Die KZV Nordrhein bei Facebook

Der KZV-Auftritt bei Facebook: aktuell, informativ und unterhaltsam!

Als Ergebnis zahlreicher Gespräche mit jungen Zahnärzten, Studenten, Assistenten, Angestellten und frisch Niedergelassenen ist die KZV Nordrhein jetzt auch auf Facebook zu erreichen. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

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News

Aktuelle Nachrichten, Trends und Entwicklungen

Neue Produktpolitik bei zuckerhaltigen Lebensmitteln Hier lesen Sie mehr

Erweiterte Neufassung Zahntipp „Prophylaxe“ Hier lesen Sie mehr

Neues BGH-Urteil zu Jameda Hier lesen Sie mehr

Neues Datenschutzrecht genau beachten Hier lesen Sie mehr

Informationsfilm von BZAEK und KZBV zur Patientenberatung Hier lesen Sie mehr

Neue Heilmittelrichtilinie: KZBV-Informationspaket Hier lesen Sie mehr

Online-Rollout der Telematikinfrastruktur – Fristverlängerung Hier lesen Sie mehr

gematik: Grünes Licht für erste Komponenten der TI Hier lesen Sie mehr

Neuer Blog dentists4dentists Hier lesen Sie mehr 

   

Neue Produktpolitik bei zuckerhaltigen Lebensmitteln

Deutsche Supermarktketten und Hersteller wollen Zucker in Produkten reduzieren

Zu viel Zucker schadet bekanntlich den Zähnen und fördert Übergewicht. Da dieses Thema in den letzten Jahren verstärkt in das Blickfeld von Presse und Öffentlichkeit gerückt ist, planen jetzt auch mehrere deutsche Supermarktketten und Hersteller von Lebensmitteln und Getränken, den Zuckergehalt etlicher Produkte deutlich zurückzufahren.

Der Discounter Lidl hatte schon zu Beginn des letzten Jahres eine Reduktion des Zucker- und Salzanteils in eigenen Produkten wie Frühstücksflocken, Fertiggerichten und Chips um 20 Prozent bis zum Jahr 2025 beschlossen. Zusätzlich ist jetzt geplant, den Zuckergehalt bestimmter Erfrischungsgetränke in einem ersten Schritt „um fünf bis acht Prozent“ zu senken sowie den Zuckeranteil einer Reihe von Süßgebäck-Artikeln und Backwaren zu reduzieren. Wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet, wird bei Lidl derzeit auch jeder Joghurt einer Produktüberarbeitung zwecks Senkung des Zuckergehalts unterzogen. Die Zuckerreduzierung soll dabei sukzessive erfolgen, damit die Konsumenten sich an die verringerte Süße gewöhnen. Auch andere Supermarktketten und namhafte Hersteller von Markenprodukten wie zum Beispiel Rewe, Eckes-Granini, Dr. Oetker und Bahlsen wollen zukünftig verstärkt Produkte mit reduziertem Zuckergehalt anbieten oder bieten solche Lebensmittel und Getränke bereits an. So beabsichtigt der Handelskonzern Rewe, im Verlauf dieses Jahres rund 100 zuckerreduzierte Eigenmarkenprodukte in sein Sortiment aufzunehmen.

Eine Studie von „Foodwatch“ war jüngst zu dem Ergebnis gekommen, dass Coca-Cola mit einem millionenschweren Online- und TV-Marketing gezielt Kinder und Jugendliche als Konsumentengruppe ansprechen wolle. Das wird von der Verbraucherorganisation sehr kritisch gesehen, da die zuckerhaltigen Getränke des Unternehmens „flüssige Krankmacher“ und mitverantwortlich für die Ausbreitung von Krankheiten wie Fettleibigkeit und Diabetes seien.

Zudem ist vor kurzem bekannt geworden, dass mehrere internationale Studien, die in der britischen Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht wurden, Sondersteuern auf Softdrinks, Alkohol und Tabak empfehlen, um die Zunahme von Krankheiten wie Adipositas, Diabetes, Herz- und Kreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen und Krebs wirksam einzudämmen. Nach einer Einschätzung von Wissenschaftlern der Universität Hamburg verursachen Fettleibigkeit, Tabak- und Alkoholkonsum in Deutschland Gesundheitskosten von zirka 180 Milliarden Euro im Jahr.

