Migränerisiko um 49 Prozent erhöht
Wohl die wenigsten hätten erwartet, dass Migräne aufgrund einer schlechten Mundgesundheit verstärkt werden können, doch hat dies nun eine klinische Beobachtungsstudie aus Sydney herausgefunden. Prof. Joanna Harnett von der Fakultät für Medizin und Gesundheit, die die Forschungen geleitet hat, sagt dazu: „Dies ist die erste Studie, die Mundgesundheit, orales Mikrobiom und Schmerzen untersucht, wie sie häufig bei Frauen mit Fibromyalgie auftreten.“
Insgesamt 186 Frauen aus Neuseeland wurden für diese Studie untersucht. 67 Prozent von ihnen litten unter Fibromyalgie, einer chronischen Schmerzerkrankung, die sich unter anderem durch, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen und Müdigkeit äußert und meist bei Frauen diagnostiziert wird. Mittels validierter Fragebögen untersuchte das Forscherteam bei den 186 Frauen die Mundgesundheit, Schmerzintensität und -häufigkeit, Lebensqualität sowie Ernährung. Es wurden ebenfalls Speichelproben genommen und ausgewertet, um die Zusammensetzung des oralen Mikrobioms zu analysieren.
Das Ergebnis: Höhere Schmerzwerte trafen auf die Teilnehmerinnen zu, die eine schlechte Mundgesundheit aufwiesen. Das Migränerisiko war um 49 Prozent erhöht und eine schlechtere Mundgesundheit erwies sich als Risikofaktor für häufige und chronische Migräneanfälle.
Die oralen Bakteriengattungen Dialister, Fusobacterium, Parvimonas und Solobacterium standen dabei in besonderem Zusammenhang mit erhöhtem Schmerzaufkommen. Auch Faktoren wie das Alter und der Zuckerkonsum wurden berücksichtigt. Das Forscherteam rund um Prof. Joanna Harnett ist sich sicher, dass ein potenzieller Zusammenhang zwischen dem Zustand der Mundflora und dem Nervensystem besteht.
Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und Kopfschmerzen
Mehr erfahren
Die Studie „An association between poor oral health, oral microbiota, and pain identified in New Zealand women with central sensitisation disorders: a prospective clinical study“ wurde im Wissenschaftsjournal „Frontiers in Pain Research“ veröffentlicht.