Punktwerte

Punktwertübersicht
gültig ab 01.01.2020 - Stand 14.04.2020

Höhere Punktwerte ab 01.01.2020

Wir haben sowohl mit den Primärkrankenkassen als auch mit den Ersatzkassen erste Verhandlungen zu den Vergütungsvereinbarungen für das Jahr 2020 geführt. Diese waren insoweit erfolgreich gewesen, als dass eine Einigung über die Veränderungsraten sowie eine damit verbundene sofortige Anhebung der Punktwerte erreicht wurde. Alle weiteren Verhandlungspunkte wie z. B. die zu vereinbarenden Obergrenzen etc. stehen unter dem Eindruck der Coronakrise noch aus. Die Punktwerte werden für die Leistungsarten KCH, PAR, KG/KB und IP um 3,4% angehoben. Für die Leistungsart KFO wird der Punktwert um 3,5% angehoben.

Die neuen Punktwerte sind rückwirkend ab dem 01.01.2020 gültig und können der als Anlage beigefügten Übersicht übernommen werden.

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gültig ab 01.01.2020 - Stand 03.02.2020

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gültig ab 01.01.2020 - Stand 06.12.2019

Vergütungsvereinbarung mit den Primärkassen für die Kalenderjahre 2018 und 2019

Wir haben in den vorausgegangenen Informationsdiensten im Laufe des Jahres mehrfach über den Status der insgesamt zähen Vergütungsverhandlungen mit den Primärkrankenkassen berichtet. Umso mehr freuen wir uns, dass wir Ihnen nunmehr das Ergebnis der Verhandlungen präsentieren können, da die Vereinbarungen von allen Institutionen unterschrieben wurden und damit verbindlich sind.

Maßstab für die Verhandlungen war das Ergebnis des Schiedsspruches aus dem Verfahren vom 09.01.2019, welches wir mit den Ersatzkassen geführt hatten. Darüber hinaus hatten wir den 

Primärkrankenkassen in einer Vereinbarung im Mai 2017 eine mögliche Punktwertangleichung im Verhältnis zu den Ersatzkassen in Aussicht gestellt, sofern sich diese aus dem Ergebnis des Klageverfahrens des vdek gegen den Schiedsspruch 2016 ergeben sollte. Das Ergebnis des Klageverfahrens bzw. des anhängigen Schiedsspruches war, dass sich zwischen den Ersatz- und den Primärkassen eine Punktwertdifferenz von insgesamt 0,36 % ergeben hatte.

Im Ergebnis der aktuellen Vergütungsverhandlungen haben wir daher für das Jahr 2018 eine grundsätzliche Punktwertanhebung von 2,91 % sowie für das Jahr 2019 um 2,65 % vereinbart. Diese Werte werden jeweils um 0,18 % abgesenkt, damit zwischen den Primär- und den Ersatzkassen ein identischer Punktwert für die jeweiligen Leistungsarten erreicht wird.

Im weiteren Verhandlungsverlauf begehrten die Innungskrankenkassen (IKK) den Abschluss einer individuellen Vereinbarung, die sich im Gesamtergebnis nur unwesentlich von der Vereinbarung mit den übrigen Primärkassen unterscheidet. So werden für alle Primärkassen bei der Ermittlung der höchstzulässigen kassenindividuellen Ausgabenvolumina (Obergrenzen) für das Jahr 2018 als Basis die kassenindividuellen Ist-Abrechnungswerte je Versicherten des Jahres 2017 herangezogen. Neben der Punktwertsteigerung werden diese Beträge zusätzlich für alle Krankenkassen um 1 % für allgemeine Mengensteigerungen erhöht. Diese Obergrenze reicht somit aus, um alle eingereichten Abrechnungen vollständig nach Einzelleistungen zu vergüten.

Das gleiche Verfahren wird für die Zeit ab 01.01.2019 in der Weise zugrunde gelegt, als dass die Ist-Abrechnungswerte des Jahres 2018 je Versicherten Berücksichtigung finden. Auch für das Jahr 2019 werden neben der Punktwertsteigerung die Abrechnungsergebnisse um zusätzlich 1 % für die allgemeine Mengensteigerung erhöht. Die Leistungen zur Umsetzung der EU-Amalgam-Richtlinie (BEMA-Positionen 13 e-h) werden insbesondere im Jahr 2019 in der Weise berücksichtigt, als dass die tatsächlich anfallenden, zusätzlichen Kosten uneingeschränkt von den Primärkassen gezahlt werden. Die Primärkrankenkassen haben dafür vorläufig die zusätzliche Erhöhung von 1 v. H. der zuvor erläuterten Obergrenze für das Jahr 2019 akzeptiert.

An dieser Stelle unterscheidet sich der IKK-Vertrag im Bereich der allgemeinen Mengensteigerungen, die mit 2 % angesetzt wurden. Zusätzlich gelten im IKK-Vertrag die Positionen 13 e-h als extrabudgetäre Leistungen.

Die Primärkassen haben sich zusätzlich verpflichtet für die Zeit bis zum 30.06.2018 die Leistungen nach den BEMA-Positionen 171 a/b und 172 a-d, sowie für die Zeit ab 01.07.2018 die BEMA-Positionen 171 a/b, 172 a/b, 173 a/b, 174 a/b und 107a sowie die jeweils im Zusammenhang anfallenden Begleitleistungen nach Einzelleistungen - also extrabudgetär - zu vergüten.