Bild Startseite und diese Seite: sassi / pixelio.de

   

Erweiterte Neufassung Zahntipp „Prophylaxe“

Von der richtigen Zahnputztechnik bis zur Professionellen Zahnreinigung

Noch druckfrisch: die erweiterte Neufassung des Zahntipps „Prophylaxe“ ist da! Mit dieser Broschüre werden Patienten umfassend über die gesamte Palette der Zahnvorsorge informiert – von der Zahnhygiene zu Hause über die halbjährlichen Vorsorgeuntersuchungen bis hin zur Professionellen Zahnreinigung. Anschauliche Illustrationen zur richtigen Zahnputztechnik oder zum Gebrauch von Zahnseide und viele wertvolle Tipps zum Thema Zähneputzen und Zahnpflegemittel machen Patienten fit für den Zahnputz-Alltag zu Hause. Aber auch die Prophylaxe in der Zahnarztpraxis im Rahmen der gesetzlichen Vorsorge und der Professionellen Zahnreinigung kommen nicht zu kurz, deren zentrale Bedeutung für den langfristigen Erhalt einer guten Mundgesundheit leicht verständlich und übersichtlich dargestellt wird.

Mit der erweiterten Neufassung des Zahntipps „Prophylaxe“ möchte Ihnen der Öffentlichkeitsausschuss der KZV Nordrhein ein Instrument zur Patienteninformation an die Hand geben, das Sie im Praxisalltag unterstützt und den Patienten alle Möglichkeiten der modernen zahnmedizinischen Prophylaxe vor Augen führt. Sie können den Zahntipp ab sofort über myKZV bestellen. Eine Bestellung ist auch per Fax mit unserem Bestellformular möglich:
Bestellformular für Zahntipps und Zahnärztliche Pässe.

Bild Startseite: KZV Nordrhein, proDente e. V./Johann Peter Kierzkowski, shutterstock/MicroOne

   

Neues BGH-Urteil zu Jameda

Profil-Löschung wegen Verletzung des Neutralitätsgebots

Eine Kölner Dermatologin hat vor dem Bundesgerichtshof (BGH) gegen Jameda geklagt und die Löschung ihres Profils erstritten. Sie war unfreiwillig auf dem Arztbewertungsportal geführt worden und sah sich als „Nichtzahlerin“ bei Jameda damit konfrontiert, dass auf ihrem Profil regelmäßig Einblendungen von zahlenden Ärzten zu sehen waren, die als „Premiumkunden“ auf Jameda mit ausführlichem Porträt und Foto vertreten sind. Umgekehrt bleiben die Jameda-Profile der „Premiumkunden“ von Werbeeinblendungen der ärztlichen Konkurrenz verschont. Darin sah das BGH eine Begünstigung von zahlenden gegenüber nicht zahlenden Medizinern und eine Verletzung der für Bewertungsportale gebotenen Neutralität. In ihrem Urteil vom 20. Februar 2018 (VI ZR 30/17) gaben die Richter daher dem Grundrecht der Klägerin auf informationelle Selbstbestimmung den Vorrang vor dem Recht von Jameda und den Portalnutzern auf Meinungs- und Medienfreiheit. Dennoch hält das Gericht an seiner Entscheidung von 2014 fest, nach der kein grundsätzlicher Anspruch auf Löschung seiner Daten aus Portalen dieser Art besteht – solange eben das Neutralitätsprinzip gewahrt wird. Jameda will nun seine Verfahrensweise bei Werbeeinblendungen entsprechend anpassen.

KZBV zum BGH-Urteil
Anlässlich dieses Grundsatzurteils des Bundesgerichtshofes (BGH) zur Löschung von Einträgen auf Arztbewertungsportalen hat die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) einen kritischen Umgang mit solchen Anwendungen angemahnt. Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV: „Nur der gut informierte Patient kann sein Recht auf freie Zahnarztwahl gezielt und verantwortungsvoll ausüben. Neben Informationen der Praxen können dafür auch Online-Bewertungsportale eine Hilfestellung sein. Jedoch müssen die Grenzen solcher Plattformen klar benannt werden: Sie können niemals verlässlich die Behandlungsqualität im klinischen Sinne messen und abbilden. Insbesondere aber ersetzen sie nicht den Aufbau einer persönlichen Vertrauensbeziehung zwischen Patient und Zahnarzt, die für eine gute Versorgung unerlässlich ist. Entscheidend ist auch, dass Bewertungen fair und sachlich erfolgen. Auch vor diesem Hintergrund begrüßen wir das heutige Urteil, da es das Recht auf informationelle Selbstbestimmung stärkt.“

