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Coronavirus – Impfung

Information zur Impfung

14.04.2021: Brief des Vorstandsvorsitzenden, Ralf Wagner, an die nordrheinische Zahnärzteschaft

Sehr geehrte Frau Kollegin,
sehr geehrter Herr Kollege,

wie Sie wissen, hatte und hat die KZV Nordrhein keinerlei Auftrag zur Organisation und Bewerkstelligung von Impfungen. Dennoch habe ich mich Anfang des Jahres sehr gerne mit meiner Mannschaft – und auch persönlich – dieser extrem wichtigen Angelegenheit angenommen.

Ich bin mittlerweile zu der Überzeugung gelangt, dass ohne unser Engagement bislang wohl kaum ein Zahnarzt, eine Zahnärztin oder unsere Praxismitarbeiter eine Impfung erhalten hätte. Seit dem 01.04.2021 sind nun im Bereich aller 26 Gesundheitsämter in Nordrhein die Erstimpfungen für zahnärztliche Praxen abgeschlossen worden. Ich schätze die Anzahl der durchgeführten Impfungen in unserem Bereich auf weit über 30.000 Impfungen. Bedenken Sie, dass wir ursprünglich in der Impfverordnung in der Prio-Gruppe 2 verortet waren und nun vollständig in der Prio-Gruppe 1 abgeimpft worden sind.

Die selbst gestellte Aufgabe haben wir mit extremen Mühen erledigt. Nunmehr können wir keine weiteren Hilfestellungen mehr anbieten. Die Organisation für noch nicht erfolgte Zweitimpfungen liegt alleine auf der Ebene der Gesundheitsämter, welche in der Regel auch bereits Termine für die zweite Impfung an Sie vergeben.

Die neu aufgetretene Verunsicherung bezüglich des Impfstoffes AstraZeneca ist im höchsten Maße erschreckend. Auch Sie werden sich hierzu sicherlich schon viele Gedanken gemacht haben, wie Sie eine Zweitimpfung gestalten wollen. Das Wirrwarr der Empfehlungen ist erwartungsgemäß auch undurchschaubar. Bedauerlicherweise gibt es keine einheitlichen, evidenzbasierten und allgemeingültigen Empfehlungen seitens der zuständigen Stellen. Auch die vereinzelt aufgetauchten Informationen von Gesundheitsämtern sind eher widersprüchlich.

Leider ist die KZV Nordrhein nicht befugt, Ihnen bei Ihrer Entscheidung behilflich zu sein und kann es auch nicht.

Sie müssten also das genaue Vorgehen mit Ihrem zuständigen Gesundheitsamt abklären. Gerne sind wir aber bereit, auf Bitten einzelner Gesundheitsämter, Informationen an Sie zu verteilen.

Ich hatte nach Abschluss der Aktion ein wirklich gutes Gefühl, meinen mir so wichtigen Zahnarztpraxen eine wichtige Hilfestellung (außerhalb der üblichen Aufgaben der KZV Nordrhein) gegeben zu haben. Und nun dieses schale Gefühl, dass die Zweitimpfungen mit diesem Problem behaftet sind. Aber immerhin, die erste Impfung bietet schon einen relativ hohen Schutz und ich glaube, Sie finden für die Zweitimpfung eine auf Sie passende Lösung und den passenden Impfstoff.

Mit freundlich kollegialen Grüßen

Ralf Wagner
Vorsitzender des Vorstandes

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Aktuelle Coronavirus-Impfverordnung

Mit Wirkung zum 1. April 2021

06.04.2021: Mit Wirkung zum 1. April 2021 ist die aktuelle Coronavirus-Impfverordnung vom 31. März 2021 in Kraft getreten. Sie hat die Coronavirus-Impfverordnung vom 10. März 2021 mit Wirkung zum 8. März 2021 abgelöst.

Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV) (PDF)

Beachten Sie zum Thema Impfung bitte auch die Informationen der KZBV sowie die Übersicht der Gesetze und Verordnungen des BMG.

