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Aktuelle Nachrichten, Trends und Entwicklungen

Neue Heilmittelrichtilinie: KZBV-Informationspaket Hier lesen Sie mehr

Online-Rollout der Telematikinfrastruktur – Fristverlängerung Hier lesen Sie mehr

gematik: Grünes Licht für erste Komponenten der TI – Hier lesen Sie mehr

„Volkskrankheit“ Parodontitis – Hier lesen Sie mehr

G-BA beschließt AuB-Richtlinie – Hier lesen Sie mehr

HKP verständlich erklärt Hier lesen Sie mehr

Neuer Blog dentists4dentists Hier lesen Sie mehr

SMC-B-Karte für Vertragszahnärzte zugelassen Hier lesen sie mehr

G1-Karten jetzt ungültig Hier lesen Sie mehr

 

Neue Heilmittelrichtilinie: KZBV-Informationspaket

So verschreiben Sie richtig

Seit Juli dieses Jahres ist die neue zahnärztliche Heilmittel-Richtlinie in Kraft, die die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) als stimmberechtigte Trägerorganisation im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) durchgesetzt hatte. Mit der Richtlinie als verbindliche Rechtsgrundlage können Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte Heilmittel im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnen. Der Heilmittel-Katalog ist dabei fachlich ganz auf die spezifischen Erfordernisse der zahnärztlichen Versorgung zugeschnitten. 

Multimediales Informationsangebot der KZBV
Um den Praxen den Umgang mit den neuen Regelungen zu erleichtern, hat die KZBV ein umfangreiches, multimediales Informationsangebot erstellt. So erläutert die Broschüre „Die zahnärztliche Heilmittelverordnung – So verschreiben Sie richtig“ detailliert den Richtlinientext, die Zuordnung der Heilmittel zu Indikationen sowie die konkrete Umsetzung der Heilmittelverordnung und gibt praktische Ausfüllhinweise zum entsprechenden Vordruck „Zahnärztliche Heilmittelverordnung“. In der Publikation sind darüber hinaus eine Kurzerläuterung sowie eine Zusammenstellung der wichtigsten Fragen und Antworten zu dem Thema verfügbar. Abgerundet wird das Infopaket durch […] ein jetzt gestartetes, digitales Erklärprojekt auf der Website der KZBV. Mittels anschaulicher Fallbeispiele zur Erstverordnung, Folgeverordnung und zur Verordnung von Heilmitteln außerhalb des Regelfalls wird dabei der konkrete Umgang mit der Richtlinie und das Ausfüllen des Verordnungsformulars erläutert. 

Hintergrund: Die zahnärztliche Heilmittel-Richtlinie
Vertragszahnärzten war es bis zum Inkrafttreten der Richtlinie auf Grundlage der ärztlichen Heilmittel-Richtlinie möglich, Heilmittel dann zu verordnen, wenn diese zur Ausübung der Zahn-, Mund-, und Kieferheilkunde gehören. Jedoch kamen dabei immer wieder Fragen auf, welche Heilmittel im Einzelfall verordnet werden können. Um vor diesem Hintergrund eine einheitliche Rechtsgrundlage zu schaffen, hatte die KZBV im Jahr 2014 mit einem entsprechenden Antrag – der im G-BA beschlossen worden war – erreicht, dass die Besonderheiten der vertragszahnärztlichen Versorgung künftig mit einem eigenen Heilmittel-Katalog für den vertragszahnärztlichen Sektor berücksichtigt werden. 

Bezugsquellen der Informationsmaterialien
Die Heilmittel-Broschüre im pdf-Format zum Download und Selbstausdruck, die ergänzenden Erläuterungen, die Fragen und Antworten sowie die zahnärztliche Heilmittel-Richtlinie selbst können von Ihnen 
im Internet auf der Website der KZBV abgerufen werden.

KZBV, Pressemitteilung vom 29. November 2017

Die Heilmittelrichtlinie Zahnärzte und Erläuterungen dazu finden Sie auch auf den Internetseiten der KZV Nordrhein.

