Forschung & Umfragen

Online-Umfrage zur zahnmedizinischen Versorgung bei Duchenne-Muskeldystrophie

Bei einem Forschungsprojekt der Universität Witten/Herdecke und der Universitätskinderklinik des Katholischen Klinikums Bochum, das die Mundgesundheit von Menschen mit Duchenne-Muskeldystrophie untersucht, ist Ihre Unterstützung gefragt. Zahnärztinnen und Zahnärzte können sich im Rahmen dieses Projekts an einer Online-Umfrage beteiligen.
Von Susanne Krieger
Erstellt am 17.09.2025
Quelle: Universität Witten/Herdecke | Katholisches Klinikum Bochum | zm online
Ein Kompass, dessen Zeiger auf den Schriftzug „Online-Umfrage“ zeigt. © Coloures-Pic – stock.adobe.com

Ziel ist Verbesserung der Betreuungsqualität

Bei dem Forschungsprojekt handelt es sich um eine zahnmedizinische Versorgungsstudie, bei der Patientinnen und Patienten mit der seltenen Muskelerkrankung Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) im Fokus stehen. Die Studienautorinnen und -autoren haben es sich zum Ziel gesetzt, Erkenntnisse über bestehende Versorgungsstrukturen sowie die Schwierigkeiten und Herausforderungen, die mit der zahnärztlichen Behandlung Betroffener einhergehen, zu gewinnen. Auf der Basis der Umfrageergebnisse sollen Konzepte zur Verbesserung der zahnmedizinischen Betreuung von DMD-Patientinnen und -Patienten entwickelt werden.

Zielgruppe des zentralen Fragebogens zur Studie sind Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie MKG-Chirurginnen und -Chirurgen, die Angaben zu ihren Kenntnissen und Erfahrungen im Hinblick auf die Versorgung von Menschen mit DMD machen können. Das Forschungsvorhaben umfasst auch die Durchführung einer Online-Umfrage für Eltern und Angehörige sowie eine klinische Untersuchung von DMD-Betroffenen, bei der zahnmedizinische Parameter wie der DMF-T-Index, Plaque-Index, Zahnfleischbluten (GI- Index) und der Zustand der Mundschleimhaut erfasst werden.

   

Hintergrund-Information

Duchenne-Muskeldystrophie

Von der Duchenne-Muskeldystrophie sind in Deutschland aktuell etwa 1.500 bis 2.000 Personen betroffen. Es handelt sich um eine fortschreitende neuromuskuläre Erkrankung, bei der es zu einem Abbau der Skelett-, Atem- und Herzmuskulatur kommt. Die Lebenserwartung ist deutlich reduziert.

Da die Krankheit rezessiv über das X-Chromosom der Mutter vererbt wird, geben Mütter die Krankheit vor allem an ihre Söhne weiter. DMD-Betroffene sind aus diesem Grund in der Regel männlich, während Mädchen aufgrund ihrer zwei X-Chromosomen meist nur Erbträgerinnen ohne Symptome sind.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke | Deutsche Muskelschwundhilfe

Duchenne-Muskeldystrophie: zahnmedizinische Versorgung

Online-Umfrage für Behandlerinnen und Behandler

Zum Fragebogen des DMD-Forschungsprojekts der Universität Witten/Herdecke und des Katholischen Klinikums Bochum, an der sich Zahnärztinnen und Zahnärzte beteiligen können, gelangen Sie über nachfolgenden Link. Hier finden Sie auch weitere Informationen zum Forschungsvorhaben.