Leitfaden für Bewertungsportale
Die KZBV hat gemeinsam mit der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), der Bundesärztekammer (BÄK), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) einen Leitfaden mit Qualitätsstandards für Bewertungsportale veröffentlicht. Dieser richtet sich sowohl an Nutzer als auch an Anbieter solcher Anwendungen. Nutzer können anhand der Kriterien die Qualität eines Angebotes prüfen. Für Entwickler und Anbieter kann der Katalog dazu dienen, das jeweilige Portal zu optimieren. Die Kriterien beziehen sich unter anderem auf (datenschutz)rechtliche, inhaltliche und technische Aspekte. Wichtig sind zudem Verständlichkeit, Transparenz und Pflichten des Herausgebers. Der Leitfaden „Gute Praxis Bewertungsportale“ steht auf den Internetseiten der KZBV zum Download bereit.

Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung

Bild Startseite: Thorben Wengert / pixelio.de

   

Neues Datenschutzrecht genau beachten

Sicherheit der verarbeiteten Personendaten muss gewährleistet sein

Zahnarztpraxen müssen ihre Einrichtungen und Abläufe dem neuen deutschen und europäischen Datenschutzrecht anpassen, das ab dem 25. Mai 2018 gilt. Es geht für die Praxen dabei vor allem darum, die Sicherheit der verarbeiteten Personendaten zu gewährleisten, die nach europäischer Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ab dem genannten Stichtag besonders geschützt werden müssen. Die Bundeszahnärztekammer rät Zahnärzten dazu, sich mit den neuen Regelungen frühzeitig vertraut zu machen und wenn nötig in ihren Praxen entsprechende Änderungen (gegebenenfalls vom zuständigen Dienstleister) vornehmen zu lassen.

Hohe Bußgelder bei Verstößen gegen das neue Datenschutzrecht 
Verstöße gegen das neue Datenschutzrecht können Zahnarztpraxen teuer zu stehen kommen. Ab dem 25. Mai drohen dann Bußgelder von bis zu 20 Millionen Euro. Übergangsfristen gibt es nach dem Stichtag nicht.

Merkblatt der Bundeszahnärztekammer
Die Bundeszahnärztekammer (BZAEK) hat ein Merkblatt zum neuen Datenschutzrecht veröffentlicht, das die wichtigsten Neuerungen zusammenfasst. Zur Ergänzung dieses Merkblatts arbeitet die BZAEK zusammen mit der KZBV derzeit an der Neuauflage des gemeinsam herausgegebenen Datenschutzleitfadens, der weitergehende Informationen und Vertiefungen bieten wird.

Bundeszahnärztekammer

Bild Startseite: Fotolia

   

Informationsfilm von BZAEK und KZBV zur Patientenberatung

Praktischer Wegweiser für Patienten

Bundeszahnärztekammer (BZAEK) und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) haben einen Informationsfilm erstellt, der das vielfältige Angebot der zahnärztlichen Patientenberatung der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen) und (Landes-)Zahnärztekammern kompakt erläutert. Der Film ist auf der zentralen Website von BZAEK und KZBV zur Patientenberatung patientenberatung-der-zahnaerzte.de und ebenfalls auf den Internetseiten der BZAEK und der KZBV eingestellt. Er ist außerdem auf der Internetplattform YouTube zu sehen. Die Zahnärztliche Patientenberatung der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen) und (Landes-)Zahnärztekammern berät bereits seit vielen Jahren Patientinnen und Patienten zu allen Fragen rund um die Mundgesundheit und die zahnärztliche Versorgung – kompetent, transparent, kostenfrei. Das neue Video beschreibt anschaulich die Kontaktmöglichkeiten und das Beratungsspektrum im gesamten Bundesgebiet. Der Film dient damit als praktischer Wegweiser für Patienten, die zum Beispiel Fragen zur Versorgung mit Zahnersatz oder zum Heil- und Kostenplan ihrer behandelnden Zahnärztin oder ihres Zahnarztes haben. Nutzer der Website finden darüber hinaus schnell und übersichtlich die Kontaktdaten sämtlicher Beratungsstellen in den Ländern sowie weiterführende Informationen rund um die Leistungen und den Service der Zahnärztlichen Patientenberatung. 