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Online-Rollout der Telematikinfrastruktur – Fristverlängerung

Laut E-Health-Gesetz zieht eine fehlende Anbindung an die Telematikinfrastruktur bis zum 1. Juli 2018 1 Prozent Honorarabschlag bei Medizinern nach sich. Nachdem die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung bereits im Juli Gespräche mit dem Bundesgesundheitsministerium geführt hat, stimmte der Bundesrat jetzt der Verordnung zur Verlängerung der Frist um sechs Monate zu. Vertragszahnärzte sind demnach gesetzlich verpflichtet, bis zum 31. Dezember 2018 das neue Versichertenstammdatenmanagement in ihren Praxen einzuführen. Mit der Fristverlängerung soll laut Verordnung den Ärzten, Zahnärzten und Einrichtungen eine ausreichende Übergangsfrist zugestanden werden, in der sie sich mit der erforderlichen Technik für die Versichertenstammdatenprüfung ausstatten können.

So funktioniert der Versichertenstammdatenabgleich über die Telematikinfrastruktur
Per SMC-B-Karte (elektronischer Praxisausweis) überprüft die Telematikinfrastruktur, ob die Zahnarztpraxis zur Nutzung des Online-Dienstes berechtigt ist. Auf diese Weise wird die Praxis authentisiert. Das E-Health-Kartenterminal im Praxisverwaltungssystem (PVS) prüft sodann, ob der Patient in diesem Quartal die Praxis schon einmal aufgesucht hat. Ist dies nicht der Fall ist und wurden die Daten des Patienten somit nicht schon einmal gepüft, leitet das Praxisverwaltungssystem die Online-Prüfung der Daten auf der elektronischen Gesundheitskarte über den Konnektor ein. Dieser prüft im Versichertenstammdaten-Server, ob für diese eGK ein Aktualisierungsauftrag vorliegt. Im positiven Fall aktualisiert der Konnektor die Daten auf der elektronischen Gesundheitskarte. Im Anschluss daran liest das Praxisverwaltungssystem die aktualisierten eGK-Daten ein.

Ausführliche Informationen und weiterführende Hinweise zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur erhalten Sie auf unseren Internetseiten.

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gematik: Grünes Licht für erste Komponenten der TI

Konnektor, E-Health-Kartenterminal, VPN-Zugangsdienst und Praxisausweis für TI-Einsatz zugelassen

Die gematik Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH hat erstmalig Zulassungen für Produkte und Dienste der Industrie zum bundesweiten Betrieb der ersten Anwendung Versichertenstammdaten-Management erteilt. 

Für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur sind mehrere Produkte und Dienste der Industrie notwendig, die von der gematik zugelassen werden müssen, wie beispielsweise der Konnektor, das E-Health-Kartenterminal, der VPN-Zugangsdienst und der elektronische Praxisausweis. Diese stellen neben der Anpassung des jeweiligen IT-Verwaltungs- oder -informationssystems die Basisausstattung dar, um eine medizinische Einrichtung an die Telematikinfrastruktur anzuschließen.

Als erste haben das Zulassungsverfahren der gematik erfolgreich durchlaufen der Konnektor „KoCoBox MED+“ des Unternehmens KoCo Connector, das E-Health-Kartenterminal „ORGA 6141 online“ des Unternehmens Ingenico Healthcare, der VPN-Zugangsdienst des Unternehmens CompuGroup Medical Deutschland und die Bundesdruckerei als Anbieter von elektronischen Praxisausweisen. Die Bundesdruckerei hat dabei zunächst die Zulassung für Zahnarztpraxen erhalten. Die Zulassung für Arzt- und Psychotherapeutenpraxen wird in Kürze folgen.

„Wir freuen uns über das Engagement der Industrieunternehmen, die mit ihren Produkten vorangehend alle Anforderungen an die Funktionalität, Interoperabilität und Sicherheit zum Einsatz in der Telematikinfrastruktur erfüllt haben. Weitere Produkte verschiedener Unternehmen durchlaufen derzeit die Zulassungsverfahren“, sagt Alexander Beyer, Geschäftsführer der gematik. „Auch andere Hersteller und Dienstleister sind dazu eingeladen, ihre Produkte zur Zulassung einzureichen“.

Für den bundesweiten Betrieb der Anwendung Versichertenstammdaten-Management hat die gematik fristgerecht zum 30. Juni 2017 die erforderlichen Sicherheits- und Betriebskonzepte festgelegt, sämtliche technische Vorgaben (Spezifikationen) definiert und veröffentlicht sowie die notwendigen Zulassungsverfahren für die zentral und dezentral betriebenen Produkte und Dienste etabliert. 

