Ziel ist Verbesserung der Betreuungsqualität
Bei dem Forschungsprojekt handelt es sich um eine zahnmedizinische Versorgungsstudie, bei der Patientinnen und Patienten mit der seltenen Muskelerkrankung Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) im Fokus stehen. Die Studienautorinnen und -autoren haben es sich zum Ziel gesetzt, Erkenntnisse über bestehende Versorgungsstrukturen sowie die Schwierigkeiten und Herausforderungen, die mit der zahnärztlichen Behandlung Betroffener einhergehen, zu gewinnen. Auf der Basis der Umfrageergebnisse sollen Konzepte zur Verbesserung der zahnmedizinischen Betreuung von DMD-Patientinnen und -Patienten entwickelt werden.
Zielgruppe des zentralen Fragebogens zur Studie sind Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie MKG-Chirurginnen und -Chirurgen, die Angaben zu ihren Kenntnissen und Erfahrungen im Hinblick auf die Versorgung von Menschen mit DMD machen können. Das Forschungsvorhaben umfasst auch die Durchführung einer Online-Umfrage für Eltern und Angehörige sowie eine klinische Untersuchung von DMD-Betroffenen, bei der zahnmedizinische Parameter wie der DMF-T-Index, Plaque-Index, Zahnfleischbluten (GI- Index) und der Zustand der Mundschleimhaut erfasst werden.
Hintergrund-Information
Duchenne-Muskeldystrophie
Von der Duchenne-Muskeldystrophie sind in Deutschland aktuell etwa 1.500 bis 2.000 Personen betroffen. Es handelt sich um eine fortschreitende neuromuskuläre Erkrankung, bei der es zu einem Abbau der Skelett-, Atem- und Herzmuskulatur kommt. Die Lebenserwartung ist deutlich reduziert.
Da die Krankheit rezessiv über das X-Chromosom der Mutter vererbt wird, geben Mütter die Krankheit vor allem an ihre Söhne weiter. DMD-Betroffene sind aus diesem Grund in der Regel männlich, während Mädchen aufgrund ihrer zwei X-Chromosomen meist nur Erbträgerinnen ohne Symptome sind.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke | Deutsche Muskelschwundhilfe
Duchenne-Muskeldystrophie: zahnmedizinische Versorgung
Online-Umfrage für Behandlerinnen und Behandler
Zum Fragebogen des DMD-Forschungsprojekts der Universität Witten/Herdecke und des Katholischen Klinikums Bochum, an der sich Zahnärztinnen und Zahnärzte beteiligen können, gelangen Sie über nachfolgenden Link. Hier finden Sie auch weitere Informationen zum Forschungsvorhaben.