Frau Dr. Werner, Sie sind seit dem 1. April 2025 zugelassene Vertragszahnärztin und haben sich mit einer Praxis in Übach-Palenberg selbstständig gemacht. Was war der entscheidende Moment, an dem Sie wussten, dass Sie diesen Schritt gehen wollen?
Dr. Katja Werner: Eigentlich relativ früh. Schon kurz nach meiner Assistenzzeit war für mich klar, dass ich langfristig den Wunsch habe, selbst zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen. Der private Zeitpunkt hat dann gut gepasst – und wenn beides zusammenkommt, sollte man den Schritt auch gehen.
Warum haben Sie sich für eine Einzelpraxis entschieden?
Dr. Werner: Mir war die alleinige Entscheidungsfreiheit sehr wichtig. In einer Einzelpraxis kann ich meine eigenen Vorstellungen umsetzen – von den Abläufen über das Behandlungskonzept bis hin zur Atmosphäre. Diese Form der Selbstverwirklichung war für mich ein zentraler Beweggrund.
Auf Ihrer Website fällt sofort die besondere Gestaltung der Praxisräume auf. Konnten Sie Ihre Vorstellungen direkt umsetzen?
Dr. Werner: Grundsätzlich ja. Das Konzept, das ich im Kopf hatte, ist umgesetzt worden. Ich wollte eine moderne, helle Praxis mit viel Glas, einem durchdachten Lichtkonzept und warmen Farben, in der sich Patientinnen und Patienten vom ersten Moment an wohlfühlen. Allerdings lief nicht alles reibungslos.
Damit deuten Sie schon ein Hindernis an. Gab es unerwartete Herausforderungen auf dem Weg zur eigenen Praxis?
Dr. Werner: Leider ja. Die Zusammenarbeit mit der Baufirma war sehr schwierig und es gab erhebliche Unstimmigkeiten. Das war belastend, aber aus solchen Dingen lernt man und man entwickelt sich auch weiter.
Ihre Praxis versteht sich als moderne, digitale Zahnarztpraxis. Mussten Sie dafür viel nachrüsten?
Dr. Werner: Nein, das war ein Vorteil der Neugründung. Ich konnte von Anfang an alles entsprechend planen und einrichten. Online-Terminvereinbarung, digitale Anamnese oder moderne Aufklärungsangebote gehören für mich heute selbstverständlich zu einer zeitgemäßen Praxis – sie erleichtern nicht nur den Praxisalltag, sondern machen den Besuch auch für die Patientinnen und Patienten entspannter.
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Wie Dr. Katja Werner den Spagat zwischen Zahnarztpraxis und Familie meistert und was sie jungen Kolleginnen und Kollegen rät, können Sie im aktuellen RZB nachlesen.