Coronavirus-Impfung

Impfungen von Zahnärzten und Praxispersonal

Düsseldorf, 12.01.2021: Zur genauen Eingruppierung der Zahnärzte bezüglich der Priorisierung sind derzeit an keiner Stelle wirklich verlässliche Informationen zu erhalten. Auch die Frage, wie Zahnarztpraxen über einen möglichen Impftermin informiert werden, wird derzeit von den Behörden uneinheitlich und unverbindlich beantwortet. Es ist aber davon auszugehen, dass der Beginn von Impfungen von Zahnärzten sowie Praxispersonal noch einige Zeit dauern wird. Dies liegt daran, dass zum einen in naher Zukunft nur wenige Impfdosen zur Verfügung stehen werden und darüber hinaus zunächst diese Impfdosen vor allem bei besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen (Über-80jährige sowie Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen untergebracht sind) sowie Pflegepersonal, Personal von insbes. Intensivstationen, Notaufnahmen und Rettungsdiensten verimpft werden. Nicht geklärt ist dabei derzeit auch noch nicht, wie Schwerpunktpraxen oder Zentren zur zahnmedizinischen Versorgung von COVID-19-Patienten bzw. Zahnärzte, die im Bereich der zahnärztlichen Versorgung von Patienten in Alten- oder Pflegeeinrichtungen tätig sind, eingestuft werden. KZBV und BZÄK sind damit beschäftigt diese Frage zeitnah mit dem BMG zu klären. In Nordrhein haben ZÄK und KZV das MAGS zusammen aufgefordert diesen Sachverhalt klarzustellen. Darüber hinaus haben wir die Anzahl der erforderlichen Impfungen ermittelt und dem Ministerium mitgeteilt. Antworten haben wir indes bislang nicht erhalten. Wir bemühen uns weiterhin intensiv. Leider können wir auf die verständliche Flut von Anfragen keinerlei vernünftige Auskünfte geben. Ein unverantwortlicher Zustand, da bekannt wurde, dass zumindest punktuell in Bayern, Sachsen-Anhalt und Wiesbaden Zahnärzte und Praxispersonal geimpft wurden.

Zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis

Aus den Praxen wo Covid-19-Fälle aufgetreten sind und es sogar erste Todesopfer unter den Zahnärzten zu beklagen gibt, wird folgendes ersichtlich:

In allen uns bekannten Fällen ist klar ersichtlich, dass sich Infektionen wohl ausschließlich über die Aufenthaltsräume verbreitet haben und nicht durch Ansteckung bei Patienten. Überdenken Sie bitte, ob es weiterhin verantwortbar ist, dort ohne FFP2-Maske sich zu treffen, zu unterhalten oder sogar zu essen.

Weiterhin sind wir für Sie auf vielen zuständigen Ebenen aktiv, um die Angelegenheit im Sinne der Zahnärzteschaft voran zu treiben. Aktuelle Informationen über die Impfung von Zahnärzten und Praxispersonal erhalten Sie auf unserer Homepage.

   

Prioritätengruppen bezüglich Impfreihenfolge gemäß CoronaImpfV

In einer Information vom 23.12.2020 teilt die KZBV folgendes mit:

Bezüglich der Einstufung von Zahnärzten in die von der ImpfV vorgesehene Impfreihenfolge ist dabei von Folgendem auszugehen:

Die erste Prioritätengruppe ("Schutzimpfungen mit höchster Priorität") umfasst gemäß § 2 ImpfV vor allem besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen (Über-80jährige sowie Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen untergebracht sind) sowie zu deren Schutz Personen, die in solchen Einrichtungen tätig sind (§ 2 Nr. 2 ImpfV). Darüber hinaus umfasst die erste Prioritätengruppe gemäß § 2 Nr. 4 ImpfV Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem "sehr hohen Expositionsrisiko" in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind. Hierzu zählen neben insb. Intensivstationen, Notaufnahmen und Rettungsdiensten auch Bereiche, in denen "für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten" durchgeführt werden. Letztere präzisiert die STIKO-Empfehlung dahingehend, dass es sich um aerosolgenerierende Tätigkeiten "an COVID-19-Patienten" handelnmuss wie z. B. Intubation, Extubation, Bronchoskopie, Laryngoskopie (sieheTab. 12 der STIKO-Empfehlung).

Die zweite Prioritätengruppe ("Schutzimpfungen mit hoher Priorität") umfasst gemäß § 3 Nr. 5 ImpfV u. a. Personen, die in Bereichenmedizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbeson- dere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigen unmittelbarem Patientenkontakt u. a.

Entsprechend der Impfverordnung und auf Grundlage der STIKO-Empfehlung sind Zahnärzte und ihre Mitarbeiter grundsätzlich in die Gruppe mit hohem Expositionsrisiko (Stufe 2) eingeordnet worden. Inwieweit innerhalb dieser zweiten Prioritätengruppe eine gemäß § 1 Abs. 2 Satz 2 ImpfVmögliche Unterpriorisierung (s. o.) bzgl. Zahnärzten und ihren Mitarbeitern angezeigt ist, muss spezifisch auf Landesebene beurteilt und entschieden werden.

Nicht geklärt ist derzeit, wie Schwerpunktpraxen oder Zentren zur zahnmedizinischen Versorgung von COVID-19-Patienten bzw. Zahnärzte, die im Bereichder zahnärztlichen Versorgung von Patienten in Alten- oder Pflegeeinrichtungen tätig sind, eingestuft werden. BZÄK und KZBV gehen davon aus, dass diese unter die erste Prioritätengruppe gemäß § 2 Nr. 2 bzw. § 2 Nr. 4 ImpfV gefasst werden müssen und haben diese Auffassung in ihrer Stellungnahme gegenüber dem BMG bzw. der STIKO vorgetragen. KZBV und BZÄK werden diese Frage zeitnah mit dem BMG zu klären versuchen.

   

Eingruppierung von Zahnarztpraxen

Zurzeit noch keine verlässlichen Informationen

Düsseldorf, 23.12.2020 – Zur genauen Eingruppierung der Zahnärzte bezüglich der Priorisierung sind derzeit an keiner Stelle verlässliche Informationen zu erhalten. Auch die Frage, wie Zahnarztpraxen über einen möglichen Impftermin informiert werden, wird derzeit von den Behörden uneinheitlich und unverbindlich beantwortet. Da aber nur  erschreckend wenig Impfdosen in naher Zukunft zur Verfügung stehen werden, wird es leider eh noch eine Zeit lang dauern, bis Konkretes entschieden wird. 

Wir sind weiterhin auf vielen zuständigen Ebenen bemüht, die Angelegenheit im Sinne der Zahnärzte voran zu treiben.

   

Coronavirus-Impfverordnung

Düsseldorf, 19.12.2020 – Bundesgesundheitsminister Spahn hat gestern die Coronavirus-Impfverordnung vorgelegt. Die Bundesregierung informiert ausführlich dazu, wie die Reihenfolge definiert wurde und wie der Zeitplan aussieht:

Bundesregierung: Impfverordnung – Die Schwächsten zuerst schützen

Hier die Coronavirus-Impfverordnung als PDF-Datei sowie nachfolgend abgebildet.

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