Zur technischen Ausstattung einer medizinischen Einrichtung, um diese an die Telematikinfrastruktur anzuschließen, gehört ein neues Gerät, der Konnektor. Er verbindet die IT-Systeme medizinischer Einrichtungen mit der Telematikinfrastruktur (ein Internetanschluss ist notwendig). Der Konnektor ist mit einem Router vergleichbar, jedoch mit einem deutlich größeren Funktionsumfang und einem sehr hohen Sicherheitsniveau. Er stellt ein sogenanntes virtuelles privates Netzwerk (VPN) her, in dem elektronische Anwendungen unter Einsatz moderner Verschlüsselungstechnologien völlig abgeschirmt vom sonstigen Internet genutzt werden können. 

Das Versichertenstammdaten-Management ist die erste Anwendung der Telematikinfrastruktur und ermöglicht es Ärzten, Zahnärzten und Psychotherapeuten in Echtzeit (online) automatisiert zu überprüfen, ob die auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeicherten Versichertenstammdaten aktuell sind bzw. ob ein gültiges Versicherungsverhältnis besteht. Dieser Online-Datenabgleich ist gesetzlich verpflichtend. Erst jüngst hat der Bundesrat die Frist für die flächendeckende Einführung des Versichertenstammdaten-Managements durch die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte, Einrichtungen und Zahnärzte auf den 31. Dezember 2018 verlängert.

gematik, Pressemitteilung vom 10.11.2017

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„Volkskrankheit“ Parodontitis

Neues zahnärztliches Versorgungskonzept

Parodontale Erkrankungen sind bei Erwachsenen der Hauptgrund für den Verlust von Zähnen. Etwa jeder zweite jüngere Erwachsene ist an einer behandlungsbedürftigen Parodontopathie erkrankt. Zudem haben parodontale Erkrankungen erhebliche Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit. Die Zahnärzteschaft sagt der Volkskrankheit Parodontitis daher jetzt mit einem neuen, wissenschaftlich abgesicherten Versorgungskonzept entschieden den Kampf an. Das Konzept wurde in Frankfurt am Main im Rahmen des Deutschen Zahnärztetages nach mehrjährigen Vorarbeiten verabschiedet.

Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV): „Das neue Behandlungskonzept basiert auf international anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnissen und berücksichtigt den medizinischen Fortschritt. Es soll die derzeitige, 40 Jahre alte Behandlungsrichtlinie ersetzen und schafft die Voraussetzungen für eine wirksame und nachhaltige Bekämpfung der Parodontitis. Damit leistet die Zahnärzteschaft einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Mund- und Allgemeingesundheit in Deutschland.“

Dr. Peter Engel, Präsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK): „Die Parodontitis ist und bleibt eine Volkskrankheit. Deswegen ist es notwendig, entsprechende Rahmenbedingungen für die Bekämpfung der Erkrankung zu schaffen. Notwendig ist dabei aber auch eine ausreichende Finanzierung, die durch zusätzliche Mittel erfolgen muss. Durch die Anteile der sprechenden Zahnmedizin im Konzept wird der Patient in die Lage versetzt, die notwendige Eigenverantwortung zu übernehmen. Die BZÄK wird durch eine bevölkerungsweite Aufklärung zur Früherkennung der Erkrankung dieses Konzept begleiten.“

Zentrale Inhalte des neuen Konzepts
Das Konzept wurde von KZBV, BZÄK und der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO) erarbeitet. Es dient der Zahnärzteschaft als Grundlage für die Neuausrichtung der Parodontitisbehandlung. Zentrale zusätzliche Leistungsinhalte sind:

  • die Aufklärung der Patienten über parodontale Gesundheit und Bedeutung der Vorsorge,
  • die Einführung der neuen Leistung „Ärztliches Gespräch“, um Zahnärztinnen und Zahnärzten die individuelle und umfassende Aufklärung der Patienten zu ermöglichen,
  • regelmäßige Reevaluationen zur Qualitätssicherung,
  • die Ergänzung der Therapie durch eine strukturierte Nachsorge, der sogenannten Unterstützenden Parodontitistherapie (UPT),
  • sowie die gezielte Förderung der Eigenverantwortlichkeit und Mitarbeit der Patientinnen und Patienten durch ein Bonussystem – in Anlehnung an das entsprechende System bei der Versorgung mit Zahnersatz, das sich seit vielen Jahren bewährt hat.