   

Aktueller Stand zur Impfung mit AstraZeneca

01.04.2021: Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat am 18. März die Wiederaufnahme der Impfung mit AstraZeneca empfohlen. Seit dem 19. März wird AstraZeneca wieder in Deutschland verimpft. In NRW wurde am 18. März ein entsprechender Erlass vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes Nordrhein-Westfalen veröffentlicht, nach dem die zu impfenden Personen gemäß den neuesten Erkenntnissen und Hinweisen der EMA über die möglichen Risiken und Nebenwirkungen einer Impfung mit AstraZeneca aufzuklären sind.

Eine neue Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) spricht sich jedoch für eine ausschließliche Verwendung des vektorbasierten Impfstoffes AstraZeneca bei Personen ab 60 Jahren aus, während der ebenfalls vektorbasierte Impfstoff von Johnson & Johnson sowie die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna in allen Altersgruppen eingesetzt werden können, für die sie zugelassen sind. Der Einsatz von AstraZeneca für eine erste oder zweite Impfstoffdosis unterhalb der Altersgrenze von 60 Jahren bleibt allerdings nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoakzeptanz nach sorgfältiger Aufklärung möglich.

Anlass für die neue Empfehlung der STIKO waren seltene Fälle, in denen bei AstraZeneca-Geimpften 4 bis 16 Tage nach der Impfung Thrombosen in Kombination mit Thrombozytopenien aufgetreten sind. Diese schweren, teilweise tödlich verlaufenden Nebenwirkungen wurden überwiegend bei Frauen im Alter bis zu 55 Jahren beobachtet. Betroffen waren aber auch Männer und ältere Personen. Das MAGS ist dieser Empfehlung der STIKO gefolgt. In NRW soll AstraZeneca nur noch bei Personen ab 60 Jahren zum Einsatz kommen.

In Hinsicht auf Personen unter 60 Jahren, bei denen als erste Impfstoffdosis bereits AstraZeneca verimpft worden ist, empfiehlt die Ständige Impfkommission inzwischen (Stand 1. April 2021), diesen für die zweite Impfung einen mRNA-Impfstoff (Biontech/Pfizer oder Moderna) zu verabreichen. Siehe die entsprechenden Ausführungen auf den Seiten des Robert Koch-Instituts (RKI). Zum Thema informiert auch die Zahnärztekammer Nordrhein auf ihrer Corona-Informationsseite.

RKI: Fragen zur COVID-19-Impfempfehlung (1. April 2021)

ZÄK NR: Informationsseite zu Corona (unter „Impfungen“)

   

Vorübergehende Aussetzung der Impfung mit AstraZeneca

Information des Paul-Ehrlich-Instituts

15.03.2021: Die Impfung mit dem Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca wurde nun auch in Deutschland ausgesetzt. Lesen Sie hier die Information des Paul-Ehrlich-Instituts.

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Aktuelles zur Impfung

Änderung der Prioritäten für Zahnärzte in besonderen Fällen (Pflegeheime und Schwerpunktpraxen)

Düsseldorf, 08.02.2021: Heute erreicht uns ein Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW) zur Impfung. Erfreulicherweise wurde unseren wochenlangen Bemühungen hierin Rechnung getragen. Somit zählen jetzt auch in NRW Zahnärzte und deren Mitarbeiter, die regelmäßig in vollstationären Pflegeeinrichtungen tätig werden, sowie Zahnärzte, die in Schwerpunktpraxen vorrangig Corona-Patienten behandeln, zur Priorisierungsgruppe 1.

Die betroffenen Praxen wurden noch heute hierüber ausführlich informiert (Link zum Schreiben an die Zahnarztpraxen). Ebenso erhalten heute alle Gesundheitsämter die jeweils für ihren Bereich inkludierten Zahnarztpraxen mit den erforderlichen Kontaktdaten (Link zum Schreiben an die Gesundheitsämter).

Wir bitten dringend, von weiteren Rückfragen derzeit abzusehen und insbesondere nicht die Gesundheitsämter direkt anzusprechen.

Die übrigen Zahnärzte sind weiterhin in der Priorisierungsgruppe 2 verortet. Um hier eine Beschleunigung zu erreichen, müsste allerdings bundesweit eine Veränderung der Impfverordnung von Herrn Spahn erfolgen. Die Diskussion hierzu ist bereits weit fortgeschritten.