Hintergrund: Die Zahnärztliche Patientenberatung 
Die bundesweit etablierten Beratungsstellen von KZVen und (Landes-)Zahnärztekammern geben persönlich, postalisch, telefonisch und per E-Mail Auskunft zu Behandlungsmethoden, Therapiealternativen sowie zu Risiken bei bestimmten Eingriffen. Sie beantworten Fragen zur Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen sowie zu Privatrechnungen. Darüber hinaus ist die Patientenberatung der Zahnärzteschaft Anlaufstelle bei allen Anliegen im Zusammenhang mit Behandlungen in der Praxis. Gutachter- und Schlichtungsstellen leisten wertvolle Beiträge für die konstruktive Vermittlung zwischen Zahnärzten und Patienten. In der vertragszahnärztlichen Versorgung trägt das Gutachterwesen maßgeblich zur Klärung offener Behandlungsfragen bei. Im zahnärztlichen Beratungsnetzwerk arbeiten Zahnärztinnen, Zahnärzte und Mitarbeiter der Verwaltung frei von Weisungen Dritter und frei von wirtschaftlichen Interessen. Patienten können sich bereits im Vorfeld einer Behandlung über die in ihrem Fall geeignete Versorgung informieren, etwa durch das Zweitmeinungsmodell bei einer geplanten Zahnersatz-Behandlung. 

Jahresbericht Zahnärztliche Patientenberatung
Auf den Internetseiten von BZAEK und KZBV ist zudem der erste Jahresbericht der Zahnärztlichen Patientenberatung zum Download verfügbar, der im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde. 

BZAEK/KZBV, Pressemitteilung vom 9. Januar 2018

Bild Startseite: proDente / Johann Peter Kierzkowski

   

Neue Heilmittelrichtilinie: KZBV-Informationspaket

So verschreiben Sie richtig

Seit Juli 2017 ist die neue zahnärztliche Heilmittel-Richtlinie in Kraft, die die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) als stimmberechtigte Trägerorganisation im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) durchgesetzt hatte. Mit der Richtlinie als verbindliche Rechtsgrundlage können Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte Heilmittel im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnen. Der Heilmittel-Katalog ist dabei fachlich ganz auf die spezifischen Erfordernisse der zahnärztlichen Versorgung zugeschnitten. 

Multimediales Informationsangebot der KZBV
Um den Praxen den Umgang mit den neuen Regelungen zu erleichtern, hat die KZBV ein umfangreiches, multimediales Informationsangebot erstellt. So erläutert die Broschüre „Die zahnärztliche Heilmittelverordnung – So verschreiben Sie richtig“ detailliert den Richtlinientext, die Zuordnung der Heilmittel zu Indikationen sowie die konkrete Umsetzung der Heilmittelverordnung und gibt praktische Ausfüllhinweise zum entsprechenden Vordruck „Zahnärztliche Heilmittelverordnung“. In der Publikation sind darüber hinaus eine Kurzerläuterung sowie eine Zusammenstellung der wichtigsten Fragen und Antworten zu dem Thema verfügbar. Abgerundet wird das Infopaket durch […] ein jetzt gestartetes, digitales Erklärprojekt auf der Website der KZBV. Mittels anschaulicher Fallbeispiele zur Erstverordnung, Folgeverordnung und zur Verordnung von Heilmitteln außerhalb des Regelfalls wird dabei der konkrete Umgang mit der Richtlinie und das Ausfüllen des Verordnungsformulars erläutert. 

Hintergrund: Die zahnärztliche Heilmittel-Richtlinie
Vertragszahnärzten war es bis zum Inkrafttreten der Richtlinie auf Grundlage der ärztlichen Heilmittel-Richtlinie möglich, Heilmittel dann zu verordnen, wenn diese zur Ausübung der Zahn-, Mund-, und Kieferheilkunde gehören. Jedoch kamen dabei immer wieder Fragen auf, welche Heilmittel im Einzelfall verordnet werden können. Um vor diesem Hintergrund eine einheitliche Rechtsgrundlage zu schaffen, hatte die KZBV im Jahr 2014 mit einem entsprechenden Antrag – der im G-BA beschlossen worden war – erreicht, dass die Besonderheiten der vertragszahnärztlichen Versorgung künftig mit einem eigenen Heilmittel-Katalog für den vertragszahnärztlichen Sektor berücksichtigt werden. 

Bezugsquellen der Informationsmaterialien
Die Heilmittel-Broschüre im pdf-Format zum Download und Selbstausdruck, die ergänzenden Erläuterungen, die Fragen und Antworten sowie die zahnärztliche Heilmittel-Richtlinie selbst können von Ihnen 
im Internet auf der Website der KZBV abgerufen werden.

