Zulassung als Vertragszahnarzt

Sobald sich die Niederlassungsabsicht auf einen  bestimmten Standort – ggf. nachweisbar durch einen Mietvertrag, Praxisübernahmevertrag oder Sozietätsvertrag – konkretisiert hat, jedoch frühestens sechs Monate vor der geplanten Praxiseröffnung, sollten Sie sich bei der für den Niederlassungsort zuständigen Kassenzahnärztlichen Vereinigung – Zulassungsstelle – melden und ggf. den Antrag auf Zulassung als Vertragszahnarzt stellen.

Folgende Unterlagen sind nach der Zulassungsverordnung (§ 18) erforderlich:

Der Antrag ist schriftlich zu stellen. In dem Antrag ist anzugeben, für welchen Vertragszahnarztsitz und ggf. unter welcher Gebietsbezeichnung die Zulassung beantragt wird.

Beizufügen sind:

  1. Auszug aus dem Zahnarztregister, aus welchem der Tag der Approbation, der Tag der Eintragung in das Zahnarztregister und ggf. der Tag der Anerkennung des Rechts zum Führen einer bestimmten Gebietsbezeichnung  hervorgehen müssen. Ein Auszug aus dem Zahnarztregister ist entbehrlich, wenn Sie in das Zahnarztregister der KZV Nordrhein eingetragen sind.
  2. Bescheinigungen über die seit der Approbation ausgeübten zahnärztlichen Tätigkeiten, soweit diese nicht bereits beim Registerantrag beigefügt wurden.
  3. Ein aktueller, lückenloser Lebenslauf (tabellarisch mit handschriftlicher Unterschrift)
  4. Polizeiliches Führungszeugnis (Belegart 0)
  5. Ggf. Bescheinigungen der Kassenzahnärztlichen Vereinigung, in deren Bereich der Zahnarzt bisher niedergelassen oder zur Vertragszahnarztpraxis zugelassen war, aus denen sich Ort und Dauer der bisherigen Niederlassung oder Zulassung und der Grund einer etwaigen Beendigung ergeben.
  6. Eine Erklärung über im Zeitpunkt der Antragstellung bestehende Dienst- oder Beschäftigungsverhältnisse unter Angabe des frühestmöglichen Endes des Beschäftigungsverhältnisses.
  7. Eine Erklärung des Zahnarztes, ob er drogen- oder alkoholabhängig ist oder innerhalb der letzten fünf Jahre gewesen ist, ob er sich innerhalb der letzten fünf Jahre einer Entziehungskur wegen Drogen- oder Alkoholabhängigkeit unterzogen hat und das gesetzliche Hinderungsgründe der Ausübung des zahnärztlichen Berufs nicht entgegenstehen.
  8. Eine Erklärung zur Durchführung zahnärztlicher Behandlung (Zahnärzte) –blaues Formular–
  9. Verträge in Kopie:
    bei Neugründung:
    Mietvertrag bzw. bei Eigentum Auszug aus dem Grundbuch
    bei Praxisübernahme:
    Mietvertrag und Praxisübernahmevertrag
    bei Praxisgemeinschaft:
    Mietvertrag und Praxisgemeinschaftsvertrag
    bei Berufsausübungsgemeinschaft:
    Mietvertrag und Berufsausübungsgemeinschaftsvertrag
  10. Ggf. Bescheinigung der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen, in deren Bereich Sie bisher als Vertragszahnarzt zugelassen/niedergelassen waren, aus denen sich Ort und Dauer der bisherigen Zulassung/Niederlassung und der Grund einer etwaigen Beendigung ergeben (gem. § 18 Abs. 2c Zahnärzte-ZV).

   
Die Unterlagen müssen der Geschäftsstelle des zuständigen Zulassungsausschusses spätestens einen Monat vor der maßgeblichen Zulassungssitzung vollständig vorliegen. Die Sitzungstermine finden Sie hier.

Zu der Sitzung des Zulassungsausschusses, in der über Ihren Zulassungsantrag verhandelt wird, erhalten Sie 14 Tage vor dem Verhandlungstermin des Zulassungsausschusses eine Ladung. Ihr persönliches Erscheinen zu dieser Sitzung ist erforderlich.

Der Zulassungsausschuss erhebt nach § 39 Abs. 1 Zahnärzte-ZV die ihm erforderlich erscheinenden Beweise. Dies bedeutet, dass er Sie als Antragsteller u. a. zu den Gesetzen, Rechtsverordnungen, Verträgen, Vertragsrichtlinien, Vertragshinweisen einschließlich Erläuterungen, befragt.

 

Bitte beachten Sie die Abgabefrist für Anträge auf Zulassung zur vertragszahnärztlichen Tätigkeit

Anträge auf Zulassung zur vertragszahnärztlichen Tätigkeit müssen vollständig – mit allen Unterlagen – 
spätestens einen Monat vor der entsprechenden Sitzung des Zulassungsausschusses bei der Geschäftsstelle des Zulassungsausschusses, Lindemannstraße 34–42, 40237 Düsseldorf, vorliegen.

Sofern die Verhandlungskapazität für einen Sitzungstermin durch die Anzahl bereits vollständig vorliegender Anträge überschritten wird, ist für die Berücksichtigung das Datum der Vollständigkeit Ihres Antrages maßgebend. Es wird deshalb ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine rein fristgerechte Antragsabgabe keine Garantie für eine wunschgemäße Terminierung darstellen kann. 

Anträge, die verspätet eingehen oder zum Abgabetermin unvollständig vorliegen, müssen bis zu einer der nächsten Sitzungen zurückgestellt werden. 

Deshalb unsere Bitte an Sie: Reichen Sie möglichst frühzeitig Ihren kompletten Zulassungsantrag ein!

Die vorstehenden Fristen und Vorgaben gelten auch für Anträge auf Genehmigung zur Beschäftigung von angestellten Zahnärzten

Anträge auf Führen einer Berufsausübungsgemeinschaft und damit verbundene Zulassungen werden nur zu Beginn eines Quartals genehmigt bzw. ausgesprochen. Die Beendigung einer Berufsausübungsgemeinschaft kann nur am Ende eines Quartals vorgenommen werden.

Anträge zur Gründung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) müssen vollständig spätestens zwei Monate vor der entsprechenden Sitzung des Zulassungsausschusses bei der Geschäftsstelle des Zulassungsausschusses vorliegen. Anträge auf Führen eines MVZ und damit verbundene Zulassungen werden nur zu Beginn eines Quartals genehmigt bzw. ausgesprochen, die Beendigung eines MVZ kann nur am Ende eines Quartals vorgenommen werden.

Zulassungsanträge

Hier können Sie die Formulare für die Zulassung zum Vertragszahnarzt (einschließlich Zulassungsverzicht) herunterladen:

   

Antrag auf Zulassung zur vertragszahnärztlichen Versorgung (PDF)

   

Antrag auf Zulassung zur vertragszahnärztlichen Versorgung für einen hälftigen Versorgungs-
auftrag (PDF)

   

Verzichtserklärung (PDF)

Beschränkung des Versorgungsauftrages / Beschränkungsaufhebung

Hier gelangen Sie zu den Formularen für eine Beschränkung bzw. für die Aufhebung der Beschränkung des Versorgungsauftrages: