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Pilotphase der ePA für alle erfolgreich gestartet – bundesweite Einführung ab April möglich

Der Start der „ePA für alle“ läuft planmäßig. Nach ihrem Start am 15. Januar 2025 ist die Pilotierung in den Modellregionen Hamburg und Umland, Franken sowie Nordrhein-Westfalen schrittweise erfolgt. Vorausgesetzt, dass die Erfahrungen in den Modellregionen positiv sind, ist die bundesweite Einführung der ePA für alle ab April möglich.
Von gematik
Erstellt am 12.02.2025
Eine Hand hält ein Handy, auf dessen Display die ePA-Startseite zu sehen ist, im Hintergrund ein Stethoskop. © Stockwerk-Fotodesign – stock.adobe.com

Pilotphase erfüllt ihren vorgesehenen Zweck

Die gesetzlichen Krankenkassen haben am 10. Februar erfolgreich die Aktenanlage für ihre Versicherten, die nicht widersprochen haben, abgeschlossen. Auch erste private Krankenversicherungen haben ihre Mitglieder mit einer elektronischen Patientenakte (ePA) ausgestattet. Insgesamt wurden bisher 70 Millionen Akten (Stand: 11. Februar 2025) angelegt.

Nach dem Start der Pilotierung am 15. Januar 2025 in mehr als 300 teilnehmenden Einrichtungen in den Modellregionen Hamburg und Umland, Franken sowie Nordrhein-Westfalen konnten bereits wichtige Erkenntnisse über das Zusammenspiel einzelner Komponenten und Dienste gewonnen und notwendige Anpassungen angestoßen werden. Damit erfüllt die Pilotphase ihren vorgesehenen Zweck. 

Eine Prüfung für den bundesweiten Rollout ist Mitte März geplant. Unter der Voraussetzung, dass die Erfahrungen in den Modellregionen positiv sind, ist es möglich, die „ePA für alle“ bundesweit ab April einzuführen. Die Umsetzung der zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen verläuft weiterhin wie vorgesehen und ist ebenfalls – wie angekündigt – maßgebliches Kriterium für den bundesweiten Rollout. 

Bisherige Erkenntnisse der Pilotierung: 

  • Um ein hohes Sicherheitsniveau zu gewährleisten, wurden teilnehmende Einrichtungen für die Pilotphase durch die gematik freigeschaltet. Dafür erfolgte eine Verifizierung der Institutionskarten (SMC-B-Karten) über KIM.
  • Beide Aktensystemhersteller konnten zum 15. Januar 2025 zugelassen werden. Somit wurde die Aktenanlage für gesetzlich Versicherte wie geplant in einem stufenweisen Prozess umgesetzt und innerhalb von wenigen Wochen erfolgreich abgeschlossen.
  • Etwa 80 Prozent der teilnehmenden (Zahn-)Arztpraxen und Apotheken in den TI-Modellregionen sind nach dreieinhalb Wochen der Pilotierung technisch ausgestattet. Die Hersteller gehen dabei unterschiedlich vor: So rollen einzelne Hersteller das ePA-Modul Einrichtung für Einrichtung aus. Das führt dazu, dass in einigen der teilnehmenden Einrichtungen das notwendige Softwaremodul zur Erprobung noch fehlt.
  • Rückmeldungen der Nutzerinnen und Nutzer zeigen, dass die grundlegenden und zum Start der neuen ePA verfügbaren Features funktionieren: Einrichtungen konnten bereits Dokumente hoch- und herunterladen und die elektronische Medikationsliste (eML) nutzen. In Teilen konnte bereits mehrfach eine dreistellige Anzahl an Patientenakten befüllt werden.
  • Nutzen Praxis- oder Apothekenteams in den teilnehmenden Einrichtungen einen elektronischen Heilberufsausweis (eHBA), der vor 2021 ausgestellt worden ist, werden aktuell Daten aus verordneten und abgegeben E-Rezepten nicht in die Medikationsliste der ePA übertragen. Eine Lösung konnte gefunden werden. Die Behebung ist für Ende Februar geplant.
  • Im Wechselspiel zwischen einem Konnektor und einzelnen Primärsystemen ist ein Kompabilitätsproblem bei der Zertifikatsverschlüsselung festgestellt worden. Das führte dazu, dass sich bei einzelnen Einrichtungen die Erprobung verzögert hat. Hier konnte bereits eine Behebung des Problems vorgenommen werden.

   

News-Portal zum ePA-Rollout

Link zum Portal

Auf der Website der gematik gibt es ein News-Portal zum Rollout der neuen elektronischen Patientenakte. Hier finden Sie alles Wichtige rund um die Pilotierung in den Modellregionen und alle aktuellen Informationen und Einblicke. Videos mit Eindrücken aus einzelnen Einrichtungen („So läuft es in der Praxis“) und verschiedenen Modellregionen vermitteln anschaulich und aus erster Hand, wie die Pilotierung vor Ort verläuft.