Abschließend konnten wir in den Vergütungsvereinbarungen platzieren, dass sich die Vertragspartner auf einen Ausgleich verständigen, wenn die kassenindividuell vereinbarten Ausgabenvolumen nicht ausreichen. Das bedeutet, dass erstmals eine Nachverhandlung zwischen den Vertragspartnern verbindlich vereinbart wurde.

Die Vereinbarung steht noch unter dem Vorbehalt, dass das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen diese Vereinbarung nicht innerhalb von 2 Monaten beanstandet.

Die sich aus dieser Vergütungsvereinbarung ergebenden neuen Punktwerte bei den Primärkassen für die Zeit ab 01.01.2018 und 01.01.2019 können Sie der hier beigefügten Übersicht (Anlage) entnehmen.

Der durch die Primärkassen verzögerte Verhandlungsverlauf hat zur Folge, dass wir die Punktwertnachberechnungen vollständig erst mit der Quartalsabrechnung IV/2019 zum 23.04.2020 an die Praxen zur Auszahlung bringen können.

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gültig ab 01.01.2019 - Stand 02.08.2019

Vergütungsvereinbarung mit den Ersatzkassen 2019

Die Vergütungsverhandlungen mit den Ersatzkassen für das Kalenderjahr 2019 konnten zwischenzeitlich zum Abschluss gebracht werden. Im Ergebnis werden die Punktwerte für die Leistungsarten KCH, PAR, KB/KG, KFO und IP um 2,65% angehoben. Die kassenspezifischen Ausgabenvolumina (Obergrenzen) werden auf der Ist-Basis 2018 ebenfalls um 2,65% sowie um zusätzlich 1% für evtl. Mengensteigerungen angehoben. Zusätzlich wird diese Summe zur Umsetzung der EU-Richtlinie Amalgam um einen Mengenfaktor in Höhe von 2,5% erhöht. Die weiteren Vertragsbestandteile entsprechen der Vergütungsvereinbarung des Jahres 2018, die wir bereits im Informationsdienst Nr. 01/2019 und 02/2019 im Detail beschrieben haben.

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gültig ab 01.01.2019 - Stand 03.06.2019

Vergütungsvereinbarungen mit den Ersatzkassen 2018 und 2019

Im Informationsdienst 1/2019 hatten wir über das Verhandlungsergebnis für das Jahr 2018 aus dem Verfahren vor dem Landesschiedsamt am 09.01.2019 berichtet. Die Inhalte des entsprechenden Schiedsspruchs wurden nunmehr in einen vertraglichen Rahmen überführt. Die Punktwerte werden für die Leistungsarten KCH, PAR, KG/KB, KFO und IP um 2,91% angehoben. Die kassenspezifischen Ausgabenvolumina (Obergrenzen) werden auf der Ist-Basis 2017 um 2,91% + 1% + 2,5% erhöht. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf die Inhalte des Informationsdienstes 1/2019 und den Ausführungen zum oben angeführten Schiedsspruch.

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gültig ab 01.01.2019 Stand 04.12.2018

Anpassung des Punktwertes nach § 57 Abs. 1 SGB V bei Zahnersatz und Zahnkronen für das Jahr 2019 sowie für die zahnärztliche Versorgung von Heilfürsorgeberechtigten

Wir möchten Sie über die Ergebnisse der diesjährigen Vergütungsvereinbarungen zum bundeseinheitlichen Punktwert im Bereich Zahnersatz sowie der zahnärztlichen Versorgung von Heilfürsorgeberechtigten informieren.

Mit dem GKV-Spitzenverband konnte für die Fortschreibung des Punktwerts nach § 57 Abs. 1 SGB V auf dem Verhandlungsweg Einigung erzielt und ein erneutes Verfahren vor dem Bundesschiedsamt abgewendet werden. Ausgehend von den Vorgaben des § 85 Abs. 3 SGB V, soweit diese auf die Veränderungen bei Zahnersatz anzuwenden waren, konnte man sich nach auch in diesem Jahr höchst kontrovers geführten Verhandlungen in der Sitzung am 21.11.2018 auf eine Erhöhung der Vergütung zahnärztlicher Leistungen bei Zahnersatz um 2,64 Prozent verständigen.

Die Bundesmantelvertragspartner haben in der Vereinbarung durch eine Protokollnotiz klargestellt, dass sie in diesen Abschluss Besonderheiten einbezogen haben, die speziell im Rahmen der gemäß § 57 Abs. 1 SGB V zu verhandelnden bundeseinheitlichen Vergütung zu berücksichtigen sind und auf die anderen Leistungsbereiche, die auf Landesebene verhandelt werden, nicht ohne weiteres übertragbar sind. Die getroffene Vereinbarung hat im Ergebnis keinerlei Signalwirkung für die Gesamtvergütungen. Für die künftigen Verhandlungen will sich die KZBV vor allem mit den Daten aus dem ZäPP neu aufstellen und damit eine Grundlage in das Verfahren einbringen, die nach Bewertung der KZBV auch auf Seiten der Krankenkassen zu akzeptieren sein wird.

Im Bereich Heilfürsorge (Bundespolizei und Bundeswehr) konnte sowohl mit dem Bundesministerium des Innern als auch mit dem Bundesministerium der Verteidigung Einigung über die Fortschreibung der Punktwerte für das Jahr 2019 erzielt werden. Insgesamt werden die für das Jahr 2018 vereinbarten Basis-Punktwerte mit 2,94 Prozent fortgeschrieben.

Die für 2019 maßgeblichen Punktwerte können Sie der beigefügten Anlage entnehmen. 

Die auf unserer Internetseite „www.kzvnr.de“ veröffentlichte Version eines Regelwerks ist gegenüber der Druckversion maßgeblich.