KZBV, Pressemitteilung vom 29. November 2017

Die Heilmittelrichtlinie Zahnärzte und Erläuterungen dazu finden Sie auch auf den Internetseiten der KZV Nordrhein.

Bild Startseite: proDente / Johann Peter Kierzkowski

   

Online-Rollout der Telematikinfrastruktur – Fristverlängerung

Laut E-Health-Gesetz zieht eine fehlende Anbindung an die Telematikinfrastruktur bis zum 1. Juli 2018 1 Prozent Honorarabschlag bei Medizinern nach sich. Nachdem die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung bereits im Juli Gespräche mit dem Bundesgesundheitsministerium geführt hat, stimmte der Bundesrat jetzt der Verordnung zur Verlängerung der Frist um sechs Monate zu. Vertragszahnärzte sind demnach gesetzlich verpflichtet, bis zum 31. Dezember 2018 das neue Versichertenstammdatenmanagement in ihren Praxen einzuführen. Mit der Fristverlängerung soll laut Verordnung den Ärzten, Zahnärzten und Einrichtungen eine ausreichende Übergangsfrist zugestanden werden, in der sie sich mit der erforderlichen Technik für die Versichertenstammdatenprüfung ausstatten können.

So funktioniert der Versichertenstammdatenabgleich über die Telematikinfrastruktur
Per SMC-B-Karte (elektronischer Praxisausweis) überprüft die Telematikinfrastruktur, ob die Zahnarztpraxis zur Nutzung des Online-Dienstes berechtigt ist. Auf diese Weise wird die Praxis authentisiert. Das E-Health-Kartenterminal im Praxisverwaltungssystem (PVS) prüft sodann, ob der Patient in diesem Quartal die Praxis schon einmal aufgesucht hat. Ist dies nicht der Fall ist und wurden die Daten des Patienten somit nicht schon einmal gepüft, leitet das Praxisverwaltungssystem die Online-Prüfung der Daten auf der elektronischen Gesundheitskarte über den Konnektor ein. Dieser prüft im Versichertenstammdaten-Server, ob für diese eGK ein Aktualisierungsauftrag vorliegt. Im positiven Fall aktualisiert der Konnektor die Daten auf der elektronischen Gesundheitskarte. Im Anschluss daran liest das Praxisverwaltungssystem die aktualisierten eGK-Daten ein.

Ausführliche Informationen und weiterführende Hinweise zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur erhalten Sie auf unseren Internetseiten.

Bild Startseite: Fotolia

   

gematik: Grünes Licht für erste Komponenten der TI

Konnektor, E-Health-Kartenterminal, VPN-Zugangsdienst und Praxisausweis für TI-Einsatz zugelassen

Die gematik Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH hat erstmalig Zulassungen für Produkte und Dienste der Industrie zum bundesweiten Betrieb der ersten Anwendung Versichertenstammdaten-Management erteilt. 

Für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur sind mehrere Produkte und Dienste der Industrie notwendig, die von der gematik zugelassen werden müssen, wie beispielsweise der Konnektor, das E-Health-Kartenterminal, der VPN-Zugangsdienst und der elektronische Praxisausweis. Diese stellen neben der Anpassung des jeweiligen IT-Verwaltungs- oder -informationssystems die Basisausstattung dar, um eine medizinische Einrichtung an die Telematikinfrastruktur anzuschließen.

Als erste haben das Zulassungsverfahren der gematik erfolgreich durchlaufen der Konnektor „KoCoBox MED+“ des Unternehmens KoCo Connector, das E-Health-Kartenterminal „ORGA 6141 online“ des Unternehmens Ingenico Healthcare, der VPN-Zugangsdienst des Unternehmens CompuGroup Medical Deutschland und die Bundesdruckerei als Anbieter von elektronischen Praxisausweisen. Die Bundesdruckerei hat dabei zunächst die Zulassung für Zahnarztpraxen erhalten. Die Zulassung für Arzt- und Psychotherapeutenpraxen wird in Kürze folgen.

„Wir freuen uns über das Engagement der Industrieunternehmen, die mit ihren Produkten vorangehend alle Anforderungen an die Funktionalität, Interoperabilität und Sicherheit zum Einsatz in der Telematikinfrastruktur erfüllt haben. Weitere Produkte verschiedener Unternehmen durchlaufen derzeit die Zulassungsverfahren“, sagt Alexander Beyer, Geschäftsführer der gematik. „Auch andere Hersteller und Dienstleister sind dazu eingeladen, ihre Produkte zur Zulassung einzureichen“.

