So gelingt demografischer Wandel
Die Zahnärzteschaft in Nordrhein ruht auf einem soliden Fundament: Die Generation X (46–60 Jahre) bildet mit 2.679 Personen den Grundpfeiler der Versorgung – erfahren und überwiegend selbstständig. Die Babyboomer (61–69 Jahre) sind mit 1.289 Aktiven weiterhin präsent, doch mit ihrem bevorstehenden Ausscheiden drohen insbesondere in ländlichen Regionen Versorgungslücken.
Die 238 Vor-Babyboomer, die 70 oder älter sind, bilden zwar nur noch eine kleine Gruppe, leisten jedoch weit über das übliche Rentenalter hinaus einen bemerkenswerten Beitrag zur Versorgung. Die Millennials aus der Generation Y (30–45 Jahre) stellen mit über 2.379 Berufstätigen die zweitgrößte Gruppe und werden in wenigen Jahren das Rückgrat der zahnärztlichen Versorgung bilden.
Ihr Anteil an Inhaberrollen ist aufgrund des jungen Alters noch ausbaufähig, doch das Potenzial ist klar erkennbar. Die Generation Z (unter 30 Jahre) steht mit 261 Personen noch am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn, wächst jedoch rasant – gestützt durch die vier nordrheinischen zahnärztlichen Fakultäten und eine hohe regionale Bindung.
Treppe der Feminisierung
Ein tiefgreifender Wandel betrifft die Geschlechterverhältnisse: Während bei den Vor-Babyboomern noch 83 Prozent der Zahnärzteschaft männlich waren, ist die Generation Z zu 68 Prozent weiblich. Dieser demografische Wandel verläuft über alle Generationen hinweg: Bei den Babyboomern dominieren Männer noch deutlich (75 Prozent), in der Generation X ist das Verhältnis nahezu ausgeglichen (54 Prozent Männer) und bei den Millennials stellen Frauen mit 56 Prozent bereits die Mehrheit.
Diese Entwicklung bringt neue Anforderungen mit sich, insbesondere in Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, flexible Arbeitszeiten und neue Kooperationsmodelle. Auch die Ausübung von Ämtern der Berufspolitik und Ehrenämtern muss künftig zur Lebensrealität junger Zahnärztinnen passen.
Eine Brücke, die trägt
Vollständiger Artikel in der Januar-Ausgabe des RZB
Dieser Text ist ein Auszug aus einem Artikel, der im Januar-Heft des RZB erschienen ist. Wollen Sie mehr lesen, schauen Sie in unsere Mediathek vorbei.