Konsum nimmt weiterhin zu
Schleimhautschäden, Rötungen, Schwellungen und Verletzungen am Gaumen sowie am Gaumenzäpfchen und den Stimmbändern: Nachdem ein 23-jähriger Mann unter schmerzhaftem Schlucken und Heiserkeit litt und aufgrund dessen ärztliche Hilfe suchte, ergaben die Untersuchungen, dass für diese Symptome das Inhalieren von Lachgas direkt aus einer Kartusche verantwortlich war. Es konnte eine Art Erfrierung im Mund- und Rachenraum festgestellt werden.
Der Konsum von Lachgas nimmt weiterhin zu und gehört vor allem bei vielen Jugendlichen zum Alltag. In den vergangenen Jahren sind Todesfälle und Notfallbehandlungen, welche mit der Inhalation zusammenhängen, deutlich angestiegen. Ein großes Problem bleibt weiterhin, dass das Gas legal im Handel verfügbar ist. Neben akuten Verletzungen kann der Konsum aber auch Langzeitschäden hervorrufen, warnen Experten.
Neue‑psychoaktive‑Stoffe‑Gesetz
Am 2. Juli 2025 hat deswegen das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf zur Änderung des „Neue‑psychoaktive‑Stoffe‑Gesetzes“ auf den Weg gebracht. Dieses sieht ein Verbot von Verkauf, Erwerb und Besitz von Lachgas für Minderjährige vor. Außerdem soll der Vertrieb über Automaten und den Versandhandel gestoppt werden. In Manchen Bundesländern gibt es bereits jetzt schon eigenständige Verbote gegen den Verkauf an Jugendliche, etwa in Schleswig-Holstein und Hamburg.
Wichtig ist hierbei jedoch, dass sich die Risiken nur auf den Freizeitgebrauch von Lachgas beziehen, welches in der Zahnmedizin ein bewährtes und sicheres Sedierungsverfahren darstellt.
Freizeitkonsum als Gefahr
Mehr erfahren
Mehr Hintergründe erhalten Sie in der Studie „Frostbite Injury from Inhaled Nitrous Oxide Use“.