Für den bundesweiten Betrieb der Anwendung Versichertenstammdaten-Management hat die gematik fristgerecht zum 30. Juni 2017 die erforderlichen Sicherheits- und Betriebskonzepte festgelegt, sämtliche technische Vorgaben (Spezifikationen) definiert und veröffentlicht sowie die notwendigen Zulassungsverfahren für die zentral und dezentral betriebenen Produkte und Dienste etabliert. 

Zur technischen Ausstattung einer medizinischen Einrichtung, um diese an die Telematikinfrastruktur anzuschließen, gehört ein neues Gerät, der Konnektor. Er verbindet die IT-Systeme medizinischer Einrichtungen mit der Telematikinfrastruktur (ein Internetanschluss ist notwendig). Der Konnektor ist mit einem Router vergleichbar, jedoch mit einem deutlich größeren Funktionsumfang und einem sehr hohen Sicherheitsniveau. Er stellt ein sogenanntes virtuelles privates Netzwerk (VPN) her, in dem elektronische Anwendungen unter Einsatz moderner Verschlüsselungstechnologien völlig abgeschirmt vom sonstigen Internet genutzt werden können. 

Das Versichertenstammdaten-Management ist die erste Anwendung der Telematikinfrastruktur und ermöglicht es Ärzten, Zahnärzten und Psychotherapeuten in Echtzeit (online) automatisiert zu überprüfen, ob die auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeicherten Versichertenstammdaten aktuell sind bzw. ob ein gültiges Versicherungsverhältnis besteht. Dieser Online-Datenabgleich ist gesetzlich verpflichtend. Erst jüngst hat der Bundesrat die Frist für die flächendeckende Einführung des Versichertenstammdaten-Managements durch die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte, Einrichtungen und Zahnärzte auf den 31. Dezember 2018 verlängert.

gematik, Pressemitteilung vom 10.11.2017

Dokumentenpaket für Online-Produktivbetrieb (Stufe 1)
Die gematik hat ein neues Dokumentenpaket für den Online-Produktivbetrieb (Stufe 1) herausgegeben. Das Dokumentenpaket mit dem Releasestand 1.6.4-3 bildet ab sofort die Grundlage der laufenden und anstehenden Zulassungsverfahren für den Online-Produktivbetrieb (Stufe 1). Die Dokumentenlandkarte des aktuellen Releases enthält das Verzeichnis der gültigen Produkttypsteckbriefe, Anbietertypsteckbriefe, Konzepte und Spezifikationen sowie Schemata, WSDL- und andere Dateien. Das Dokumentenpaket ist über das Fachportal unter Online-Produktivbetrieb (Stufe 1) abrufbar. Im neuen Fachportal der gematik werden alle aktuellen Fachinformationen zu Spezifikationen und Zulassungen zur Verfügung gestellt.

gematik, Meldung vom 06.12.2017

Weitere aktuelle Meldungen der gematik finden Sie im Internet.

Ausführliche Informationen und weiterführende Hinweise zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur erhalten Sie auf unseren Internetseiten.

   

dentists4dentists

Der neue Blog von und für Zahnärztinnen und Zahnärzte

Zahnärztekammer und KZV Nordrhein, ZA eG, FVDZ und DZV – die sogenannten fünf Säulen – haben gemeinsam den Blog dentists4dentists.de entwickelt. Er richtet sich speziell an junge Zahnärzte – Assistenten, Angestellte, frisch Niedergelassene – und Studierende der Zahnmedizin.

Unabhängig, neutral und ohne finanzielle Interessen
Was ist das Besondere an dentists4dentists? Im Blog informieren und diskutieren Zahnärztinnen und Zahnärzte unabhängig und neutral. Zahnärzte mit langjähriger Erfahrung und Fachleute auf den verschiedensten Gebieten von Kammer und KZV, ZA eG und den großen Standesorganisationen stehen ohne finanzielles Gewinnstreben ihren jungen Kollegen mit Rat und Tat zur Seite. Apropos: Der Blog dentists4dentists unterliegt keineswegs irgendwelchen Altersbeschränkungen!

Hier gelangen Sie zum neuen Zahnärzteblog.

Besuchen Sie auch die Facebook-Seite der KZV Nordrhein!
Informativ und unterhaltsam: der neue Facebook-Auftritt der KZV Nordrhein für junge Zahnmediziner. 

