Zahlen des Statistischen Bundesamts
Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet aktuell, dass bei den im Jahr 2025 insgesamt 102.900 bearbeiteten Anträgen auf Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen – 76.200 davon neu beantragt – in 86.600 Fällen positiv entschieden wurde. Das sind zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die seit einigen Jahren zu beobachtende steigende Tendenz bei der Zahl anerkannter Berufsabschlüsse aus dem Ausland hält damit weiterhin an, zeigt gegenüber dem Wachstum der Vorjahre mit Raten von 25 Prozent (2023) und 21 Prozent (2024) jedoch eine deutlich verlangsamte Entwicklung.
Klares Ranking der anerkannten Berufsabschlüsse
Berufsabschlüsse aus dem Gesundheits- und technischen Bereich wurden am häufigsten anerkannt. Mit 32.000 Anerkennungen war der Beruf der Pflegefachfrau bzw. des Pflegefachmanns auch im Jahr 2025 unangefochtener Spitzenreiter. Ärztinnen und Ärzte konnten in 13.900 Fällen eine Anerkennung ihrer beruflichen Qualifikation für sich verbuchen und lagen damit an zweiter Stelle. Abschlüsse für den Ingenieurberuf wurden 4.600-mal anerkannt. Dieses Berufsbild behauptete sich auf Platz drei. Damit entfielen 58 Prozent aller anerkannten ausländischen Abschlüsse im Jahr 2025 auf diese drei beruflichen Qualifikationen.
Auch Zahnarzt- und ZFA-Beruf vertreten
Von den zahnmedizinischen Fachkräften erhielten im vergangenen Jahr 1.716 ausländische Zahnärztinnen und Zahnärzte eine ihrer Ausbildung entsprechende Berufserlaubnis für Deutschland, darunter drei Fachärztinnen und Fachärzte für Oralchirurgie und drei Fachärztinnen und Fachärzte für Kieferorthopädie. Mit 291 positiv beschiedenen Antragsverfahren war auch der ZFA-Beruf vertreten.
Türkei, Ukraine und Syrien führende Herkunftsländer
Bei den Herkunftsländern der ausländischen Fachkräfte lässt sich ebenfalls eine deutliche Abstufung erkennen. Platz eins sicherte sich 2025 wie im Jahr zuvor die Türkei mit 9.800 bzw. elf Prozent der anerkannten Berufsqualifikationen. Nur knapp geschlagen auf Platz zwei: die Ukraine mit 8.300 erfolgreichen Antragsverfahren und damit zehn Prozent aller im Jahr 2025 anerkannten Berufsabschlüsse. Noch unter den ersten fünf rangieren Syrien mit 6.100 sowie Indien und Tunesien mit jeweils 5.400 positiv entschiedenen Fällen. Während Fachkräfte syrischer Herkunft eine im Vergleich zum Vorjahr um 42 Prozent gestiegene Anerkennungsquote vorweisen können, ist die Zahl der anerkannten Berufsabschlüsse aus Bosnien und Herzegowina seit 2024 deutlich rückläufig. Zuvor lag der Westbalkanstaat bei den anerkannten ausländischen Berufsabschlüssen in den Jahren 2016 bis 2023 regelmäßig an erster oder zweiter Stelle.
Ausländische Berufsabschlüsse
Pflegefachkräfte und Ärzte am häufigsten anerkannt
Die Meldung des Statistischen Bundesamts (Destatis) mit aktuellen Zahlen zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in Deutschland können Sie auf der Destatis-Homepage nachlesen.