Link zum Erlass

Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein

   

Gemeinsamer Brief zur Impfsituation

Düsseldorf, 01.02.2021: Die Zahnärztekammer und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein wenden sich in einem gemeinsamen Schreiben an die nordrheinischen Zahnärzte.

   

Hier können Sie den gemeinsamen Brief als PDF herunterladen.

   

Impfungen von Zahnärzten und Praxispersonal

Düsseldorf, 20.01.2021: Zur genauen Eingruppierung der Zahnärzte bezüglich der Priorisierung waren bisher an keiner Stelle wirklich verlässliche Informationen zu erhalten. Die Frage, wie Zahnarztpraxen über einen möglichen Impftermin informiert werden, wird derzeit von den Behörden uneinheitlich und unverbindlich beantwortet. Es ist aber davon auszugehen, dass der Beginn von Impfungen von Zahnärzten sowie Praxispersonal noch einige Zeit dauern wird. Dies liegt daran, dass in naher Zukunft nur wenige Impfdosen zur Verfügung stehen werden und diese darüber hinaus vor allem bei besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen (Über-80-Jährige sowie Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen untergebracht sind) sowie Pflegepersonal, Personal von insbesondere Intensivstationen, Notaufnahmen und Rettungsdiensten verimpft werden.

Zahnärzte in Altenheimen

Geklärt werden konnte mittlerweile, wie Schwerpunktpraxen oder Zentren zur zahnmedizinischen Versorgung von COVID-19-Patienten bzw. Zahnärzte eingestuft werden, die im Bereich der zahnärztlichen Versorgung von Patienten in Alten- oder Pflegeeinrichtungen tätig sind. KZBV und BZÄK waren damit beschäftigt, diese Frage zeitnah mit dem BMG zu klären.

Das BMG hat zwischenzeitlich die Auffassung von BZÄK und KZBV bestätigt, dass Schwerpunktpraxen oder Zentren zur zahnmedizinischen Versorgung von COVID-19-Patienten oder Zahnärzte, die im Bereich der zahnärztlichen Versorgung von Patienten in Alten--oder Pflegeeinrichtungen tätig sind, in die erste Prioritätsgruppe nach der Impfverordnung eingestuft werden. Die übrigen Zahnärzte sind in der zweiten Prioritätsgruppe aufgeführt. Zuständig sind allerdings die Länder.

Klarstellung gefordert

In Nordrhein haben ZÄK und KZV das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales bereits am 05.01.2021 aufgefordert, diesen Sachverhalt klarzustellen. Darüber hinaus haben wir die Anzahl der potenziellen Impflinge einschließlich der Praxismitarbeiter ermittelt und dem Ministerium letzte Woche bereits mitgeteilt. Allerdings haben wir bis heute trotz Nachfragen keinerlei Antwort erhalten.

Zudem wurden durch uns Anfang der Woche alle nordrheinischen Gesundheitsämter angeschrieben. Hier haben wir die Anzahl der Zahnärzte und Praxismitarbeiter differenziert nach der vom BMG nunmehr bestätigten Einstufung den jeweils zuständigen Gesundheitsämtern mitgeteilt. Bisher liegen uns nur wenige Antworten auf unsere Schreiben vor. Nicht eine Antwort bisher ist konkret oder verbindlich. Wir bemühen uns weiterhin intensiv. Leider können wir auf die verständliche Flut von Anfragen insbesondere bezüglich eines möglichen Impftermins bisher keinerlei vernünftige Auskunft geben. Ein unverantwortlicher Zustand, da bekannt wurde, dass zumindest punktuell in Bayern, Sachsen-Anhalt und Wiesbaden Zahnärzte und Praxispersonal geimpft wurden.

Eigentlich müssten die Impfungen von Zahnärzten der ersten Prioritätsgruppe auch in NRW sehr bald beginnen. Aber es herrscht Chaos. Wir bleiben hartnäckig am Ball.

Soeben wurde mitgeteilt, dass in NRW der Start der Impfzentren auf den 08.02.2021 verschoben wurde. Es gibt – wie bekannt – ja zudem große Probleme bei der Bereitstellung von Impfstoffen.