KZBV, Pressemitteilung vom 13. November 2017

Das neue Versorgungskonzept kann auf der Website der KZBV und der BZÄK abgerufen werden.

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G-BA beschließt AuB-Richtlinie

Neue Präventionsleistungen für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die erste Fassung der Richtlinie nach § 22a SGB V beschlossen. Das bedeutet, dass Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen ab dem 1. Juli 2018 einen verbindlichen Rechtsanspruch auf zusätzliche zahnärztliche Vorsorgemaßnahmen im Rahmen der GKV haben.

Da die betroffenen Menschen normalerweise nicht in der Lage sind, eine eigenverantwortliche Mund- und Zahnpflege durchzuführen und in Bezug auf die Mundgesunheit im Vergleich zur übrigen Bevölkerung deutlich schlechter dastehen, bestand hier eine deutliche Versorgungslücke. Die Zahnärzteschaft ist in dieser Angelegenheit jedoch nicht untätig geblieben und hat bereits im Jahr 2010 ein umfassendes AuB-Konzept „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter“ vorgelegt, um dessen Umsetzung durch den Gesetzgeber die KZBV sich fortan stetig bemüht hat, zuletzt 2016 durch das Einbringen eines eigenen Richtlinienentwurfs als Beratungsgrundlage für den G-BA. Nachdem der Gesetzgeber zunächst mit den § 22a, § 87 Abs. 2i und § 87 Abs. 2j SGB V zentrale Teile des AuB-Konzepts aufgegriffen und den G-BA mit der Regelung konkreter zahnärztlicher Präventionsleistungen beauftragt hat, erfolgt mit der Verabschiedung dieser Richtlinie jetzt die Umsetzung in die Versorgung.

Neue GKV-Leistungen für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen
Betroffene haben jetzt einen Anspruch auf präventive Betreuung beim Zahnarzt, vor allem auf

  • eine Erhebung des Mundgesundheitsstatus, 
  • die Erstellung eines Plans zur individuellen Mund- und Prothesenpflege,
  • eine Aufklärung über die Bedeutung der Mundhygiene, 
  • Maßnahmen zur Erhaltung der Mundgesundheit und
  • die Entfernung harter Zahnbeläge einmal im Kalenderhalbjahr.

Dabei sollen Pflegepersonen oder Personen, die die Betroffenen unterstützen, in die Aufklärung und Erstellung des Pflegeplans mit einbezogen werden.

Sowohl die Arbeitsgemeinschaft für Zahnmedizin für Menschen mit Behinderung (AG ZMB) als auch die KZBV begrüßen die neue Richtlinie, weisen jedoch darauf hin, dass mit deren Inkrafttreten nur ein Teil der Forderungen aus dem AuB-Konzept umgesetzt worden ist. Sie sehen den G-BA daher in der Pflicht, auch die bislang aus Gründen der Verfahrensbeschleunigung noch nicht in die Richtlinie überführten AuB-Forderungen der Zahnärzte zu erfüllen und auf der Grundlage der neuen Richtlinie über weitere notwendige Prophylaxeleistungen zu beraten.

Das BZÄK-/KZBV-Versorgungskonzept „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter", das in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ) und der Arbeitsgemeinschaft für Behindertenbehandlung im Bundesverband Deutscher Oralchirurgen (BDO) entstanden ist, kann online eingesehen und heruntergeladen werden.

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HKP verständlich erklärt

Neuer Zahntipp zum Heil- und Kostenplan

Der Heil- und Kostenplan ist kaum geeignet, von Patienten ohne Unterstützung verstanden zu werden. Es wimmelt nur so von Begriffen wie „Festzuschuss“, „Vorsorge-Bonus“, „Härtefall“, „gutachterlich“ usw. Da ist das Praxisteam gefordert! Um Zahnärzte und ZFA zu unterstützen, hat der Öffentlichkeitsausschuss der KZV Nordrhein den Zahntipp „Heil- und Kostenplan (HKP). Verständlich erklärt“ verfasst. Schließlich gilt auch nach der Beratung in der Praxis: Was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen.