   

Merkblatt Datenschutzrecht

Die Bundeszahnärztekammer (BZAEK) hat ein Merkblatt zum neuen Datenschutzrecht veröffentlicht, das ab dem 25. Mai 2018 gilt.

 

Hier geht es für die Praxen vor allem darum, die Sicherheit der verarbeiteten Personendaten zu gewährleisten, die nach europäischer Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und Bundesdatenschutz-
gesetz (BDSG) ab dem genannten Stichtag besonders geschützt werden müssen:

Informationsfilm Patientenberatung

BZAEK und KZBV haben einen Informationsfilm erstellt, der das Angebot der zahnärztlichen Patientenberatung der KZVen und (Landes-)Zahnärztekammern erläutert.

 

Der Film ist auf der zentralen Website von BZAEK und KZBV zur Patientenberatung zu sehen:

 

Er kann außerdem auf YouTube abgerufen werden.

Versichertenstammdaten

KZBV-Merkblatt zu Fehlercodes
im VSDM

Die KZBV informiert die Zahnarztpraxen mit einem Merkblatt über den korrekten Umgang mit Fehlermeldungen (Fehlercodes), die beim Einlesen der Versicherten-
stammdaten über die eGK angezeigt werden können.

Neue Heilmittelrichtlinie

KZBV-Informationspaket

Die neue KZBV-Broschüre „Die zahnärztliche Heilmittelverordnung – So verschreiben Sie richtig“ enhält Erläuterungen zur Zuordnung der Heilmittel zu Indikationen sowie zur konkreten Umsetzung der Verordnung und Tipps zum Ausfüllen des Vordrucks. Zudem umfasst sie eine Kurzerläuterung sowie eine FAQ-Liste. Die Broschüre wird durch ein digitales Erklärprojekt ergänzt.

 

Hier gelangen Sie auf der KZBV-Website zu dem
KZBV-Informationspaket zur zahnärztlichen Heilmittel-
verordnung
.

Parodontitis

Neues Versorgungskonzept

KZBV, BZAEK und DG Paro haben ein neues, wissenschaftlich abgesichertes Versorgungskonzept gegen die „Volkskrankheit Parodontitis“ entwickelt:

PAR-Versorgungskonzept – Konzept für die Behandlung von Parodontalerkrankun-
gen bei Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung

Anbindung an die Telematikinfrastruktur

Die Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen geht an den Start. In den kommenden Monaten sollen alle Praxen an Deutschlands größtes elektronisches Gesundheitsnetz angeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund hat die KZBV eine Informationsbroschüre veröffentlicht:
„Anbindung an die Telematik-
infrastruktur – Informa-
tionen für Ihre Praxis“

   

KZBV und KZV Sachsen stellen außerdem ein 
Erklärvideo „Einführung
in die Telematikinfra-
struktur“

zur Verfügung.

Agenda Mundgesundheit

Die „Agenda Mundgesundheit
2017-2021" der KZBV umfasst die gesundheitspolitischen Positionen der Vertragszahnärzteschaft zur Sicherstellung und Weiterentwicklung der zahnmedizinischen Versorgung in Deutschland. Die vollständige Agenda sowie eine Kurzfassung können auf der Website der KZBV abgerufen werden:

Agenda Mundgesundheit
2017-2021 (PDF) und
Agenda Mundgesundheit – Positionen und Grundsätze (PDF)

Übersichtsgrafik Qualitätsförderung

Der zahnärztliche Berufsstand ist bestrebt, in den Praxen vor Ort immer die möglichst beste Versorgungsqualität für Patientinnen und Patienten zu gewährleisten. Eine umfassende Qualitätsförderung ist zentrale kontinuierliche Aufgabe aller Zahnärztinnen und Zahnärzte.

 

Die KZBV stellt dafür eine Übersichtsgrafik mit weiterführenden Erläuterungen zur Verfügung, die anschaulich, leicht verständlich und transparent über die einzelnen Elemente zahnärztlicher Qualitätsförderung informiert und die Sie hier herunterladen können:

KZBV-Übersichtgrafik
Qualitätsförderung (PDF)

PZR-Umfrage-Ergebnisse 2017

Die KZBV hat im April 2017 bei 113 gesetzlichen Krankenkassen eine Umfrage zu den Angeboten der Kassen hinsichtlich der PZR durchgeführt. Gefragt wurde nach der konkreten Leistung der jeweiligen Kasse im Zusammenhang mit einer PZR, nach Absprachen mit KZVen und danach, ob der Zahnarzt frei nach der GOZ abrechnen kann.

