Daten aus einer seit 1987 laufenden Studie
Bereits seit 1987 läuft die Langzeitstudie „Atherosclerosis Risk in Communities (ARIC)“ in den USA. Bei dieser Studie werden Gesundheitsdaten von über 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhoben und nach verschiedenen Kriterien ausgewertet. Seit 1996 werden auch die zahnmedizinischen Daten erhoben, welche als Datengrundlage für aktuelle Entdeckungen dienen.
Die Forscherinnen und Forscher, zu denen Radiologen, Neurologen und Epidemiologen von US-amerikanischen Universitäten gehören, haben Assoziationen zwischen Parodontits und Veränderungen in zelebralem Nervengewebe entdeckt. Auf der anderen Seite weisen die Daten nicht auf Verbindungen zwischen von Parodontitis und zerebraler Mikroangiopathie oder lakunären Infarkten hin.
Das Forscherteam schlussfolgert daraus, dass Parodontitis über dadurch initiierte systemische Entzündungen zur Pathologie von zerebraler Mikroangiopathie beitragen kann. Somit wäre Parodontitis ein modifizierbarer Risikofaktor zerebraler vaskulärer Pathologien. Daraus entsteht die Fragestellung, ob präventive Parodontaltherapie auch wirksam gegen Hirnerkrankungen sind.
Zusammenhang zwischen Parodontitis und Hirnerkrankungen
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Die Studie „Periodontal Disease Independently Associated With White Matter Hyperintensity Volume, A Measure of Cerebral Small Vessel Disease“, welche auf Neurology Open Access veröffentlicht wurde, können Sie unter dem folgenden Link nachlesen.