Der neue Zahntipp erläutert mit einfachen Worten alles, was für den Patienten relevant ist: Neben den beiden Teilen des HKP etwa den Unterschied zwischen Regelversorgung, gleich- und andersartiger Versorgung sowie die Bonusregelung. Weitere Themen sind andere genehmigungspflichtige Behandlungen und das Gutachterwesen.

Mit „Heil- und Kostenplan (HKP). Verständlich erklärt“ wird die Reihe der Zahntipps sinnvoll ergänzt. Die Gesamtauflage der jetzt zwölf Broschüren erreicht anderthalb Millionen Exemplare. Dies belegt, wie gut die Hefte überall ankommen – bei Zahnärzten und Patienten. 

Der Erfolg hängt auch mit dem breiten Spektrum der Themen zusammen. Sie reichen von der Prophylaxe bis zu Endodontie und Implantaten, von „Schöne Zähne“ bis zur „Zahngesundheit von Pflegebedürftigen“. Moderne Füllungstherapie, Parodontitis und Kieferorthopädie dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Heil und Kostenplan (HKP). Verständlich erklärt 
16 Seiten; Selbstkostenpreis 27 Cent
Ein Ansichtsexemplar wird mit einem der nächsten Informationsdienste ID an alle nordrheinischen Praxen verschickt.
Das Bestellformular können Sie auf unseren Internetseiten herunterladen (PDF).

Bild Startseite: KZV Nordrhein

   

dentists4dentists

Der neue Blog von und für Zahnärztinnen und Zahnärzte

Zahnärztekammer und KZV Nordrhein, ZA eG, FVDZ und DZV – die sogenannten fünf Säulen – haben gemeinsam den Blog dentists4dentists.de entwickelt. Er ist das Ergebnis zahlreicher Gespräche mit vielen jungen Zahnärzten, mit Studenten, Assistenten, Angestellten und neu Niedergelassenen.

Unabhängig, neutral und ohne finanzielle Interessen
Was ist das Besondere an dentists4dentists? Im Blog informieren und diskutieren Zahnärztinnen und Zahnärzte unabhängig und neutral. Zahnärzte mit langjähriger Erfahrung und Fachleute auf den verschiedensten Gebieten von Kammer und KZV, ZA eG und den großen Standesorganisationen stehen ohne finanzielles Gewinnstreben ihren jungen Kollegen mit Rat und Tat zur Seite. Apropos: Der Blog dentists4dentists unterliegt keineswegs irgendwelchen Altersbeschränkungen!

Hier gelangen Sie zum neuen Zahnärzteblog.

   

SMC-B-Karte für Vertragszahnärzte zugelassen

Bundesdruckerei ist Anbieter

Die Digitalisierung der Zahnarzt- und Arztpraxen in Deutschland macht einen großen Schritt nach vorn. Für einen der fünf Gesundheitssektoren (Zahnärzte, Ärzte, Krankenhäuser, Apotheker, Physiotherapeuten) ist der elektronische Praxisausweis (SMC-B) von der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) zugelassen worden. Das teilten die KZBV und die Bundesdruckerei als Anbieter des Ausweises am Donnerstag mit. 

„Als verantwortlicher Ressortvorstand freue ich mich, dass mit dieser Zulassung ein weiterer wichtiger Meilenstein zum Start des Produktivbetriebs der Telematikinfrastruktur gesetzt werden konnte“, sagte Dr. Karl-Georg Pochhammer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KZBV. 

„Der elektronische Praxisausweis gibt dem digitalen Gesundheitswesen den dringend benötigten Schub, neue Anwendungen für die elektronische Gesundheitskarte zu fördern und die Gesundheitsversorgung der Patienten zu verbessern“, sagte Jochen Felsner, Marketingleiter der Bundesdruckerei. „Der elektronische Praxisausweis stellt den Schutz und die Sicherheit von Patientendaten sicher. Leistungserbringer im Gesundheitswesen können schnell, gesetzeskonform und komfortabel auf aktuelle Versichertendaten zugreifen und deren Verarbeitung effizient einbinden.“ 