Wichtiger Hinweis:

Aus den Praxen wo Covid-19-Fälle aufgetreten und sogar erste Todesopfer unter den Zahnärzten zu beklagen sind, wird folgendes deutlich: In allen uns bekannten Fällen ist klar ersichtlich, dass sich Infektionen wohl ausschließlich über die Aufenthaltsräume verbreitet haben und nicht durch Ansteckung bei Patienten. Überdenken Sie bitte, ob es weiterhin verantwortbar ist, dort ohne FFP2-Maske sich zu treffen, zu unterhalten oder sogar zu essen.

Weiterhin sind wir für Sie auf vielen zuständigen Ebenen aktiv, um die Angelegenheit im Sinne der Zahnärzteschaft voran zu treiben.

Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein

   

Prioritätengruppen bezüglich Impfreihenfolge gemäß CoronaImpfV

In einer Information vom 23.12.2020 teilt die KZBV folgendes mit:

Bezüglich der Einstufung von Zahnärzten in die von der ImpfV vorgesehene Impfreihenfolge ist dabei von Folgendem auszugehen:

Die erste Prioritätengruppe ("Schutzimpfungen mit höchster Priorität") umfasst gemäß § 2 ImpfV vor allem besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen (Über-80jährige sowie Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen untergebracht sind) sowie zu deren Schutz Personen, die in solchen Einrichtungen tätig sind (§ 2 Nr. 2 ImpfV). Darüber hinaus umfasst die erste Prioritätengruppe gemäß § 2 Nr. 4 ImpfV Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem "sehr hohen Expositionsrisiko" in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind. Hierzu zählen neben insb. Intensivstationen, Notaufnahmen und Rettungsdiensten auch Bereiche, in denen "für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten" durchgeführt werden. Letztere präzisiert die STIKO-Empfehlung dahingehend, dass es sich um aerosolgenerierende Tätigkeiten "an COVID-19-Patienten" handelnmuss wie z. B. Intubation, Extubation, Bronchoskopie, Laryngoskopie (sieheTab. 12 der STIKO-Empfehlung).

Die zweite Prioritätengruppe ("Schutzimpfungen mit hoher Priorität") umfasst gemäß § 3 Nr. 5 ImpfV u. a. Personen, die in Bereichenmedizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbeson- dere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigen unmittelbarem Patientenkontakt u. a.

Entsprechend der Impfverordnung und auf Grundlage der STIKO-Empfehlung sind Zahnärzte und ihre Mitarbeiter grundsätzlich in die Gruppe mit hohem Expositionsrisiko (Stufe 2) eingeordnet worden. Inwieweit innerhalb dieser zweiten Prioritätengruppe eine gemäß § 1 Abs. 2 Satz 2 ImpfVmögliche Unterpriorisierung (s. o.) bzgl. Zahnärzten und ihren Mitarbeitern angezeigt ist, muss spezifisch auf Landesebene beurteilt und entschieden werden.

Nicht geklärt ist derzeit, wie Schwerpunktpraxen oder Zentren zur zahnmedizinischen Versorgung von COVID-19-Patienten bzw. Zahnärzte, die im Bereichder zahnärztlichen Versorgung von Patienten in Alten- oder Pflegeeinrichtungen tätig sind, eingestuft werden. BZÄK und KZBV gehen davon aus, dass diese unter die erste Prioritätengruppe gemäß § 2 Nr. 2 bzw. § 2 Nr. 4 ImpfV gefasst werden müssen und haben diese Auffassung in ihrer Stellungnahme gegenüber dem BMG bzw. der STIKO vorgetragen. KZBV und BZÄK werden diese Frage zeitnah mit dem BMG zu klären versuchen.

   

Coronavirus-Impfverordnung

19.12.2020: Bundesgesundheitsminister Spahn hat gestern die Coronavirus-Impfverordnung vorgelegt. Die Bundesregierung informiert ausführlich dazu, wie die Reihenfolge definiert wurde und wie der Zeitplan aussieht:

Bundesregierung: Impfverordnung – Die Schwächsten zuerst schützen

Hier die Coronavirus-Impfverordnung als PDF-Datei.

   

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Corona-Hotline

Bei Fragen können Sie sich auch gerne an die Corona-Hotline der 

KZV Nordrhein wenden unter der Rufnummer
   

0211-9684-190.