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gematik: Gesellschafter beschließen Funktionserweiterung der ePA für alle

Ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung der elektronischen Patientenakte (ePA): Die Gesellschafter der gematik haben im September die Spezifikationen für eine neue Funktionserweiterung und damit verbundene Zeitpläne zur Umsetzung für die ePA für alle beschlossen. Im Folgenden ein Überblick über die aktuellen Ausbaustufen.
Von gematik
Erstellt am 15.09.2025
Ein Arzt zeigt mit dem Zeigefinger auf eine losgelöst schwebende elektronische Display-Anzeige mit dem Schriftzug „ePA. Elektronische Patientenakte“. © MQ-Illustrations – stock.adobe.com

Medikationsplan bietet strukturierte Dosierangaben

Der neue Funktionsumfang besteht im ersten Schritt aus der Erweiterung des digital gestützten Medikationsprozesses (dgMP) um den elektronischen Medikationsplan (eMP) sowie der Möglichkeit für Versicherte, z. B. bei neuen Zugriffen auf ihre ePA Push-Benachrichtigungen über ihre jeweilige Krankenkassen-App zu erhalten. In einer weiteren Ausbaustufe ist die Umsetzung der Volltextsuche und die Datenausleitung zu Forschungszwecken an das Forschungsdatenzentrum Gesundheit vorgesehen.

Die elektronische Medikationsliste (eML) als ein Teil des dgMP ist seit Start der ePA für alle verfügbar und unterstützt Ärzte und Ärztinnen sowie Apotheker und Apothekerinnen schon jetzt im Versorgungsalltag. Künftig kann ergänzend der eMP für die Behandlung genutzt werden: Der Medikationsplan bietet eine Übersicht über die aktuelle Medikamenteneinnahme von Patienten und Patientinnen. Hinzu kommt, dass strukturierte Dosierangaben und Einnahmehinweise für Medikamente hinzugefügt und eingesehen werden können. Damit können nun auch komplexe Dosierschemata abgebildet werden, die über das so genannte 4er-Schema beim bundeseinheitlichen Medikationsplan (BMP) hinausgehen. Die Angabe strukturierter Dosierangaben ist ein wichtiger Baustein für eine höhere Arzneimitteltherapie- und Patientensicherheit. 

Zudem können im dgMP Medikamente nachgetragen werden. Das betrifft beispielsweise BtM-Rezepte, die noch nicht elektronisch verschrieben werden können. Außerdem können künftig durch Ärzte und Ärztinnen sowie Apotheker und Apothekerinnen OTC-Präparate ergänzt werden. Dabei handelt es sich um rezeptfreie Medikamente wie z. B. Nasenspray oder Paracetamol, die frei verkäuflich sind.

Umsetzung der neuen Funktionalitäten bis Anfang 2027

Die Erweiterung des dgMP und Push-Benachrichtigungen sind für 2026 geplant. Da sich das Vorgehen einer Pilotierung bei der ePA bewährt hat, sind vor der flächendeckenden Einführung dieser Funktionalitäten Tests in den Modellregionen vorgesehen.

Die Volltextsuche und die Datenausleitung zu Forschungszwecken an das Forschungsdatenzentrum Gesundheit folgen in einer weiteren Ausbaustufe. Geplant ist, dass alle beschlossenen Funktionen Anfang 2027 ausgerollt sein sollen.
   

Neue ePA-Ausbaustufen auf einen Blick

   

Funktionserweiterung bereits im Juli 2025

Im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung der elektronischen Patientenakte waren mit dem Release ePA 3.0.5 bereits im Juli 2025 neben technischen Updates im Backend neue Funktionen hinzugekommen, die insbesondere den Funktionsumfang für Versicherte betreffen. Einen umfassenden Überblick über die Funktionserweiterung vom Juli 2025 finden Sie ebenfalls hier auf den Seiten der KZV Nordrhein.

   

Aktuelle Funktionserweiterung der ePA

Beschluss der gematik vom September 2025

Die Meldung der gematik zum Beschluss der aktuellen Funktionserweiterung der ePA für alle finden Sie auf der gematik-Website. Grundlegende Informationen zur elektronischen Patientenakte erhalten Sie hier auf diesem Portal auf den TI-Informationsseiten der KZV Nordrhein.

gematik: Überblick neue ePA-Funktionen
   
KZV NR: Informationen zur ePA