Praxen benötigen den Ausweis zur Authentisierung der medizinischen Einrichtung, damit der Konnektor vor Ort eine gesicherte Verbindung zur Telematikinfrastruktur aufbauen kann. Interessierte Unternehmen, die als Anbieter in einem marktoffen gestalteten Zulassungsmodell elektronische Ausweise anbieten möchten, erhalten entsprechende Informationen zum Ausgabeverfahren bei der KZBV. Zahnärzte können den Ausweis über das Portal der für sie zuständigen Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) beantragen. Die Kosten für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur werden Zahnärzten und Ärzten erstattet. Das gilt für die Karte und für weitere Komponenten, etwa den Konnektor. Die Karte ist fünf Jahre gültig. Weitere Informationen, darunter die neue Broschüre „Anbindung an die Telematikinfrastruktur – Informationen für Ihre Praxis“ sind auf der Website der KZBV unter www.kzbv.de abrufbar. 

Mit dem „Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz)“ hat der Gesetzgeber die Einführung einer sicheren digitalen Infrastruktur für das Gesundheitswesen geplant. Die Teilnahme an der Telematikinfrastruktur wird für alle sogenannten Leistungserbringer – Zahnärzte, Ärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Apotheken – rechtlich verpflichtend. So wird ein sicherer elektronischer Datenaustausch im gesamten Gesundheitswesen möglich. Die Leistungserbringer müssen sich gegenüber dem digitalen Gesundheitsnetzwerk sicher authentifizieren. Dafür brauchen sie einen Ausweis, die Security Module Card Typ B (SMC-B). Die Karte im ID0-Kartenformat (Mini SIM) wird auch als Praxis- oder Institutionsausweis bezeichnet. 

Die jeweiligen Leistungserbringer benötigen drei zertifizierte Komponenten für den Zugriff zur Telematikinfrastruktur: einen Ausweis, ein Lesegerät sowie einen sogenannten Konnektor für die eigentliche Anbindung an das Gesundheitsnetz. Der Ausweis muss von den jeweiligen Selbstverwaltungen sowie der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (gematik) zugelassen werden. Lesegerät und Konnektoren müssen nur von der gematik zertifiziert werden. „Die Zulassung unseres elektronischen Praxisausweises für alle Sektoren ist bei der gematik bereits beantragt“, sagt Felsner. Parallel dazu laufen die Zulassungsprozesse bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). 

Die SMC-B-Karten werden von der Bundesdruckerei-Tochter D-TRUST hergestellt. Die Leistungserbringer stecken sie in ein Kartenterminal und geben eine geheime PIN ein. Damit weist der Ausweis die Identität der jeweiligen Institution nach und sichert die Verbindung zur Telematikinfrastruktur ab. Der Ausweis kann zudem für weitere Anwendungen genutzt werden: So kann die Herkunft digitaler Dokumente nachgewiesen oder E-Mail-Kommunikation zwischen Institutionen sicher verschlüsselt werden.

Gemeinsame Pressemitteilung von KZBV und Bundesdruckerei vom 5. Oktober 2017

Wichtige Informationen zur SMC-B Karte (FAQs, Beantragung, Pflichten, Preis- und Produktinformationen) erhalten Sie auf den Internetseiten der Bundesdruckerei.

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G1-Karten jetzt ungültig

Ab dem 1. Oktober 2017 können elektronische Gesundheitskarten der ersten Generation (G1) nicht mehr in das Praxisverwaltungssystem eingelesen werden. Weiterhin ihre Gültigkeit behalten G1+-Karten und G2-Karten. Die gematik hatte den elektronischen Gesundheitskarten der Generation 1 zum 30. Juni 2017 die Zulassung entzogen. Der Grund dafür ist, dass sie nicht onlinefähig sind.

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) weist darauf hin, dass sich die jetzt abgelaufenen G1-Karten optisch nicht von den neueren G1+-Karten unterscheiden. Zwar ist die Generationsnummer rechts oben auf der Karte aufgedruckt. Da bei den Karten der Generation 1 und der Generation 1+ hier jedoch jeweils der gleiche Vermerk „G1“ zu lesen ist, ist äußerlich nicht erkennbar, ob es sich um eine G1-Karte oder eine G1+-Karte handelt.

