phase um 1.1 Kilogramm zu als in der Nicht-UPF-Phase. Zudem lag die tägliche Energieaufnahme in der UPF-Phase durchschnittlich um 813,5 kcal höher. Außerdem lag die Anzahl der Kaubewegungen bei UPF geringern, was darauf hinweist, dass stark verarbeitete Lebensmittel weniger gekaut werden müssen. Dadurch besteht die Gefahr einer unbewusst höheren Nahrungsaufnahme.
Das Fazit der Autoren: Eine Ernährungsweise mit wenig stark verarbeiteten Lebensmitteln kann aufgrund der Ergebnisse eine wirksame Strategie zur Vorbeugung von Adipositas sein.
UPF- vs. Nicht-UPF-Ernährung
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Die Studie „Ultra-processed foods cause weight gain and increased energy intake associated with reduced chewing frequency: A randomized, open-label, crossover study“ wurde im Fachjournal „Diabetes, Obesity and Metabolsim“ veröffentlicht.