 

36 Krankenkassen haben sich mit freiwilligen Selbstauskünften an der Umfrage beteiligt. Die KZBV übernimmt für Inhalt und Vollständigkeit keine Gewähr. Ein Teil der Angebote basiert auf sogenannten Selektivverträgen und hat damit eine Einschränkung der freien Zahnarztwahl zur Folge. 

Hier gelangen Sie zu den 

DMS V-Praxisplakat

Bundeszahnärztekammer und KZBV haben in Zusammenarbeit mit dem Institut der Deutschen Zahnärzte ein Plakat zur Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) zur Verwendung in der Zahnarztpraxis herausgegeben. Es informiert über die positiven Ergebnisse der Studie und fordert die Patienten auf, den nächsten Kontrolltermin zu vereinbaren:


Auf den Seiten der KZBV erhalten Sie außerdem eine 

Bestechlichkeit / Bestechung

Bestechlichkeit / Bestechung
im Gesundheitswesen
KZBV / BZAEK: Info-Broschüre (Rechtsgrundlagen)

Die in der breiten Öffentlichkeit geführte Diskussion um Korruption und Bestechlichkeit im Gesundheitswesen war für den Gesetzgeber Anlass, eine entsprechende neue Strafrechtsnorm zu beschließen. Zudem gewinnen Transparenz und Compliance in der öffentlichen Wahrnehmung zunehmend an Bedeutung.

Die strikte Einhaltung rechtlicher Vorgaben ist daher Ziel und Auftrag jedes einzelnen Zahnarztes sowie des zahnärztlichen Berufsstandes in seiner Gesamtheit. Fragen wie „Was darf ich denn noch?“ und „Was ist verboten?“ sind inzwischen fester Bestandteil des Beratungsalltags von Zahnärztekammern und Kassen-
zahnärztlichen Vereinigungen.

Die Info-Broschüre zu diesem Thema in der Schriftenreihe "Rechtsgrund-
lagen für die Zahnarztpraxis" möchte Antworten geben und helfen, Verunsicherungen abzubauen. 

Qualitätsförderung

BZÄK/KZBV: 
Agenda Qualitätsförderung

 

Mit dieser Agenda legen BZÄK und KZBV ihre überarbeiteten Positionen zur Qualitätsförderung in der Zahnmedizin in Anknüpfung an die gemeinsame Agenda Qualitäts-
förderung aus dem Jahr 2004 vor, zeigen Perspektiven für die Weiterentwicklung durch den Berufsstand und Forderungen an die Gesundheitspolitik für die kommenden Jahre auf.

 

Die Ziele, Grundsätze und Handlungsempfehlungen der Agenda beziehen sich sowohl auf die Patienten als auch auf die in der zahnmedizinischen Versorgung tätigen Zahnärzte und Beschäftigten. Leitbild ist eine Beziehung zwischen Zahnarzt und Patient, die von Vertrauen geprägt ist.

 

Mehr dazu auf den Internetseiten der BZAEK und der KZBV.

Hier geht es zum Download der

Agenda Qualitätsförderung
(PDF)
.

Frühkindliche Kariesprävention

BZÄK-/KZBV-Versorgungskonzept „Frühkindliche Karies vermeiden“

BZÄK und KZBV haben gemeinsam mit dem Bundesverband der Kinderzahnärzte (BuKiZ) und dem Deutschen Hebammenverband (DHV) sowie unter der wissenschaftlichen Begleitung der Universität Greifswald ein Konzeptpapier zur frühkindlichen Kariesprävention unter dem Titel „Frühkindliche Karies vermeiden“ entwickelt.


Sie können das Konzeptpapier im Internet einsehen und herunterladen:

Frühkindliche Karies vermeiden (PDF).

Alters- und Behindertenzahnheilkunde

BZÄK-/KZBV-Versorgungs-
konzept „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter“

 

In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ) und der Arbeitsgemeinschaft für Behindertenbehandlung im Bundesverband Deutscher Oralchirurgen (BDO) entstand unter dem Titel „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter“ ein Konzept, mit dem die Heraus-
forderungen an die zahnmedizinische Versorgung von Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen angegangen werden können.


Das Konzeptpapier kann im Internet eingesehen und heruntergeladen werden:

Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter (PDF).