Daher rät die KZBV, dass Praxen wie gewohnt jede elektronische Gesundheitskarte (eGK) einlesen und auf keinen Fall automatisch ablehnen sollten. Handelt es sich um eine nicht mehr gültige G1-Karte, die eingelesen wird, wird diese von der Praxissoftware als solche erkannt und vom System abgelehnt. Die KZBV versichert, dass das Praxisteam sich auf diese Überprüfung verlassen kann. Wird die eGK vom Praxisverwaltungssystem abgelehnt, lautet die Empfehlung der KZBV, zunächst den Patienten zu fragen, ob er von seiner Krankenkasse nicht schon eine neue Karte erhalten und vielleicht nur versehentlich die alte Karte vorgelegt hat. Ansonsten sollte der Patient gebeten werden, sich schnellstens an seine Kasse zu wenden. Da nach Angaben der Krankenkassen die betroffenen Versicherten inzwischen mit neuen Karten ausgestattet sind, sollten eigentlich keine oder nur sehr wenige alte Karten im Umlauf sein. Bei einer Ablehnung der eGK durch das Praxisverwaltungssystem wenden Praxen das Ersatzverfahren an. 

Quelle: KZBV/zm online

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Neue Heilmittelrichtlinie

KZBV-Informationspaket

Die neue KZBV-Broschüre „Die zahnärztliche Heilmittelverordnung – So verschreiben Sie richtig“ enhält Erläuterungen zur Zuordnung der Heilmittel zu Indikationen sowie zur konkreten Umsetzung der Verordnung und Tipps zum Ausfüllen des Vordrucks. Zudem umfasst sie eine Kurzerläuterung sowie eine FAQ-Liste. Die Broschüre wird durch ein digitales Erklärprojekt ergänzt.

 

Hier gelangen Sie auf der KZBV-Website zu dem
KZBV-Informationspaket zur zahnärztlichen Heilmittel-
verordnung
.

Parodontitis

Neues Versorgungskonzept

KZBV, BZAEK und DG Paro haben ein neues, wissenschaftlich abgesichertes Versorgungskonzept gegen die „Volkskrankheit Parodontitis“ entwickelt:

PAR-Versorgungskonzept – Konzept für die Behandlung von Parodontalerkrankun-
gen bei Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung

Anbindung an die Telematikinfrastruktur

Die Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen geht an den Start. In den kommenden Monaten sollen alle Praxen an Deutschlands größtes elektronisches Gesundheitsnetz angeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund hat die KZBV eine Informationsbroschüre veröffentlicht:
„Anbindung an die Telematik-
infrastruktur – Informa-
tionen für Ihre Praxis“

   

KZBV und KZV Sachsen stellen außerdem ein 
Erklärvideo „Einführung
in die Telematikinfra-
struktur“

zur Verfügung.

Agenda Mundgesundheit

Die „Agenda Mundgesundheit
2017-2021" der KZBV umfasst die gesundheitspolitischen Positionen der Vertragszahnärzteschaft zur Sicherstellung und Weiterentwicklung der zahnmedizinischen Versorgung in Deutschland. Die vollständige Agenda sowie eine Kurzfassung können auf der Website der KZBV abgerufen werden:

Agenda Mundgesundheit
2017-2021 (PDF) und
Agenda Mundgesundheit – Positionen und Grundsätze (PDF)

Übersichtsgrafik Qualitätsförderung

Der zahnärztliche Berufsstand ist bestrebt, in den Praxen vor Ort immer die möglichst beste Versorgungsqualität für Patientinnen und Patienten zu gewährleisten. Eine umfassende Qualitätsförderung ist zentrale kontinuierliche Aufgabe aller Zahnärztinnen und Zahnärzte.

 

Die KZBV stellt dafür eine Übersichtsgrafik mit weiterführenden Erläuterungen zur Verfügung, die anschaulich, leicht verständlich und transparent über die einzelnen Elemente zahnärztlicher Qualitätsförderung informiert und die Sie hier herunterladen können:

KZBV-Übersichtgrafik
Qualitätsförderung (PDF)

PZR-Umfrage-Ergebnisse 2017

Die KZBV hat im April 2017 bei 113 gesetzlichen Krankenkassen eine Umfrage zu den Angeboten der Kassen hinsichtlich der PZR durchgeführt. Gefragt wurde nach der konkreten Leistung der jeweiligen Kasse im Zusammenhang mit einer PZR, nach Absprachen mit KZVen und danach, ob der Zahnarzt frei nach der GOZ abrechnen kann.

 

36 Krankenkassen haben sich mit freiwilligen Selbstauskünften an der Umfrage beteiligt. Die KZBV übernimmt für Inhalt und Vollständigkeit keine Gewähr. Ein Teil der Angebote basiert auf sogenannten Selektivverträgen und hat damit eine Einschränkung der freien Zahnarztwahl zur Folge. 

Hier gelangen Sie zu den 

DMS V-Praxisplakat

Bundeszahnärztekammer und KZBV haben in Zusammenarbeit mit dem Institut der Deutschen Zahnärzte ein Plakat zur Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) zur Verwendung in der Zahnarztpraxis herausgegeben. Es informiert über die positiven Ergebnisse der Studie und fordert die Patienten auf, den nächsten Kontrolltermin zu vereinbaren:


Auf den Seiten der KZBV erhalten Sie außerdem eine 

Bestechlichkeit / Bestechung

Bestechlichkeit / Bestechung
im Gesundheitswesen
KZBV / BZAEK: Info-Broschüre (Rechtsgrundlagen)

Die in der breiten Öffentlichkeit geführte Diskussion um Korruption und Bestechlichkeit im Gesundheitswesen war für den Gesetzgeber Anlass, eine entsprechende neue Strafrechtsnorm zu beschließen. Zudem gewinnen Transparenz und Compliance in der öffentlichen Wahrnehmung zunehmend an Bedeutung.

Die strikte Einhaltung rechtlicher Vorgaben ist daher Ziel und Auftrag jedes einzelnen Zahnarztes sowie des zahnärztlichen Berufsstandes in seiner Gesamtheit. Fragen wie „Was darf ich denn noch?“ und „Was ist verboten?“ sind inzwischen fester Bestandteil des Beratungsalltags von Zahnärztekammern und Kassen-
zahnärztlichen Vereinigungen.

Die Info-Broschüre zu diesem Thema in der Schriftenreihe "Rechtsgrund-
lagen für die Zahnarztpraxis" möchte Antworten geben und helfen, Verunsicherungen abzubauen. 

Qualitätsförderung

BZÄK/KZBV: 
Agenda Qualitätsförderung

 

Mit dieser Agenda legen BZÄK und KZBV ihre überarbeiteten Positionen zur Qualitätsförderung in der Zahnmedizin in Anknüpfung an die gemeinsame Agenda Qualitäts-
förderung aus dem Jahr 2004 vor, zeigen Perspektiven für die Weiterentwicklung durch den Berufsstand und Forderungen an die Gesundheitspolitik für die kommenden Jahre auf.

 

Die Ziele, Grundsätze und Handlungsempfehlungen der Agenda beziehen sich sowohl auf die Patienten als auch auf die in der zahnmedizinischen Versorgung tätigen Zahnärzte und Beschäftigten. Leitbild ist eine Beziehung zwischen Zahnarzt und Patient, die von Vertrauen geprägt ist.

 

Mehr dazu auf den Internetseiten der BZAEK und der KZBV.

Hier geht es zum Download der

Agenda Qualitätsförderung
(PDF)
.

Frühkindliche Kariesprävention

BZÄK-/KZBV-Versorgungskonzept „Frühkindliche Karies vermeiden“

BZÄK und KZBV haben gemeinsam mit dem Bundesverband der Kinderzahnärzte (BuKiZ) und dem Deutschen Hebammenverband (DHV) sowie unter der wissenschaftlichen Begleitung der Universität Greifswald ein Konzeptpapier zur frühkindlichen Kariesprävention unter dem Titel „Frühkindliche Karies vermeiden“ entwickelt.


Sie können das Konzeptpapier im Internet einsehen und herunterladen:

Frühkindliche Karies vermeiden (PDF).

Alters- und Behindertenzahnheilkunde

BZÄK-/KZBV-Versorgungs-
konzept „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter“

 

In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ) und der Arbeitsgemeinschaft für Behindertenbehandlung im Bundesverband Deutscher Oralchirurgen (BDO) entstand unter dem Titel „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter“ ein Konzept, mit dem die Heraus-
forderungen an die zahnmedizinische Versorgung von Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen angegangen werden können.


Das Konzeptpapier kann im Internet eingesehen und heruntergeladen werden:

Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter (PDF).